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Angel Eyes

Angel Eyes
psycho-lovestory , usa 2001
original
regie
luis mandoki
drehbuch
gerald dipego
cast
jennifer lopez,
jim caviezel,
terence howard,
sonia braga, u.a.
spielzeit
102 Minuten
kinostart
25. Oktober 2001
homepage
bewertung

6 von 10 Augen

Die Chicagoer Polizistin Sharon Pogue (Jennifer Lopez) ist in ihrem Job wesentlich erfolgreicher als im Privatleben. Nach außen tough und unnahbar ist der Beruf das Einzige, was ihr etwas Selbstsicherheit gibt. Ihre "Blind Dates" mit Männern enden regelmäßig im Desaster und in ihrer Familie gilt sie als "schwarzes Schaf", seit sie ihren eigenen Vater verhaften ließ als dieser mal wieder ihre Mutter brutal zusammengeschlagen hatte.
Auftritt Catch (Jim Caviezel): Verwahrlost und abwesend wirkend steht er auf der Straße und beobachtet Sharon. Als diese in einen Hinterhalt gerät, greift er jedoch helfend ein und Sharon ist beeindruckt von seiner zurückhaltenden aber sehr direkten Art. Langsam kommen beide sich näher, aber Sharons im Beruf geschultes Misstrauen bleibt: Warum lebt Catch in einer nahezu komplett leeren Wohnung, besitzt kein Auto und läuft ständig durch die Straßen um "Menschen zu helfen"? Und vor allem: Warum weigert er sich so standhaft irgend etwas über seine Vergangenheit zu erzählen, obwohl er Sharon doch von irgendwo her zu kennen scheint? 

Lange Zeit bleibt offen in welche Richtung sich "Angel Eyes" entwickeln wird. Die verschleierte Eröffnungsszene und das merkwürdige Verhalten von Catch lassen den Zuschauer zeitweilig einen übersinnlichen Thriller im Sinne von "The Sixth Sense" vermuten. Ständig wartet man darauf, dass Catch enthüllt wer er wirklich ist und was mit ihm geschah (obwohl das für den erfahrenen Kinobesucher durchaus zu entschlüsseln ist) und immer wieder geschieht letztendlich - nichts. Womit das größte Problem von "Angel Eyes" auch schon umrissen wäre: Der Film zieht sich doch arg und stellt die Konzentrationsfähigkeit des Zuschauers gelegentlich ganz schön auf die Probe. Die Versuche der beiden Hauptfiguren, endlich über ihren Schatten zu springen und sich ihrer Vergangenheit zu stellen, sind zwar keineswegs uninteressant, aber eben auch nicht sonderlich spektakulär. Wer von "Angel Eyes" einen handfesten Copthriller erwartet wird dementsprechend enttäuscht - statt dessen bekommt man eine gefühlvolle, manchmal auch richtig sentimentale Lovestory mit Längen. 

Eine Grundvoraussetzung erfüllt der Film allerdings recht mühelos: Um sich für das Schicksal der zentralen Figuren überhaupt zu erwärmen müssen diese beim Zuschauer auch entsprechend interessant und überzeugend rüberkommen. Und hier gilt es nicht etwa nur Jim Caviezel zu loben sondern - vielleicht etwas unerwartet - mindestens genau so stark Frau Lopez. Die verleiht ihrer Figur genau die richtige Mischung aus Härte und Zerbrechlichkeit und darf (zum ersten Mal seit "Out of Sight") wieder zeigen was schauspielerisch so in ihr steckt. Am besten gelingt ihr dies in den Szenen in denen Sharon versucht, mit ihrer eigenen Familie ins Reine zu kommen, denn diese bewirken beim Publikum den klassischen Griff zum Taschentuch oder aber zumindest den ein oder anderen Kloß im Hals. 

"Angel Eyes" ist ein ruhiger, hübscher Film mit guten Darstellern. Für einige aber auch bestimmt eher ein flauer Langweiler ohne richtige Höhepunkte. Denn gemessen am Einspielergebnis mag zumindest das amerikanische Publikum Jennifer Lopez offensichtlich lieber in bildgewaltigen aber hohlen Effektfilmen ("The Cell") oder Romanzen von der Stange ("Wedding Planner") sehen. Und das ist eigentlich ein bisschen ungerecht.

Volker Robrahn

10

super film, jennifer lopez ist eine klasse schauspielerin =)

10

mein absoluter Lieblingsfilm !
Ergreifende Handlung
super Schauspieler

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