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8 Mile

8 Mile
drama , usa 2002
original
regie
curtis hanson
drehbuch
scott silver
cast
kim basinger,
brittany murphy,
eminem,
mekhi phifer, u.a.
spielzeit
110 Minuten
kinostart
2. Januar 2003
homepage
bewertung

8 von 10 Augen

Dass sich mit Rap-Enfant Terrible Eminem nun der nächste Musikstar als Schauspieler versucht, gibt erst einmal Grund zur Skepsis, ruft sein auf vielen autobiografischen Details basierender Film "8 Mile" doch höchst unangenehme Erinnerungen an Mariah Careys konzeptuell ähnlich gelagertes Totaldesaster "Glitter" hervor. Doch diese Sorge ist vor allem aus zwei Gründen unnötig: Erstens erzählt "8 Mile" keine hochglanzpolierte Geschichte vom traumhaften Aufstieg, sondern zeigt den harten Kampf vor dem Durchbruch, und zweitens ist Eminem - und das ist schon eine kleine Überraschung - ein richtig guter Schauspieler.

Man sollte indes nicht den Fehler machen, "8 Mile" als tatsächliche Autobiografie des Rappers zu betrachten und jedes Detail als aus Eminems eigenem Leben übernommen zu sehen. Auch wenn der hier portraitierte weiße Nachwuchs-Rapper um Anerkennung in der selbstverständlich schwarzen HipHop-Szene von Detroit buhlt, auch wenn er bei seiner erzieherisch völlig versagenden Mutter in einem Wohnwagen-Park lebt. Die Unterschiede zum sattsam bekannten persönlichen Hintergrund Eminems sind deutlich genug, um den von ihm dargestellten Jimmy Rabbit als eigenständigen Charakter zu akzeptieren, dessen Geschichte dann auch ihre ganz eigene Dynamik entwickelt.
8 Mile - um den Titel kurz zu erläutern - ist eine Straße in der Autoindustrie-Metropole Detroit, die ziemlich genau die Demarkationslinie zwischen weißen und schwarzen Vierteln bildet, und so hat es jemand wie Jimmy Rabbit mit seinen Ambitionen zum Rapper nicht einfach, findet die gesamte Szene doch eben jenseits der 8 Mile statt, wo man als Weißer schon von vorn herein schief angeguckt wird. Trotz der immer wieder erfolgenden Aufmunterung seiner von seinem Talent überzeugten Freunde findet Jimmy nicht den Mut für den entscheidenden Schritt nach vorn: Als er bei seinem ersten Auftritt während eines HipHop-Battle (zwei Rapper beschimpfen sich 45 Sekunden lang in stilistisch möglichst kreativer Weise, der Sieger kommt eine Runde weiter) das Mikro in die Hand kriegt, bekommt er kein einziges Wort heraus. Ähnlich aussichtslos läuft es privat: Frisch von seiner Freundin getrennt, zieht Jimmy wieder bei seiner Mutter (fabelhaft verkörpert von Kim Basinger) im Wohnwagen ein, nimmt einen dumpfen Metallpresse-Job in einer Autofabrik an und verliert sich selbst zusehends in einem Dasein ohne Perspektive.
Der eigenständig zu findende Weg aus dieser Misere wird langsam gezeichnet, und so erzählt "8 Mile" die meiste Zeit auch keine sich stetig entfaltende Geschichte, sondern versucht sich am Entwurf eines möglichst realistischen Bildes der damaligen HipHop-Untergrundszene in Detroit - und genau das gelingt vorzüglich. Selbst wenn inzwischen Stimmen von Zeitzeugen laut geworden sind, die an diversen Details etwas auszusetzen hatten und dem Film Verklärung vorwarfen - entscheidend ist das Gefühl, das "8 Mile" seinen Zuschauern vermittelt, und dieses ist geprägt durch greifbare Authentizität, eine gewisse Härte und Direktheit und dem Eindruck, hier fast dokumentarisches Material zu sehen.
Zu verdanken ist dies auch dem konsequenten Stil von Regisseur Curtis Hanson (seit "L.A. Confidential" allgemein anerkannt als Meister seines Fachs), der mit sehr mobiler Kamera immer hautnah bei seinen Darstellern ist und mit viel Bewegung vor allem die besondere, spontane Dynamik des Freestyle-Rappens einzufangen weiß. Und genau hier schwingt sich "8 Mile" in seinem Anspruch eines realgetreuen HipHop-Films zu seinen wahren Höhen auf: Die Szenen freien Drauflos-Reimens und gerade der "Showdown" bei einem weiteren Battle schaffen es, den besonderen Reiz und die spezielle, raue Poesie des Musikstils greifbar zu machen und lassen niemanden kalt. Die Sprachartistik ist beizeiten so beeindruckend, dass man sich selbst im Kinositz kaum den einen oder anderen Anfeuerungsruf verkneifen kann. Was hier indes auch aufkommt, ist die Angst vor der deutschen Synchronisation: Vergangene Versuche, Rap-Texte im Film zu übersetzen (z.B. bei "Black and white") endeten in hochgradigen Peinlichkeiten, so dass zu hoffen bleibt, dass die diversen Performances unangetastet bleiben. Um diese in ihrer Kunstfertigkeit dann aber auch richtig schätzen zu können, braucht man zwei konzentriert zuhörende Ohren und gute Englisch-Kenntnisse.
Der Realismus-Anspruch des Films sitzt, auch weil die trostlose Wohnwelt des Trailer-Parks ebenso eingefangen wird wie die Härte auf den Straßen, wo ein falsches Wort urplötzlich zu einer Knarre im Gesicht führen kann. Von übermäßiger Brutalität sieht "8 Mile" ab, findet dafür aber erfreulich viele Momente absurd-alltäglichen Humors, die ihren Beitrag leisten, den Film insgesamt so "echt" wirken zu lassen.
Etwas anderes hätte mit Eminem wohl auch nicht funktioniert: Er ist nicht der Typ für Schönfärbereien, stand schon immer für manchmal schmerzlich direkte Offenheit und setzt seine Credibility hier nicht aufs Spiel. So lebt "8 Mile" eben auch vom Image seines Hauptdarstellers, der - über jeden Zweifel bezüglich Authentizität erhaben - dem Film einen wichtigen Kickstart in Richtung Glaubwürdigkeit verpasst. Gleichzeitig erweist er sich aber als erstaunlich fähig, das aktuelle Performer-Ich hinter sich zu lassen und zu den eigenen Ursprüngen zurückzukehren. Sein Portrait von Jimmy Rabbit ist gekennzeichnet von Unsicherheit, leise flüsternder Hoffnung auf eine Karriere und gleichzeitiger Angst vor dem Mangel an eigenem Talent. Die Schwierigkeit, sich von der besonders gnadenlosen Basis einer Subkultur, zu der man schon wegen seiner Hautfarbe eigentlich nicht dazugehört, nach oben zu arbeiten, wird hier deutlich fühlbar gemacht - und das ist vor allem das Verdienst Eminems.

Der erste Schritt ist immer der wichtigste, und genau deshalb gibt es in "8 Mile" auch keine Superstar-Saga zu sehen, keine Plattenbosse, die mit dicken Verträgen winken, keine Auftritte vor einem MTV-Publikum, noch nicht einmal ein Aufnahmestudio. Als Jimmy in der letzten Szene zurück zur Arbeit im Autowerk geht, hat er noch nicht einmal ein Demotape - aber den wichtigsten Schritt seines Aufstiegs schon hinter sich: das gewonnene Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten. "8 Mile" ist kein Film über Eminem, sondern ein Film mit Botschaft: You can do anything you set your mind to, man. Das ist nicht neu, aber selten klang es so glaubwürdig wie hier.

Frank-Michael Helmke

10

Kann mir jemand sagen wie das Lied heißt das im Auto gespielt wird vor der Schlägerei wo sich er selbst in die hoden schießt!!!!Danke

Kann mir jemand sagen wie das Lied heißt das im Auto gespielt wird vor der Schlägerei wo sich er selbst in die hoden schießt!!!!Danke

Würde mich auch sehr interessieren !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!1

wollte ma fragen ob mir einer mal sagen kann wie das lied heisst???
Wo sie alle im Auto sitzen und eminem das lenkrad rum reizt hält und zu denn free world leuten läuft und sich schlägt.

von wem das lied ist und wie es heisst????

danke im voraus

DEr war voll cool.Am besten fand ich das Battle zwischen Papa DOC und EM.

10

Ich finde den Film einfach supi:).

10

ich liebe diesen film das is für mich der beste film der welt obwohl ich hip hop /rap hasse wie die pest der film ich einfach nur geil !!!!
kein wunder hehe eminem *schmecht*

10

Ich bin ein Hopper,aber auch wenn ich keiner wäre würde ich diesen Film Schauen weil er ist einfach genial

diese battles und das alles ist einfach genial

Also dass so viel gute kritik vorhanden ist überrascht mich nicht
aber dass schlechte da ist überrascht mich schon ein wenig

okee in sachen schnitten und so kenn ich mich nicht aus aber wer hier geschrieben hat dass der film keine story hat is ja wohl echt blind oder taub und kein mensch hat gesagt dass es ne biographie sei des spinnt sich die mundpropaganda nur zusammen

ende is auch verdammt krass ihr braucht warscheinlich so nen ende wo er jetzt ne freundin hat und alles ist schönnnn oder??

also peace out

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