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13 Semester

13 Semester
komödie , deutschland 2009
original
regie
frieder wittich
drehbuch
frieder wittich
cast
max riemelt,
claudia eisinger,
robert gwisdek,
alexander fehling, u.a.
spielzeit
101 Minuten
kinostart
7. Januar 2008
homepage
http://www.13semester.de
bewertung

7 von 10 Augen

 

Von der Provinz in - na gut, nicht gerade die ganz große Welt, aber immerhin an die Uni von Darmstadt. Für Momo (Max Riemelt) auf jeden Fall ein Fortschritt und zusammen mit seinem alten Kumpel Dirk (Robert Gwisdek) sieht er dem gemeinsamem Studium der Wirtschaftsmathematik optimistisch entgegen. Allerdings fällt die Bewältigung des abstrakten Stoffes dem zielstrebigen Dirk wesentlich leichter, und dass sich Momo erstmal mit einer langwierigen Wohnungssuche herum schlagen muss, macht das Ganze auch nicht einfacher. Allerdings lernt er durch seinen neuen Mitbewohner Bernd (Alexander Fehling) auch Traumfrau Kerstin (Claudia Eisinger) kennen. Und die folgenden Semester entwickeln sich zum Balanceakt zwischen Beziehungspflege, genialen Geschäftsideen und der Vorbereitung auf die drohende Abschlussprüfung.

Ob "13 Semester" nun tatsächlich die erste deutsche Komödie über das Studentenleben darstellt lassen wir mal dahingestellt. Fakt ist jedoch, dass man es als Kinogänger wesentlich öfter mit mehr oder weniger amüsanten Schilderungen des Alltags von hormongetriebenen Schulpflichtigen zu tun bekommt als mit den schon etwas älteren Unibesuchern. Nun wäre aber ein reiner Schauplatzwechsel allein ja noch nicht besonders interessant, doch bietet das Kinodebüt des ehemaligen Werbefilmers Frieder Wittich erfreulicherweise ein bisschen mehr. Denn während auch der Trailer und das mit ein paar flachen Schlagworten angereicherte Filmplakat noch auf einen eher deftigen Schwank für die etwas jüngere Zielgruppe hindeuten, stellt sich der Regisseur und Co-Drehbuchautor der Herausforderung, sechs Jahre Studium in knapp 100 Minuten abzuhandeln.
Was erstaunlicherweise auch einigermaßen überzeugend gelingt, da sämtliche Hauptcharaktere innerhalb dieser Zeit eine spürbare Entwicklung durchlaufen. Die wird dann zwar etwa beim strebsamen Dirk, der sich rasant dem glatten Businessleben anpasst, noch etwas knapp und oberflächlich geschildert, gerät aber bei den zentralen Figuren schon viel ansprechender. Denn wenn nach mehreren vergeblichen Anläufen der nicht immer souverän agierende Momo endlich seine Traumfrau erobert hat, sind die meisten ähnlich gelagerten Werke oft bereits am Ende ihrer Erzählung angelangt. Hier jedoch löst sich keineswegs alles in Wohlgefallen auf, sondern werden wir Zeuge einer zwischen diversen Zwängen und falsch gesetzten Prioritäten immer schwieriger werdenden Beziehung, die dann auch schließlich (erstmal) nicht mehr weiter geht. Irgendwann ist Momo nämlich am absoluten Tiefpunkt angelangt und muss sich schon verdammt zusammenreißen, bevor sich doch wieder neue Türen öffnen. Vor allem in dieser Phase erreicht der Film eine Art "melancholischen Realismus" und darf bei nicht wenigen aktuellen oder ehemaligen Studenten durchaus auf einen gewissen Wiedererkennungswert mit Identifikationspotential spekulieren.

Hauptdarsteller Max Riemelt ("Napola", "Die Welle") trägt die Geschichte dabei souverän und sympathisch über alle Klippen und bekommt auch ausreichend Gelegenheit starke Emotionen zu zeigen. Claudia Eisinger ("Meer is nich'") ist als seine Partnerin nicht nur "Love Interest" und Stichwortgeberin, sondern weder einfach zu erobern noch zu halten und außerdem oft mit mehr Durchblick und Weitsicht ausgestattet als unser tragikomischer Held. Zum erfrischenden Eindruck, mal etwas Neues geboten zu bekommen, trägt dann zusätzlich noch der Schauplatz "Darmstadt" bei, ein in der deutschen Filmgeschichte bisher zwar nicht wirklich vermisster, aber zumindest in diesem Falle allemal passend gewählter Ort, denn hier prägen Uni und Studenten die Umgebung doch wesentlich stärker als in einer der üblichen, sonst immer gern genommenen Großstädte.
Und so gilt es für diesen zwar nicht durchgehend witzigen und mitunter dann doch etwas zu gedrängt wirkenden Film also, eine ordentliche Gesamtnote und ein zufriedenstellendes Abschlusszeugnis auszustellen. Oder mit anderen Worten: Eine klare Empfehlung, nicht nur für Studenten.

Volker Robrahn

10

Klasse Film!
Hab ihn auf der Premiere im Audimax an der TU Darmstadt gesehn und war total begeistert, eben weil hier NICHT die typischen Highschool/College-Zoten abgezogen werden, sondern durchaus auch ein ernster Unterton mitschwingt. Und das der Film komplett (bis auf den unsäglichen Waschsalon in Offenbach^^) an meiner Uni gedreht wurde, sorgt natürlich auch noch für 1-2 Äuglein mehr...aber das ist mir in dem Fall sowas von egal (auch wenns noch so subjektiv ist), weil Darmstadt einfach ROCKT! Punkt!^^

ähm.. Darmstadt ? wo liegt das nochmal ? ;-)

@Xforaneye
bei Griesheim..

8

Habe den Film gestern auf Sky gesehen, wollte damals schon ins Kino, aber hat zeitlich mal wieder nicht geklappt.
DFand ihn für einen deutschen Film sehr erfrischend und auch witzig und unterhaltsam.
Das Studentenleben ist meiner Meinung nach realistisch dargestellt, also die verschiedenen Typen von Studenten etc.
Schauspieler sind top, Kameraführung /Schnitt erfrischend anders für einen deutschen Film (es tut mir leid, dass ich das so oft sagen muss)
Definititv zu empfehlen!

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