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Captain America - The First Avenger

Captain America - The First Avenger
comic-action , usa 2011
original
captain america: the first avenger
regie
joe johnston
drehbuch
christopher markus, stephen mcfeely
cast
chris evans,
hayley atwell,
hugo weaving,
tommy lee jones,
stanley tucci, u.a.
spielzeit
125 Minuten
kinostart
18. August 2011
homepage
http://www.captainamerica-film.de
bewertung

7 von 10 Augen

Er ist der letzte der großen Comic-Helden, der es auf die große Leinwand schafft, und dass man mit diesem Film so zögerlich war, liegt schon im Namen seines Helden begründet. Denn "Captain America" ist ein durch und durch patriotischer Held, die muskulöse Verkörperung ur-amerikanischer Werte und Ideale, einst erdacht als unverhohlene Propaganda-Figur während des Zweiten Weltkriegs, und somit aus heutiger Perspektive nicht nur ein bisschen anachronistisch und überernst, sondern vor allem ein arg unkritischer Repräsentant einer Supermacht, deren Status als Retter und Beschützer der Welt in weiten Teilen des Globus inzwischen doch deutlich skeptisch gesehen wird. Da machte man sich im Marvel-Verlag doch so seine Gedanken, ob man "Captain America" eigentlich genauso erfolgreich wie seine Vorgänger auf dem weltweiten Kinomarkt würde verkaufen können.
Letztlich führte aber doch kein Weg an diesem Film vorbei, denn er ist das letzte Puzzlestück für Marvels Großprojekt, auf das man seit dem ersten "Iron Man" gezielt hinarbeitet: Die Kino-Version von "The Avengers", jene Zusammenstellung von Marvels großen Superhelden in einer gemeinsamen Comic-Reihe, bzw. nun bald einem gemeinsamen Kinofilm. Unter der Regie von "Buffy"- und "Firefly"-Erfinder Joss Whedon wird bereits gedreht, und nächstes Jahr werden dann Iron Man, Thor, der Hulk und Captain America gemeinsam über die Leinwand springen. In immenser Vorfreude auf diese ultimative (und womöglich finale) Superbombe des Comicfilm-Booms kann man sich denn auch "Captain America" als eine nicht wirklich außergewöhnliche, aber durchaus schmackhafte Vorspeise schmecken lassen.

Die Geschichte von "Captain America" beginnt kurz nach Eintritt der USA in den Zweiten Weltkrieg, als jeder körperlich halbwegs tüchtige amerikanische Mann sich ohne mit der Wimper zu Zucken freiwillig zur Arme meldet, um seine patriotische Pflicht zu tun. Auch Steve Rogers (Chris Evans, der als menschliche Fackel Johnny Storm in den "Fantastischen Vier" bereits Comic-Erfahrung gesammelt hat) würde nur allzu gerne das Gewehr in die Hand nehmen und für die Freiheit gegen Nazis kämpfen, doch ist er ein dermaßen schwächlicher und kränklicher Hänfling, dass ihn die Armee bei jedem Versuch abweist. Steve zieht jedoch mit seinem erstaunlichen Moralbewusstsein und Opferbereitschaft die Aufmerksamkeit von Dr. Abraham Erskine (Stanley Tucci) auf sich, der Steve als Versuchskaninchen für sein neu entwickeltes Wunderserum auswählt, welches einen unscheinbaren Burschen wie Steve in Sekundenschnelle in ein übermenschlich starkes und agiles Wunderwesen verwandelt, quasi einen Supersoldaten - tada, geboren ist "Captain America". Dieser Name wird Steve jedenfalls alsbald aufgedrückt, denn dank der Intervention böser Nazi-Schergen im Auftrag des größenwahnsinnigen Johann Schmidt ("Agent Smith" Hugo Weaving) wird sichergestellt, dass Steve der Einzige seiner Art bleibt, und so findet die US-Armee einen ganz besonderen Einsatz für ihren Supersoldaten….

Man kann es den Machern von "Captain America" definitiv zugute halten, dass sie den Ursprung ihrer Figur als Propaganda-Held mit durchaus selbstironischem Augenzwinkern in ihren Film integrieren, denn als Colonel Chester Phillips (Tommy Lee Jones) dem zu purer Muskelmasse mutierten Steve klar macht, dass er zu wertvoll für den "normalen" Soldateneinsatz ist und darum auf das "wichtigste Schlachtfeld des Krieges" geschickt wird, findet sich Steve schwudiwupp in ein albernes Kostüm (oder auch: das original "Captain America"-Outfit) gesteckt wieder, als Hauptattraktion einer Werbe-Propaganda-Show, in der er einen kostümierten Hitler vermöbelt und die Amerikaner dazu animiert, Kriegsanleihen zu zeichnen.
Das hat geschickten Witz, bleibt aber leider einer der raren Momente, in denen man bei "Captain America" auch mal lachen kann - zu sehr wird der Film und sein Tonfall dominiert vom absolut ironiefreien Heldenmut und Moral-Ethos seiner Hauptfigur. Ja, man muss diesen Steve Rogers dafür bewundern, wie uneigennützig er für die richtige Sache kämpfen und einstehen will, weshalb er sich letztlich auch nicht lange vor den Propaganda-Wagen sperren lässt, sondern in den richtigen Kampf zieht. Dies macht Steve leider Gottes aber auch zu einem relativ farblosen Helden, der mit keinem inneren Dämon zu kämpfen hat (nachdem er seinen schmächtigen Körper los ist, hat Steve eigentlich kein persönliches "Problem" mehr) und dem auch der Unterhaltungswert eines launischen Tony Stark ("Iron Man") oder der Hau-drauf-Arroganz eines "Thor" fehlt.
So lässt sich schon ahnen, wer bei den "Avengers" am Ende eher in der zweiten Reihe landen wird, ebenso wie dieser Film nie so ganz verhehlen kann, dass er eigentlich nur eine Pflichtübung, eine Ouvertüre ist, zusammengehalten von einer Klammer an Anfang und Ende, die zwar zum einen dafür sorgt, dass der Captain auch in derselben Zeit landet wie seine Superhelden-Kompagnons und somit für "The Avengers" bereit steht, zum anderen aber auch von der ersten Szene an klar macht, dass alles, was in diesem Film folgt, letztlich ziemlich irrelevant ist. So braucht man sein Herz gar nicht erst an die aparte Agentin Peggy Carter (Hayley Atwell) zu verlieren, weiß man doch von Beginn an, dass die schüchterne Romanze zwischen ihr und Steve zu keinem glücklichen Ende finden wird.

Trotz dieses allgegenwärtigen Gefühls einer besseren Aufwärmübung kann man "Captain America" seinen ordentlichen Unterhaltungswert nicht absprechen. Die Herren von Marvel wissen inzwischen ziemlich gut, wie man einen ansprechenden Comic-Film macht, haben mit Joe Johnston ("Jurassic Park 3", "Jumanji", "The Wolfman") auch wieder einen fähigen Regisseur ausgewählt und liefern einen stimmigen und visuell durchweg starken Film ab. So stark, dass selbst die mal wieder nachträglich erfolgte 3D-Konvertierung aus dem Film doch noch ein definitives optisches Plus rausholt, dank konsequent inszenierter Tiefeneffekte.
Ein uneingeschränktes Lob haben sich auch die Tricktechniker verdient, die Chris Evans für die ersten 20 Minuten des Films mit einem erbärmlich schmächtigen und zugleich absolut echt erscheinenden Körper herumlaufen lassen, so dass man sich nach der "Verwandlung" erstmal fragt, wie Evans eigentlich nun wirklich aussieht.

Ansonsten gibt es hier nichts wirklich Überraschendes zu sehen. In inzwischen gewohnter Comic-Film-Manier hantiert man mit einem Superschurken (Johann Schmidt mutiert zum gefürchteten "Red Skull"), der mit mythisch angehauchter Superwaffe nichts weniger als die Unterwerfung/Vernichtung der gesamten Welt plant (immerhin: ein Nazi-Scherge, der schlussendlich auch Hitler platt machen will, ist mal was anderes). Dass der große böse Plan von "Red Skull" dabei ein bisschen schwammig bleibt - sei's drum. Letztlich ist es wie gesagt eh egal, denn am Ende sind Captain America und sein Publikum ganz woanders. Und endlich bereit für die große Sause, die uns dann hoffentlich nächstes Jahr erwartet.

Frank-Michael Helmke

7

ja, war ganz unterhaltsam, nicht mehr und nicht weniger...der höhepunkt war mal wieder der cameoauftritt von stan lee...

8

Kann Helmke's Rezession nur beistimmen.
Da der globale Unterhaltungswert doch sehr gut war, vergebe ich allerdings 8/10 Punkten.

7

Wer hätte geahnt, dass dieser Film ausgerechnet in der Disziplin "Charakterzeichnung" punktet? Die Welt der 40er/50er Jahre wird hier sehr glaubwürdig dargestellt - natürlich nicht die REALE Welt, sondern die Welt der Oldschool-Patriotismus-Idee, für die Captain America letztendlich steht. Im Grunde will er nur die richtige Partnerin finden, doch sein Patriotismus treibt ihn zu Höherem. Er verteidigt die Ehre der Armee und ist erfüllt von dem tiefen Drang, sein Leben fürs Vaterland zu opfern. Das gelingt ihm auf der ganzen Linie, und es macht Spaß, ihm dabei zuzusehen.

Warum? Weil er authentisch ist. Das, was ich beschrieben habe, kommt 1:1 als Grundgerüst der Handlung rüber. Im Gegensatz zu Propagandaschinken Marke "Saving Private Ryan" wirkt unser Captain aber nie wie eine überheilige Lichtgestalt. Bei allem, was er tut, bleibt er ein ganz normaler Typ aus Brooklyn. Da ist kein tränenreiches "Erna, sag mir, dass ich ein guter Mensch bin", das all die Opferbereitschaft als hemmungsloses Bedürfnis nach der Erfüllung sozialer Normen entlarvt. Bei Captain America hatte ich den Eindruck, dass ihm egal ist, was andere von ihm halten. Auch sieht er durchaus, dass andere ihr Leben anders leben. Der Weg, den er wählt, ist ganz einfach der seine. Denn er ist Captain America. Und das ist zu respektieren.

Positiv auch die Darstellerleistungen von Tommy Lee Jones und Hugo Weaving. Letzterer überträgt das Charisma des Elbenkönigs Elrond aus "Herr der Ringe" nahtlos auf den Superschurken Johann Schmidt. Tommy Lee Jones als knorriger Haudegen Phillips ist für mich jetzt schon der Brummbär des Jahres. Stanley Tucci als aus Nazideutschland geflüchteter Wissenschaftler liefert ebenfalls eine packende Darbietung ab und wird mir in späteren Filmen sehr fehlen. Selten hat man einen Kopfarbeiter mit so viel Herz gesehen.

Auffällig fand ich die Ähnlichkeit von Captain Americas Gefolgsleuten zu den "Inglourious Basterds" in puncto Bekleidung. Was war zuerst da, die Henne oder das Ei? Vielleicht können mir andere Filmszene-Leser hier Auskunft geben?

Zwei Punkte Abzug - Vorsicht, milde SPOILER voraus - für eine nicht völlig überzeugende Story. Ab der ersten großen Aktion gegen Hydra verläuft die ganze Sache doch ziemlich schnell und reibungslos. Fünf Standorte auf der Karte, fünfmal ka-bumm und fertig ist die Sache. Verfügt Hydra nicht über ultrazerstörerische Göttertechnologie? Anschließend ein ultrageheimer Geheimstandort, "ach so, da drüben", nochmal ka-bumm und Haken dran. Das hätte man auch spannender lösen können.

Ein dritter Punkt Abzug für die Hommage an "Oben" im Sinne einer affigen (dort: hundigen) Luftkampf-Szene. Hat jemand was von "das brauchen wir fürs Videospiel" gesagt? Auf jeden Fall reißt besagtes Intermezzo ein kratergroßes Logik-Loch in die Handlung, denn irgendwie kamen die Dinger mit den Beschriftungen "New York" und "Chicago" doch schon als fliegende Bomben rüber. Und wenn die Bomben aus dem Flugzeug sind, inwiefern ist es dann noch eine gefährliche Bedrohung der Menschheit?

Aber - verziehen. Ich freue mich auf Captain Americas Begegnung mit Thor im nächsten Jahr, inklusive der Leserkommentare zu ihrer Vereinbarkeit mit der nordischen Mythologie hier auf Filmszene. Dann sind bestimmt auch Loki und eine für tot erklärte Figur mit dabei. Denn irgendwie hat mich bei "Captain America" doch etwas ganz gewaltig an den Bifrost erinnert ;-)

8

Hat mich perfekt unterhalten. Die Story war dem Comic ensprechend, die
Charaktere waren nicht nur eindimensionale Stichwortgeber und es gab einen sehr schönen Handlungsfluss der einen nicht langweilte.

Abzüge wieder mal für die unnöte 3D Adaption.

Und dieses mal lohnt das sitzenbleiben nach dem Abspann etwas mehr.

Es sind mal nicht nur 10 Sekunden ^^

5

Gute Action + Special Effects gepaart mit einem eher eindimensionalen aalglatten, ja fast schon langweiligen Superhelden ohne Ecken und Kanten ergeben eine Durchschnitts-Comic-Adaption. Erschwerend hinzu gesellt sich noch ein unterforderter Hugo Weaving als Bösewicht, dessen Potential nicht mal ansatzweise ausgeschöpft wird. Kann man sich ansehen, muss man aber nicht unbedingt. Die Schluss-Pointe macht dann aber zugegebenermaßen wieder neugierig wie es weitergeht ...

6

Ziemlich durchschnittliches Comic-Action-Abenteuer nach bekanntem Marvel-Muster. Marvel weiß vielleicht wie sie das unterhaltsam gestalten aber es wird leider auch keinen Schritt mehr weiter gedacht. So langsam wirds langweilig.

6

Ich renne ja in jede marvel-verfilmung rein. Das projekt "avengers" finde ich großartig und mich hat diese marketingstrategie tatsächlich gepackt. Außer ironman1 und einem leidlich unterhaltsamen hulk, fand ich die restlichen teile dieser "reihe" dann doch eher unterdurchschnittlich sprich ohne franchise-bonus eher grottig. Während ich mich mit thor noch anfreunden konnte, ist dieser film ohne die zukünftigen heldengruppe, dann doch sehr fad und unspektakulär. Ich würde behaupten, diese film ist bislang das schwächste glied in der kette. Sicherlich ist das setting, also nazis und dampfmaschienen-cyperoptik, etwas verbraucht; aber das hauptmanko liegt an der superheldengestalt und evt. auch am schauspieler. CA ist mit oder ohne superkräft ein fanatiker. Ich will keine menschen töten, aber ich ziehe in den krieg (jaja, auch nur gegen das absolute böse = nazis). Aber diese haltung ist irgendwie doch lachhaft und löst sich trotz augenzwinkern (stichwort kriegsanleihen) nicht auf. Was würde ein solcher held heute machen? Zuviel politik in der analyse, ok. Aber auch sonst ist der film von optik und spannung eher dürftig. Ein lückenfüller, bis zum großen auftritt von allen helden, wie der autor der kritik schon sagte. Ich hoffe, dieser endgültige film wird wirklich spannend, sonst hätte ich mir einen solchen film erspart...

2

Nein wirklich nicht, der Film geht ncht mal als B-Movie durch.

Handlung: Aua - im Vergleich ist die Handlung von Indiana Jones richtig "gut, logisch und spannend" - und das will schon was heissen.

Spannung: Wäre fast eingeschlafen

Effekte: Wäre für 2000-2004 noch in O.K aber heute kommt da eher Langeweile auf

3D: Weniger 3D geht bei einem Film ja kaum noch. also 3D lohnt hier wirklich nicht.

Fazit: Ein langweiliger Film, der nicht mal als sinnentleerter Actionfilm spass macht, da die Handlung wirr, langweilig und unlogisch ist. Das der Protagonist auch noch ala Teflonman zu keiner Zeit sich wirklich in Gefahr begibt macht es noch langweiliger.

Also nur 2 von 10 Sternen - mehr kann man da wirklich nicht geben - selbst volltrunken ist der Film eher 25 Bilder pro Sekunde Valium.

Der Film hat ein schönes

3

Der Film hat ein schönes Setting. Und nicht mehr. Hätte ich diesen Einschlafbeschleuniger schon früher gesehen wäre mein Urteil über die unfreiwillig komische, bonbonbunte, grüne Lampe milder ausgefallen.

Schrott in 3-D Action: naaa

3

Schrott in 3-D

Action: naaa ja 1989 wäre es noch i.O. gewesen aber heute...
Story: An Schwachsinnigkeit kaum zu Überbieten
Spannung: Na ja wie viel Spannung kann bei einem teflonhelden schon Aufkommen
Logik: Aua

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