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Der Herr der Ringe: Die zwei Türme

Der Herr der Ringe: Die zwei Türme
fantasy , usa/neuseeland 2002
original
lord of the rings: the two towers
regie
peter jackson
drehbuch
fran walsh, peter jackson
cast
elijah wood,
ian mckellen,
viggo mortensen,
liv tyler,
christopher lee,
sean astin, u.a.
spielzeit
179 Minuten
kinostart
18. Dezember 2002
homepage
bewertung

9 von 10 Augen

Die Vorfreude ist groß. Denn nach dem totalen künstlerischen und kommerziellen Triumph von Peter Jacksons erstem Teil der auf drei Folgen angelegten Verfilmung von J.R.R. Tolkiens "Der Herr der Ringe" waren nahezu alle im Vorfeld noch skeptischen Stimmen verstummt. Ein der Vorlage gerecht werdendes und doch faszinierend eigenständiges Werk hatte der kauzige Neuseeländer da abgeliefert, und einzig die Vorstellung ein ganzes Jahr auf die Fortsetzung warten zu müssen, konnte noch für Mißstimmung sorgen. Doch das ist nun geschafft, man präsentiert "Die zwei Türme" dem erwartungsfrohen Publikum und verspricht gleichzeitig eine weitere Steigerung in punkto Action und Spezialeffekte.

Als wir die Gefährten zuletzt verließen, hatte sich deren Gemeinschaft in mehrere Gruppen zersplittert: Frodo und sein treuer Gefährte Sam machen sich nun allein weiter auf den Weg ins Lande Mordor um dort den Ring zu vernichten. Bald erhalten sie jedoch Gesellschaft von dem mysteriösen Wesen Gollum, der für die beiden Hobbits Hilfe und Bedrohung gleichzeitig darstellt. Deren Freunde Pippin und Merry gelingt es unterdessen, ihren Entführern zu entkommen, kurz darauf machen sie die Bekanntschaft der "Ents", einer uralten Rasse lebender Bäume. Den Hauptstrang des zweiten Teils der "Ring"-Saga bildet jedoch der verzweifelte Kampf der Menschen des Landes Rohan gegen die Angriffe der miteinander verbündeten Eroberer Sauron und Saruman. Unterstützt von den Kämpfern Aragorn, Legolas und Gimli (und einem zurückgekehrten alten Bekannten) flieht das Volk von König Theoden in die vermeintlich uneinnehmbare Festung "Helms Klamm", und dort kommt es dann zur entscheidenden Schlacht mit den gewaltigen Ork-Armeen Sarumans.

Das ist, kurz zusammengefasst, der Stoff den Tolkien in "Die zwei Türme" bietet, und den uns Peter Jackson nun in weiteren drei Kinostunden präsentiert. Und diese vergehen im Bezug auf das subjektive Zeitgefühl des Zuschauers sogar noch ein bisschen schneller als beim ersten Mal. Denn eine lange Einführung in die Welt von Mittelerde und die Vorstellung der Hauptcharaktere haben wir schließlich schon hinter uns. Auf eine Zusammenfassung der Geschehnisse im ersten Teil wird ebenfalls verzichtet und wer "Die Gefährten" nicht gesehen hat ist hier ziemlich verloren - doch das werden eh die Wenigsten sein. Diesmal erwartet uns jedoch eine ganz andere Art von Film, denn statt gradlinig einer geschlossenen Gruppe zu folgen, macht es die Präsenz mehrerer Handlungsebenen nötig, ständig zwischen diesen hin und her zuspringen. Die Übersichtlichkeit oder Verständlichkeit des Geschehens geht dabei zwar nicht verloren, doch wirkt der eine oder andere Erzählstrang dabei dann doch etwas kurz und "zusammengepresst". Man hätte von den Ents oder den Geschehnissen in Gondor sicher noch etwas mehr zeigen können, ohne das Publikum damit zu langweilen - aber eine Laufzeit von mehr als drei Stunden mag den Verantwortlichen dann doch als zu bedenklich erschienen sein (und außerdem hält man hier bestimmt noch wieder ein paar Schmankerl für die unvermeidliche DVD Special Edition bereit).

Die versprochene Action wird dann aber auf jeden Fall geboten, die finale Schlacht um "Helms Klamm" allein bietet in dieser Richtung ein Fest für die Augen wie man es so auf der Leinwand noch nicht gesehen hat. Die pure Masse an Kämpfern, die unglaublichen Perspektiven aus denen das Geschehen gezeigt wird, und die Dramaturgie der Inszenierung verdienen sich ohne Abstriche das Prädikat "perfekt". Spezialeffekte, die als solche meist gar nicht zu erkennen sind, sorgen für vor Staunen offene Münder.
Überhaupt hat man in dieser Abteilung tatsächlich noch mal kräftig einen draufgelegt, denn aufgrund des großen (im Vornherein nicht absolut sicher zu erwartenden) Erfolges hatte Regisseur Jackson sogar die Möglichkeit, seine Crew im vergangenen Sommer noch ein Mal um sich zu versammeln und dabei einige bereits abgedrehte Szenen zu verfeinern. So sehen wir diesmal noch ein ganzes Stück mehr vom Kampf Gandalfs mit dem Balrog (der Dämon aus den Minen von Moria in Teil Eins) und gerade diese Figur wird nun deutlich überzeugender dargestellt. Ebenfalls überragend ist die Animation der Baumwesen "Ents", und wesentlich besser als nach den kurzen Eindrücken im ersten Film zu vermuten gelang auch die Realisierung des Wesens "Gollum" - eine computeranimierte Figur mit derart viel Dialogzeilen wurde bisher jedenfalls noch nicht in dieser Klasse präsentiert. Man ist fast geneigt, diesem Digital-Geschöpf eine erstaunliche Schauspielkunst zu attestieren. Verglichen mit dem digitalisierten Alptraum Jar Jar Binks aus "Episode 1" geradezu ein Quantensprung.

Die Charakterisierung der Figuren gerät aufgrund der rasch vorangetriebenen Handlung zwangsläufig etwas in den Hintergrund. Die eh schon spärlich vorhandenen Frauenrollen werden dabei - im Widerspruch zum plakativen Filmposter - noch weiter zusammengestrichen, denn Liv Tylers Arwen und Cate Blanchetts Galadriel sind diesmal nur kurz zu sehen und nehmen dabei auch an der eigentlichen Handlung gar nicht teil. Und die neue Figur der Eowyn hat eigentlich nur die Aufgabe, den feschen Aragorn sehnsuchtsvoll anzuschmachten. Aber da die Vorlage in dieser Richtung nun mal nicht viel hergibt, sollte man Regisseur Jackson da auch keinen Vorwurf machen. Viggo Mortensens Aragorn immerhin stiehlt Elijah Woods Frodo in dieser kampflastigen Episode die Show, und Zwerg Gimlis Funktion ist es in erster Linie einen ganzen Schwall an witzigen One-Linern abzulassen, die zwar meistens auch recht gelungen sind, angesichts des düsteren Umfeldes aber auch irgendwie etwas deplaziert wirken.

Womit wir auch beim augenfälligsten Unterschied zu den "Gefährten" angelangt wären, denn wem der erste Teil bereits zu düster und gewalttätig war, der wird an "Die zwei Türme" keine große Freude haben. Gewaltige und blutige Schlachten, hässliche bis eklige Monstren und über all dem eine Atmosphäre von Untergang und nur sehr wenig Hoffnung auf ein glückliches Ende. Geblieben aber ist die überragende und phantasievolle Umsetzung einer großartigen Vorlage und ein Festival von atemberaubenden Bildern und erstklassigen Darstellern. Geblieben ist auch unsere Wertung für den "Herrn der Ringe".

Volker Robrahn

10

Es ist der Beste Film den es je gegeben hat!!!
Natürlich sind alle drei sehr gut aber ich hätte am liebsten das es noch mehr herr der ringe filme gibt (mehr Teile ). Wiso gibt es Herr der Ringe ''das dritte Zeitalter''und ''die zwei Türme'' nicht au PC Game???

10

Ich fand den Film Spanend und Schrek haft zu gleich ...
Ich sehe mia den Film immer wider an und Versetze mich in die lage con allemwas Ich getahen hätte wenn das allses wirklich pasirt sein würde ...Ich finde es schadedas es von Herr Der Ringe nur 3 Teile gibt ... aber der Film hatt ales was es braucht Spanung, Schreken und so...
MFG Jelle

10 PUNKTE
hey :)
der film ist einfach unglaublich- gibt aber schon genug beiträge dazu
-
also:SOUNDTRACK!!!!!!!!fantastisch!!!!!!!!!!!!
mir gefallen am besten GOLLUMS SONG (lied vom abspann)
und
REQUIEM FOR A TOWER (orchester- echt wahnsinnig toll!!!)

LG viel spaß beim anhören
sophili

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