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28 Tage

28 Tage
drama , usa 1999
original
28 days
regie
betty thomas
drehbuch
susannah grant
cast
sandra bullock,
viggo mortensen,
dominic west,
steve buscemi,
elizabeth perkins, u.a.
spielzeit
105 Minuten
kinostart
27. April 2000
homepage
bewertung

6 von 10 Augen

28 Tage – für diesen Zeitraum muss die New Yorker Autorin Gwen Cummings (Sandra Bullock) in eine Entzugsanstalt. Dabei hatte sie doch wie immer nur mit ihrem Freund Jasper (Dominic West) ein bisschen Spaß und noch ein bisschen mehr Alkohol und Tabletten gehabt. Dumm nur, dass sie nicht nur ihrer Schwester Lily (Elizabeth Perkins) die Hochzeit versaut hat, sondern auch ein fremdes Auto im Drogenrausch in eine Veranda setzte. 28 Tage Reha statt Knast – auch wenn Gwen kaum einen Unterschied sieht. Ihr Handy wird konfisziert, statt Zigaretten kann man sich nur mit Süßigkeiten eindecken und – das allerschlimmste – die Mitpatienten bilden dauernd Kreise und singen „Lean on me“. Gwens erste Reaktion ist trotzige Ablehnung und Verweigerung. Anstaltsleiter Cornell (Steve Buscemi) gelingt es nur sehr langsam, ihr zu vermitteln, was für eine Chance ihr geboten wird. In einem mühsamen und schmerzhaften Erkenntnisprozess muss Gwen lernen, welchen Preis das Leben auf der Überholspur fordert. Welch Glück, dass ihr der simpel-sympathische Footballstar Eddie (Viggo Mortensen) zur Seite steht ...

„Dies ist das Solideste, was ich bisher machen durfte“ sagt Sandra Bullock über ihre Rolle der Alkoholikerin Gwen und mag damit sogar recht haben. Schließlich umfasst das filmische Oeuvre von Miss Bullock auch solche Heuler wie „Speed 2“ oder „Eine zweite Chance“. Zur Charakterrolle macht das ihre Darstellung hier allerdings noch lange nicht, und so tut Miss Bullock das, was sie am Besten kann: Mit großen Knopfaugen niedlich in die Kamera schauen. So was nennt man zwar Appellieren an die niedersten Instinkte, aber es funktioniert: Frauen haben sooo viel Mitgefühl und Männer können den Beschützerinstinkt kaum verhehlen. Für schauspielerische Glanzlichter sorgen hier andere, allen voran Dominic West. Sein Jasper ist ein brillanter Verführer, ein Mephisto mit unverschämt gutem Aussehen und dem Verhalten, das wir alle gern an den Tag legen würden. Zwar ist er der Logik des Films nach der „Bösewicht“, aber so mancher wird sich insgeheim wünschen, so zu sein bzw. einen Freund zu haben wie ihn. Ebenfalls merken sollte man sich Azura Skye, die aussieht wie eine jüngere Drew Barrymore und dementsprechend den so drogen- wie Soap Opera-süchtigen Teenager Andrea mit großer Fragilität spielt. Perkins als harte Schwester ist hervorragend, Mortensen als netter (und tumber) Kerl durchschnittlich und Steve Buscemi verdient sich mit der bestenfalls routinemäßig gespielten Leistung hoffentlich wenigstens die Dollar für eines seiner Independentprojekte. Der Rest des Casts gibt die lustige Patientengruppe mit den üblichen Stereotypen: Verbitterter Alter, schwungvolle Schwarze etc. Wie passend, dass der schwule und lispelnde Balletttänzer Gerhard (!) Deutscher ist.

Was für den Cast gilt, gilt in etwa auch für die Inszenierung: Man hat das alles schon mal gesehen, zwar schon schlechter, aber auch schon weitaus besser. Konventionell wird die Geschichte heruntergespult und leidet zudem unter der gelackten Hollywoodoberfächlichkeit: „28 Tage“ ist Trinkerdrama light: Die Patienten sind immer eine Spur zu fröhlich und Sandra Bullock geht es auch an den Tiefpunkten immer noch eine Spur zu gut. Aufrichtig wirkende Szenen wie das Gespräch zwischen den Schwestern am See sind leider zu selten, als dass der Film als ernstzunehmendes Drama funktionieren könnte. Wenigstens werden die Klippen der Langeweile weitestgehend umschifft, und „28 Tage“ gelingt es über 100 Minuten den Zuschauer gut zu unterhalten. Eine richtig gelungene Aufarbeitung eines ernsten Themas ist es also nicht geworden, aber immerhin ein netter Unterhaltungsfilm mit sozialkritischem Ansatz, der niemandem sonderlich doll weh tut. Und auch darauf sollte man doch einen trinken können. Na denn, Prost.

Simon Staake

10

der film is super toll hab ihn echt ziemlich oft gesehn ich denk schon das ich das ganze ende gesehn hab.... was mich interessiert ich will wissen wie sie das mit dem Kaugummipapier gemacht hat weiß des jemand???

10

Hey ! Der Film ist mega geil ! vor allem Viggo Mortensen.( ehrlich gesagt hab ich den Film nur wegen ihm gegukt ^^ ) Aber die Story ist echt toll ! Der Film war auch witzig genug zum arschablachen .

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