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Ich - Einfach unverbesserlich 3

Ich - Einfach unverbesserlich 3
animations-komödie , usa 2017
original
despicable me 3
regie
pierre coffin, kyle balda
drehbuch
cinco paul, ken daurio
cast
oliver rohrbeck,
joko winterscheidt,
martina hill,
marco rima,
friedel morgenstern, u.a.
spielzeit
96 Minuten
kinostart
6. Juli 2017
homepage
https://www.universalpictures.at/icheinfachunverbesserlich3
bewertung

4 von 10 Augen

ich 3 1Die Superagententruppe rund um Gru (deutsche Synchronstimme: Oliver Rohrbeck), seine Frau Lucy (Martina Hill) und die fleißigen Minions gerät in Schwierigkeiten, als ihnen der Superschurke Balthazar Bratt ein weiteres Mal mit wertvoller Beute entkommt. Als eine resolute neue Chefin die Spitze des Geheimdienstes besetzt, verliert Gru schließlich sogar seinen Job. Ablenkung bietet die Erkenntnis, dass er einen von seiner Mutter jahrelang verschwiegenen Zwillingsbruder besitzt, der es zu großem Reichtum und Wohlstand gebracht hat. Dru (ebenfalls gesprochen von Oliver Rohrbeck) sieht zudem deutlich besser aus und besitzt auch noch volles blondes Haupthaar, was Grus Laune nicht unbedingt bessert. Trotzdem wird er von seinem Bruder bewundert, denn Dru wäre eigentlich auch lieber ein Superverbrecher (wie Gru es ja ursprünglich mal war) und ist sofort motiviert sich auf eigene Faust auf die Jagd nach dem flüchtigen Balthazar Bratt zu machen. Gru allerdings plant keine neue Verbrechen, sondern möchte eigentlich nur seinen Job zurückhaben – es droht also großer Streit unter den gerade erst frisch vereinten Zwillingen.
 

ich 3 2 Machen wir uns nichts vor, inhaltlich ist die Luft ziemlich raus aus der „Ich – einfach unverbesserlich“-Reihe. Und das konsequenterweise eigentlich bereits seit dem Finale des ersten Films, denn im Widerspruch zum Namen der Franchise war der grimmige Gru eben doch nicht „unverbesserlich“ oder gar so verabscheuungswürdig wie es der Originaltitel „Despicable Me“ suggeriert. Der ist daher mittlerweile eine Mogelpackung, was schon ein recht großes Problem ist, machte doch gerade die unverblümte Bösartigkeit der Hauptfigur und ihrer Helfer einen Großteil des Reizes von Teil Eins aus. Mit Frau und Adoptivkindern versehen und nun auch noch besorgt um die berufliche Festanstellung hat sich der vormalige Außenseiter Gru im Grunde zu einem echten Spießbürger entwickelt und so ist es eigentlich nur folgerichtig, dass ihm die quasi genetisch zum Bösen veranlagten Minions daher zu Beginn von Episode 3 auch die weitere Gefolgschaft verweigern – denn für ein derart braves und gesetzestreues Leben sind die schließlich nicht geschaffen.

ich 3 3 Wenn die Ursprungsprämisse also nicht mehr gilt und die Hauptfiguren an Charisma eingebüßt haben, dann muss man sich eben irgendetwas Anderes einfallen lassen um die Geschichte fortzuschreiben und trotzdem auf die nötige Anzahl an Gags zu kommen, möchte man sich nicht komplett auf die Späßchen der Minions verlassen, die nach ihrem großen Solofilm nun aber auch schon einige Abnutzungserscheinungen aufweisen. Die Lösung, die sich das Produktionsteam um Serien-Erfinder Chris Meledandri und Regisseur Pierre Coffin dafür hat einfallen lassen, lautet: Ein überdrehter Bösewicht, der musikalisch, optisch und designmäßig komplett in den 80er Jahren stehengeblieben ist und damit jede Menge Potential für einen entsprechenden Soundtrack und zahllose kleine Referenzen bietet, die vor allem den erwachsenen Zuschauer bei Laune halten sollen (den Kleineren wird die Weichspülung & Verwässerung der Marke ja nicht so bewusst). Und so blubbert dann aus allen Ecken und Enden ein kultiger achtziger Song von Michael Jackson über A-Ha und Van Halen bis zu Nena. Die Frisur von Balthasar Bratt ist eine Mischung aus Grace Jones und der eigentlich zu Recht längst vergessenen „Voyage, Voyage"-Sängerin Desireless, als Waffen dienen ein aufgepepptes Keyboard und ein paar von Rubiks Zauberwürfeln. Daraus resultieren allerdings nur wenige wirklich gute Gags, der Effekt der freudigen Wiedererkennung muss im Prinzip genügen.

ich 3 4Auch die Einführung eines Zwillingsbruders von Gru, der natürlich extrem gegensätzlich angelegt ist, wirkt sehr bemüht und dass sich die beiden unterschiedlichen Pole letztlich doch zusammenraufen werden ist von vornherein völlig klar. Das angeschlagene hohe Tempo und die technische Perfektion von „Ich - einfach unverbesserlich 3“ können nicht darüber hinwegtäuschen, dass wir uns leider in der Prophezeiung bestätigt sehen, die an dieser Stelle nach der Sichtung von Teil 2 ausgeprochen wurde und die damals lautete, dass die Reihe „jetzt schon abgehakt werden kann als Animations-Franchise, von der nichts mehr zu erwarten ist als müde Sequels“. „Ich – Einfach unverbesserlich 3“ ist genau das geworden: Ein müdes Sequel.

Volker Robrahn

Klingt gut (man muss ja immer

Klingt gut (man muss ja immer erstmal das Kritikersprech aus solchen Rezensionen rausfiltern).

Wo ich auch hingehe sehe ich

Wo ich auch hingehe sehe ich "Minions"... in sämtlichen Supermärkten.
Die Vermarktung dieses Films hat echt eine Größenordnung die ich so noch nie erlebt habe. Allenfalls vielleicht damals bei "Episode 1"?

ist doch, dass die Kinder im

ist doch, dass die Kinder im Prinzip nur auf die Minions stehen und die Filme eher links liegen lassen

Stammen die Minions nicht aus

Stammen die Minions nicht aus dem Ü-Ei ... :D

Meine Frau und ich fanden den

7

Meine Frau und ich fanden den Film ganz gut.
Ja er hat seine Längen, aber welcher Film hat das heute nicht.
Aber was uns aufgefallen ist das er eigentlich für kleine Kinder nix ist.
Dafür ist die Story zu 80er lastig.

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