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Der Filmszene-Jahresrückblick 2012

Geschäftsleute hassen das Film-Business. Geschäftsleute lieben es, Kosten und Einnahmen möglichst genau vorausberechnen zu können. Das gibt Kalkulationssicherheit und einen seriösen Businessplan. Wenn ich soundsoviel in die Entwicklung und Herstellung eines Produkts investiere, wird es eine bestimmte Qualität erreichen, die mir einen soundso hohen Verkaufspreis erlaubt, und mit einem soundsohohen Marketing-Budget kann ich dann vermutlich soundso viele Kunden erreichen und soundso viel einnehmen, um am Ende einen Gewinn zu erwirtschaften.

Leider läuft das Filmgeschäft so nicht. Der Preis für eine Kinokarte, ob nun für einen preiswerten Independent-Film oder einen Blockbuster, ist immer derselbe (na gut, es sei denn, es gibt den 3D-Zuschlag, Hollywoods neueste Wunderwaffe, um an der Einnahmenschraube zu drehen). Und auch wenn sich über massive Werbung zumindest eine gewisse Kundenresonanz „kaufen“ lässt, ist nicht nur der Geschmack des Publikums ein gutes Stück weit unberechenbar, sondern auch die Qualität eines Films. Man kann erfahrene Regisseure und berühmte Schauspieler einkaufen und zig Millionen in eine Großproduktion investieren, die genau nach Plan verläuft, und trotzdem einen Riesenflop landen. Auf der anderen Seite können sich aber auch vermeintliche Desaster in gigantische Erfolge verwandeln. „Vom Winde verweht“ und „Titanic“ zum Beispiel, zwei der finanziell erfolgreichsten Filme aller Zeiten, erlebten vor ihrem Kino-Triumph jeweils Produktionsgeschichten, die von Rückschlägen, Katastrophen und ruinösen Kostenexplosionen gepflastert waren und einem blanken Alptraum gleichkamen.

Das aktuell dominierende Zauberwort, um in all diese Unwägbarkeiten wenigstens ein bisschen mehr Kalkulierbarkeit zu bekommen, heißt „Built-in audience“ – also ein zahlendes Publikum, das bei einem Filmstoff quasi schon im Voraus eingebaut ist. Die „Built-in audience“ ist der Versuch der Geschäftsleute, Berechenbarkeit in ein letztlich unberechenbares Geschäft zu bringen. Man kann den Geschmack und die Reaktion des Publikums nicht vorhersagen, aber man kann sich ein erfolgreiches Startwochenende kaufen. Das muss reichen, damit sich ein Film rechnet. Qualität wird da zweitrangig. Alles was man braucht, ist ein wenig sichere Aufmerksamkeit. Und sei es, indem man eine Verfilmung von „Schiffe versenken“ dreht.

Das war in diesem Kinojahr der wohl absurdeste Ausläufer der Kalkulation mit einer „built-in audience“, denn diese „voreingebaute Zuschauerschaft“ hat zumindest in der Theorie eben jeder Filmstoff, mit dem eine breite Masse bereits vertraut ist und darum einem bekannten Titel quasi automatisch an die Kinokasse folgt. Sei es, weil sie das Buch gelesen, den Vorgängerfilm/die TV-Serie gesehen, das Märchen gehört oder eben das Brettspiel gespielt hat. Der Nicht-Kassenerfolg der gehirnamputierten Filmadaption von „Battleship“ hat diesem Prinzip zumindest gewisse Grenzen aufgezeigt. Trotzdem ist die Hitliste der erfolgreichsten Kinofilme des Jahres nicht nur ein Beleg dafür, dass Hollywoods Großkonzerne kaum noch in etwas anderes als solche sicher kalkulierten Projekte investieren (also: in etwas wirklich originelles), sondern auch dafür, dass sie damit eben auch gut fahren. In den USA schafften es dieses Jahr insgesamt 26 Filme, mehr als 100 Millionen Dollar an der Kinokasse einzuspielen. Vom erfolgreichsten Film des Jahres „The Avengers“ (623 Millionen Dollar) bis zu Platz 26 auf der Liste („Journey 2: The Mysterious Island“, 103 Millionen Dollar) fallen 18 Filme unter das „Built-in audience“-Prinzip. Von den Top 15 sind es 11 Stück (Avengers, The Dark Knight Rises, Die Tribute von Panem, Breaking Dawn 2, Skyfall, The Amazing Spider-Man, Madagascar 3, Der Lorax, Men in Black 3, Ice Age 4, Snow White & the Huntsman), und wenn man das traditionell auch mit originalen, neuen Storys immer noch verlässlich erfolgreiche Animationsgenre mit einberechnet (plus drei, nämlich: „Merida“, „Ralph reicht’s“ und „Hotel Transsylvanien“) bleibt unter den Top 15 Filmen des Jahres genau einer übrig, mit dem man nicht von vornherein in dieser Liste kalkulieren konnte: Die Nummer 8, Seth MacFarlanes „Ted“. Man kann also sagen: 2012 war für die Geschäftsleute im Filmgeschäft ein gutes Jahr. Weil ihre Kalkulation über die Unberechenbarkeit des Publikumsgeschmacks triumphiert hat.

Das Filmjahr 2012 in Deutschland ist auch von daher mit einer sehr positiven Überraschung gesegnet gewesen, als dass der mit Abstand erfolgreichste Film in den deutschen Kinos all diese Berechenbarkeit ad absurdum führte. Keine Fortsetzung, keine Bestseller-Adaption, kein Animationsfilm, ja, nicht einmal ein Hollywoodstreifen. Und dabei gab es über 15 Filme, die ein besseres Startwochenende hinlegten als die schlussendliche Nr. 1. Und trotzdem: Der erfolgreichste Film des Jahres heißt mit 8,8 Millionen Zuschauern „Ziemlich beste Freunde“, und dieser Überraschungserfolg ist – egal, ob man den Film nun persönlich grandios findet oder nicht – vor allem deshalb so schön, weil es eine echte „Old School“-Erfolgsgeschichte ist. Ein Kinohit, wie man sich als Filmfan die Entstehung eines Kinohits wünscht. Ein Erfolg, der über Wochen und Monate wächst, weil ein Film so positive Mundpropaganda erzeugt, dass er allein darüber jede Woche aufs Neue mehrere hunderttausend Menschen ins Kino lockt und immer noch läuft, wenn die durch Werbemillionen hochgehypte Multimillionendollar-Ware längst wieder von den Leinwänden verschwunden ist. Ein verdienter Erfolg. Kein gekaufter, und kein kalkulierter.

Jenseits dieser durch und durch außergewöhnlichen Nummer Eins sind aber auch die deutschen Jahres-Kinocharts ein Spiegel des „Built-in audience“-Prinzips, mit denselben Verdächtigen, nur in anderer Reihenfolge. Jenseits der „Ziemlich besten Freunde“ bildet auch hier „Ted“ (Platz 6) so ziemlich die einzig rühmliche Ausnahme. Unter den 22 Filmen, die dieses Jahr in Deutschland mehr als eine Million Zuschauer ins Kino lockte, ist mit „Der Diktator“ (Platz 16) nur noch ein Film, der aus dem Schema ausbricht. Um hier ansonsten bemerkenswerte „Überraschungen“ zu finden, muss man sich schon an die besondere Liebe der Deutschen zur „American Pie“-Reihe halten (deren „Klassentreffen“ war in den USA eine Kinokassen-mäßig irrelevante Randnotiz, hier schaffte es mit 2,5 Millionen Zuschauern den achten Platz der Jahrescharts), oder die etwas absurde Tatsache, dass der erfolgreichste deutsche Film des Jahres – „Türkisch für Anfänger“, 2,4 Millionen Zuschauer, Platz 9 – die Adaption einer TV-Serie ist, die Zeit ihres Lebens unter viel zu niedrigen Einschaltquoten litt.

Wenn man beim Blick auf die nüchternen, nackten Zahlen bleibt, muss man weiterhin auch dieses Jahr festhalten, dass finanziell erfolgreiche Filme und qualitativ herausragende Filme (aus Cineasten-Sicht gesprochen) zwei verschiedene Dinge sind, die nicht viel miteinander zu tun haben. Ja, wir von Filmszene gehören zu den Leuten, die den neuen Bond absolut super fanden und freuen uns entsprechend, dass er mit sieben Millionen Zuschauern der zweiterfolgreichste Film des Jahres wurde. Und ja, auch die „Avengers“ (Platz 11) und „The Dark Knight Rises“ (Platz 7) waren außergewöhnliche Blockbuster-Ereignisse. Aber ansonsten muss man schon sehr, sehr weit die Liste hinunterschauen um die sonstigen Kandidaten zu finden, die sich so in den Jahres-Bestenlisten unserer Redakteure tummeln. Nur ein paar Beispiele: Der diesjährige Oscar-Gewinner „The Artist“: Platz 43, 665.000 Zuschauer. Alexander Paynes immerhin noch mit George-Clooney-Starpower bedachter „The Descendants“: ein Platz davor mit knapp viertausend Zuschauern mehr. Martin Scorseses „Hugo Cabret“: Platz 58 mit 520.000 Zuschauern. Michael Hanekes Cannes-Gewinner „Liebe“: Platz 97, 240.000 Zuschauer. Direkt dahinter: Wes Andersons „Moonrise Kingdom“. Und noch weniger Leute wollten Nicolas Winding Refns grandiosen „Drive“ sehen (Platz 102, 220.000 Zuschauer) oder Steve McQueens „Shame“ (Platz 129, 125.000 Zuschauer).

Diese sachlich-kühlen Zahlenspiele sollen jetzt nicht heißen, dass 2012 ein schlechtes Jahr fürs Kino war, denn letztlich können beide Seiten zufrieden sein: Die „voreingebauten“ Zuschauermassen hielten die Einnahmen für Kinobetreiber und Filmverleiher auf stabilem Niveau. Und für die Minderheit der Film-Genießer gab es immer noch genug wirklich schöne und originelle Filme zu sehen, die sich zum Glück auch mit übersichtlichen Zuschauerzahlen noch rechnen und ihre Produzenten nicht in den Ruin treiben, nur weil sie sich trauen, etwas anderes auszuprobieren. Solange die Filmszene-Redakteure alljährlich im Dezember wieder zu stöhnen beginnen, weil sie gar nicht wissen, wie sie die ganzen tollen Filme eines Jahrgangs in ihrer Top Ten-Liste unterbringen sollen, kann es so schlimm nicht gewesen sein. Nur auf die Geschäftsleute aus Hollywood sollte man halt wirklich nicht mehr bauen wenn es darum geht, sich auf spannende, ungewöhnliche neue Filme zu freuen. Ein Auszug des Hollywood-Produktions-Lineups für 2013: Stirb langsam 5, Hänsel & Gretel: Hexenjäger, G.I. Joe: Die Abrechnung, Iron Man 3, Star Trek: Into Darkness, Fast & Furious 6, Hangover 3, Die Monster Uni, Man of Steel, Ich – einfach unverbesserlich 2, Kick-Ass 2, Kindsköpfe 2, The Wolverine, Die Schlümpfe 2, Die Tribute von Panem 2, Der Hobbit 2. Und Wiederaufführungen in neuer 3D-Version von „Jurassic Park“, „Independence Day“, „Findet Nemo“ sowie „Star Wars Ep. 2 & 3“. Öfter mal was Neues. In diesem Sinne: Allen Filmszene-Lesern frohe Weihnachten, guten Rutsch und auf ein aufregendes Kinojahr 2013. Auch da wird sich bestimmt noch etwas finden, wo die Zuschauerschaft noch nicht voreingebaut wurde.

 

Die Tops und Flops im Kinojahr 2012 aus Sicht unserer einzelnen Redakteure

Frank-Michael Helmke

 

Top Ten

Drive
The Descendants
Warrior
Dame, König, As, Spion
The Avengers
Skyfall
The Artist
Young Adult
Moneyball - Die Kunst zu gewinnen
Hugo Cabret

 

Flop Five
Total Recall
Act of Valor
Zorn der Titanen
Rock of Ages
Merida - Legende der Highlands

 

 

Patrick Wellinski

 

Top Ten

Once upon a time in Anatolia
Holy Motors
Tabu
Liebe
Chico und Rita
Barbara
Dame, König, As, Spion
Haus der Sünde
Young Adult
Police, adjective

 

Flop Five
John Carter
Skyfall
Drive
360
Beasts of the Southern Wild

 

 

Maximilian Schröter

 

Top Ten

Liebe
The Descendants
We need to talk about Kevin
Drive
Shame
Hugo Cabret
The Artist
Prometheus
Verblendung
Arirang

 

Flop Five
Battleship
Bel Ami
Zettl
To Rome with love
Dark Shadows

 

Volker Robrahn
 

Top Ten

Skyfall
Beasts of the Southern Wild
The Avengers
The Descendants
Die Muppets
The Artist
Drive
Die Tribute von Panem
Savages
The Dark Knight Rises

 

Flop Five
Zettl
Merida - Legende der Highlands
The Apparition
Breaking Dawn 2
Die eiserne Lady

 

 

Margarete Semenowicz

 

Top Ten

Pieta
Liebe
Once upon a time in Anatolia
Monsieur Lazhar
Der Junge mit dem Fahrrad
Take Shelter
Barbara
The Artist
Holy Motors
Drive

 

Flop Five
Bollywood 
Russendisko
Tag und Nacht
Müll im Garten Eden
Simon

 

 

Johannes Miesen

 

Top Ten

Drive
Shame
Verblendung
Take Shelter
Hugo Cabret
Ziemlich beste Freunde
Die eiserne Lady
Moneyball - Die Kunst zu gewinnen
The Grey - Unter Wölfen
The Descendants

 

Flop Five
Savages
Haywire
Men in Black III
The Amazing Spider-Man
Der Diktator

 

Simon Staake

 

Top Ten

Drive
Warrior
Skyfall
The Grey - Unter Wölfen
The Avengers
The Cabin in the Woods
The Dark Knight Rises
Looper
Hugo Cabret
The Artist

 

Flop Five
Prometheus
Zorn der Titanen
Die Frau in Schwarz
Snow White & the Huntsman
Underworld: Awakening

 

René Loch

 

Top Ten

The Artist
The Dark Knight Rises
Skyfall
Oh Boy
Drive
The Cabin in the Woods
Ziemlich beste Freunde
The Avengers
Liebe
Moonrise Kingdom

 

Flop Five
Harodim
Iron Sky
Chico und Rita
Beasts of the Southern Wild
Merida - Legende der Highlands

 

 

Matthias Kastl

 

Top Ten

We need to talk about Kevin
The Grey - Unter Wölfen
Drive
Liebe
Shame
Skyfall
Looper
The Avengers
The Artist
Argo

 

Flop Five
 
 
 
 
 

 

 
Frank-Michael Helmke

HUHU!

Was war denn da noch für ein kleines Meisterwerk: Ach ja!

Cloud Atlas!!

...!

Yeah!

1. Moonrise Kingdom
2. Drive
3. Beast of the Southern Wild
4. Life of Pi
5. Young Adult
6. Looper
7. The Descendants
8. Argo
9. Prometheus (die erste Stunde)
10. - (mehr fällt mir nicht ein... ein mageres Jahr)

Aaargh! (Mehr aus Enttäuschung, als im Sinne von "schlecht")

1. Der Hobbit
2. The Dark Knight Rises
3. Dark Shadows
4. Verblendung
5. Prometheus (die zweite Stunde)

2012

Die Listen hier sind durchzogen von Filmen, die eigentlich schon 2011 gestartet sind, nur eben nicht in Deutschland. Hier mal eine mit (guten) Filmen / Dokumentationen, die wirklich alle von 2012 sind:

- Jiro Dreams of Sushi
- Samsara
- Compliance
- Dredd
- Life of Pi
- Moonrise Kingdom
- End of Watch
- Tim & Eric's Billion Dollar Movie (ok, mehr oder weniger nur des Titels wegen ;-))
- Chronicle
- The Pirates! Band of Misfits

Die meisten Dickschiffe von diesem Jahr litten fast alle unter unberechtigter Überlänge oder kamen schlicht nicht übers Mittelmaß hinaus.

Kinoauswertung 2012

Meine Top 5 sind:
1. Drive
2. Moonrise Kingdom
3. Looper
4. Skyfall
5. Beasts of the Southern Wild

Lobende Erwähnung:
6. The Grey
7. Cabin in the Wood
8. Ides of March
9. Sleep Tight
10.Prometheus

Enttäuscht hatten:
The Dark Knight Rises, Dame, König, As, Spion,Moneyball, Lachsfischen im Jemen

Ich bewerte mein Kinojahr

Ich bewerte mein Kinojahr 2012, also alle Filme, die ich 2012 zum ersten Mal im Kino (nicht auf DVD, im Flugzeug oder aus "anderen Quellen") gesehen habe. Egal ob im normalen Kino, in der Sneak oder auf Festivals. Aber nur reguläre Kinostarts.
1. We Need to Talk About Kevin
2. Argo
3. Cabin in The Woods
4. The Dark Knight Rises
5. Liebe
6. Ruby Sparks
7. 7 Psychos
8. Ralph reichts
9. Life of Pi
10. Looper
Wow, jetzt wo ich die Liste erstelle, sehe ich erst, wie stark dieses Jahr in der Breite wirklich war! Die Plätze 2-9 sind so dicht beianander, dass sich vieles je nach aktueller Stimmung ändern kann...
Und es gibt noch mehr Filme, die in einer solchen Top10-Liste gut aufgehoben wären...
Daher hier noch die Kategorie
Filme, die haarscharf an der Top10 vorbeigerauscht sind und es in den meisten anderen Jahren geschafft hätten:
Drive, The Avengers, Descendants, Ziemlich beste Freunde, Moonrise Kingdom
In der Spitze finde ich das Jahr übrigens nicht ganz so gut.
"We Need to Talk About Kevin" ist klasse, kommt aber nicht an "Gott des Gemetzels" (2011), "Inception" (2010), "Inglorious Basterds" (2009), "The Dark Knight" (2008) heran...
Ansonsten noch " sehr gut", dieses Jahr:
The Grey, Killer Joe, Violet & Daisy, Der Diktator, Der Verdingbub, Michael, Chronicle, Heiter bis wolkig, Dame König As Spion, Verblendung, Hugo Cabret
Ansonsten noch "gut" dieses Jahr:
Der Hobbit, Crashkurs, Chico & Rita, Savages, Die Tribute von Panem - The Hunger Games, Martha Marcy May Marlene, Sleep Tight, Türkisch für Anfänger, ParaNorman, Fast Verheiratet, Best Exotic Marigold Hotel, Der Aufsteiger, Der Vorname, Cloud Atlas, Iron Sky, Eden, End of Watch
Ansonsten noch "ok", dieses Jahr:
Total Recall, Hasta la Vista, Young Adult, The Expendables 2, J. Edgar, Ted, The Amazing Spiderman, 21 Jump Street, Sons of Norway, Die Qual der Wahl, The Artist, Chinese zum Mitnehmen, The Raid, 96 Hours - Taken 2, Beasts of the Southern Wild, Premium Rush, Ice Age 4 - Voll verschoben, Hotel Transsilvanien, Dark Shadows, Offroad, Russendisko, Das Schwergewicht, Safe - Todsicher, Und wenn wir alle zusammenziehen?, Switch - Ein mörderischer Tausch, Doomsday Book - Tag des jüngsten Gerichts, James Bond 007 - Skyfall, American Pie - Das Klassentreffen
Ansonsten noch "schlecht" dieses Jahr:
Mann tut was man kann, Rubbeldiekatz, Ein riskanter Plan, Prometheus, Project X, Die Kunst zu lieben
Ansonsten noch "absolut grottig" dieses Jahr:
Totem, Cosmopolis, Evidence - Überlebst du die Nacht?
Enttäuschungen:
Promotheus: Mehr als "ganz gut" hatte ich gar nicht erwartet. Er hatte dann sehr gute Bilder, aber eben nicht mehr. Entsprechend ganz klar eine Enttäuschung.
Cosmopolis: Ich hatte gar keine richtige Erwartung, aber so furchtbar langweilig und schlecht/verschwurbelt hätte ich diesen Film nicht erwartet.
Young Adult: Nach Juno und Up in the Air hab ich mich auf einen Top-Film eingestellt. Leider war das beste für mich die Rolle von Patton Oswalt. Fand den Film nicht allzu gut...
Project X: Hatte zumindest was lustiges, wenn auch niveauloses erwartet. Lustig war es aber selten.
Ted: Die erste Hälfte (oder nur erste halbe Stunde? Weiß nicht mehr), als sich der Film auf das konzentriert was er kann, nämlich Witze, war sehr geil. Dann versucht der Film plötzlich eine Geschichte zu erzählen (das ganze Entführungszeugs und die Beziehung von Kunis + Wahlberg, die ja vorher schon nervt). Und da er das überhaupt nicht kann, ist das nicht gut. Da derweil aber auch viel weniger Humor eingesetzt wird, leidet der Film extrem am zweiten Teil. Schade...
J. Edgar: Von Clint Eastwood mit einem guten Trailer, einem interessanten Thema und einem guten Hauptdarsteller hatte ich einen Klasse-Film erwartet. War leider unspannend und teilweise verworren. Nur durchschnittlich.
The Artist: Ja, ganz nett war er schon. Und einige einzigartige Ideen waren dabei. Aber ein Meisterwerk? Für mich nicht!

Lustigstes Kino-Erlebnis 2013: Totem beim Max-Ophüls-Festival: Ein absurd schechter Film, mit Schauspielern, die nicht gut waren, Drehbuch-Ideen, die in ihrer Verrücktheit eine Mischung aus Monty Python, Mitten im Leben und Fieberträumen eines geistig Verwirrten boten, dabei aber ernstgemeint waren! Und die Leute haben den Film ernsthaft angeschaut und gut gefunden! Irgendwann ist es aus einem von uns herausgeplatzt und dann waren alle Dämme gebrochen und wir waren alle nur noch im Lachen. Das war der größte Lachflash, den ich seit langem hatte!

Wird noch nachgeholt:
Men in Black 3
Merida
Die Piraten - Ein Haufen merkwürdiger Typen
Auf der Suche nach einem Freund für das Ende der Welt
Die eiserne Lady
Shame
Das Bourne Vermächtnis
John Carter
Die Vermessung der Welt
Barbara
My Week with Marylin
Unser Leben
Starbuck
Die vierte Macht
Das Turiner Pferd
Take Shelter

Wo geht die Reise...

... für das Kino hin?
Hoffentlich bleibt neben den Melkmaschinen der leidigen Fortsetzungen noch Platz für Filmkunst und neue Ideen.

Meine Top 5 für 2012:
- Die Prinzessin von Montpensier (zwar von 2010, habe ihn aber erst dieses Jahr im Kino gesehen)
- Die Königin und der Leibarzt
- Argo
- Ziemlich beste Freunde
- Merida

Flop 3:
- Cold Blood
- Die eiserne Lady
- Dame, König, As, Spion

Meine Top 10 ...

http://www.imdb.com/list/TnOyCaqddJo/?publish=save

In diesem Sinne vielen Dank für diesen Abschluss des Jahres und die anderen lesenswerten Beiträge! :-)

Bommel

Danke Filmszene für 2012, auch dieses Jahr wurde ich von euch wieder gut durch die Filmlandschaft geführt :)

Gab es die letzten Jahre zumindest einzelne Highlights (Slumdog Millionaire, Tödliches Kommando, Black Swan), finde ich für 2012 keinen Film, welchem ich das Prädikat "Meisterwerk" geben könnte.

Gut unterhalten haben mich:
- Drive
- Looper
- Skyfall
- Warrior
- Avengers

Die für mich brutalste Enttäuschung war für mich The Dark Knight Rises. Nach dem zweiten Teil mit Heath Ledger in seiner letzten Rolle hätte man den dritten Teil wohl doch streichen sollen. Ähnlich verhält es sich mit dem Hobbit. Der allergrößte Schund des Jahres war jedoch Schneewittchen mit Julia Roberts.

Wie hier bereits geschrieben, sind es vernünftige Serien aus den USA, die einem die unoriginellen und anspruchslosen Kinofilme vergessen lassen. Breaking Bad, Dexter, Game of Thrones etc.

Frohes Neues

Alle Jahre wieder

Alle Jahre wieder ein schön zu lesender Abschluss des Kinojahrs und die lang erwarteten Top 10 und Flop 5.
Was die Build-in-Publikum-Filme angeht würde ich selbst "Ted" dazu zählen. Für Fanboys von Ameican Dad, Family Guys und Robot Chicken (zu denen ich mich ganz klar zähle) ist der Name Seth MacFarlane quasi schon Grund genug den Film zu sehen. Somit bringt der FIlm eine nicht zu unterschätzende Build-in TV-Gemeinde mit. Aus diesem Grund wurde ja auch mit den Schlagworten "vom FamilyGuy Erfinder" geworben.
Aber das sind letztlich Haarspaltereien. Wenn man so will ist selbst meine größte Perle des Kinojahres "Moonrise Kingdom" mit Build-in-Publikum versehen, da Wes Anderson für eine kleine Fangemeinde wiederum Zugpferd genug ist... (ok ok ich bewege mich auf dünnem Eis. Belassen wir es dabei). Den Geringen Finanziellen Erfolg hierzulande schiebe ich jedoch nicht zuletzt auf die Veröffentlichungsstrategie. Mir war es nur unter Anstrengungen möglich den Film überhaupt im Kino zu genießen. Laufpublikum konnte er in meiner Region definitiv nicht mitnehmen.

Leider auch "Alle Jahre wieder" folgender Satz aus meinem Munde:
Was ein schwaches Kinojahr!

Viele Filme die konsumiert werden konnten, wenige Filme die langanhaltend im Gedächtnis blieben.
Für alle die es interessiert (und noch mehr, weil ich einfach gerne darüber nachgrübbel)
Hier meine Top 10 und Flop 5

TOP 10
1. Moonrise Kingdom (unangefochten!)
2. Warrior
3. Young Adult (nachhaltig beeindruckend, weil konsequent gegen die Erwartunghaltung und ohne Klischee-Ende)
4. Avengers (Popcornkino aber in Perfektion)
5. The Grey (ich unterstütze nicht ide Darstellung des "bösen Wolfs" davon ab aber intensiv und packend)
6. Cloud Atlas (Nicht jeder Handlungsstrang perfekt, aber insgesamt beeindruckend vielseitig)
7. Cabin in the Woods (Genreperle)
-------------------------------------------------------------------------------------------------
8.- 10. Hier streiten sich Filme um die Plätze die eigentlich nicht mehr als eine lobende Erwähnung (Danke an meinen Vorredner für die Idee) verdient haben. Leider gab das Kinojahr keine 10 wirklich guten Filme her.

Lobende Erwähnungen:
Tribute von Panem
Looper
Chronicle
Ziemlich beste Freunde

Flop 5:
1. Man with the Iron Fists (unterirdisch)
2. Dark Knight Rises (enttäuschend und voller ärgerlichem Blödsinn)
3. Total Recall (vollkommen unnötiger Mumpitz)
4. Prometheus (ähnliche Probleme wie Dark Knight Rises)
5. Zorn der Titanen (ähnlicher Rotz wie Platz 1.)

Zum Schluss noch die Filme die ich nicht sehen konnte, welche aber mit großen Erwartungen verknüpft sind/waren:

Shame
Argo
Ralph reichts
The Hunter
Die Vermessung der Welt

und zwei Filme die ich bis heute nicht beurteilen kann, weil sie mir überhaupt nicht gefallen haben, aber trotzdem definitiv nicht "schlecht" waren:
The Artist
Drive

In diesem Sinne:
Auf ein neues, bessere Kinojahr 2013

Gute Zusammenfassung des Jahres

Mich wundert es das Grey so großen Anklang gefunden hat, werde ihn mir doch einmal anschauen müssen.
Meine Liste dieses Jahr wäre:
ungeordnet:
TDKR
Abraham Lincoln( ist zwar in Deutschland noch nicht draußen, aber Daniel Day Lewis einfach ein Schauspiel gott!)
Drive
Shame
Argo
Looper
Avengers
Skyfall
Wreck it Ralph
moneyball
Warrior

Flops
Hobbit
Ted
Tribute von Panem
Battleship(schlimm genug das mich meine Freunde breitgetreten haben diesen Rotz anzuschauen)

gab sicher noch mehr, aber wohl schon verdrängt.
Django, Abraham lindoln und der große gatsby kommen bei uns ja erst nächstes jahr ins Kino, könnte man als Randnotiz noch erwähnen.

Vielen Dank für die Zusammenfassung

Top 10:

1. Drive
2. Killing them softly
3. Der Hobbit
4. Shame
5. Moonrise kingdom
6. Take shelter
7. The grey
8. Moneyball
9. Skyfall
10.Dame, König, As, Spion

Lobende Erwähnung:

1. Looper
2. Savages
3. Cabin in the woods
4. Verblendung
5. The dark knight rises

Flop

1. The descendants
2. The artist

Habe allerdings weder Pieta, Liebe, Life of Pi oder Beasts of the southern wild gesehen. Bisher.
2.

French Muffin

Where is Argo in your lists ???
I have not seen all your top ten movies but for sure Argo should be in it !!! a bit disappointed here...
It is in my top five... even maybe my first... well, we cannot all agree.

Zeligs Top-Filme 2012

Dieser Built-in-Film Trend ist wirklich das Grauen. Und dieses Filmjahr war es auch. Selten hatte man so wenig Grund ins Kino zu gehen. Zu einer Top-Ten reicht es deshalb gar nicht.

Vier absolute Highlights gab es trotzdem:

1. Drive
2. Shame
3. Liebe
4. Take Shelter

Ebenfalls recht lohnenswert:

5. Ruby Sparks
6. We need to talk about Kevin

Wenn es gute Stoffe nicht mehr auf die Leinwand schaffen, bleiben glücklicherweise zumindest hervorragende TV-Serien auf DVD. BREAKING BAD oder THE WIRE sind herausragende Beispiele. Hier muß man auch nicht bangen, ob es der Film aufgrund der Verleihpolitik (zumal in der OV oder OmU Version) überhaupt in ein deutsches Kino schafft. Selbst in einer Großstadt wie Hamburg laufen viele Filme, die durchs Feuilleton rauschen noch nicht mal mehr an, oder wenn, zu unmöglichen Zeiten auf Mini-Leinwänden.

Ja, eine gut geschriebene,

Ja, eine gut geschriebene, informative Zusammenfassung. Ich freue micht trotz allem auf das Kinojahr 2013 - denn wie im Rückblick schon angeklungen: die besten Filme treffen Dich unerwartet.

Schöne Jahreszusammenfassung!

Schöne Jahreszusammenfassung! Ich persönlich halte ziemlich beste Freunde auch für einen "build-in" Film: Zwei grundlegend verschiedene Menschen-am Besten mit unterschiedlichen Hautfarben-freunden sich an...x-mal gesehen......ps. soweit ich weiß wurde Independence Day 3D gestrichen...

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