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Million Dollar Baby

Million Dollar Baby
drama , usa 2004
original
million dollar baby
regie
clint eastwood
drehbuch
paul haggis
cast
clint eastwood,
hilary swank,
morgan freeman, u.a.
spielzeit
137 Minuten
kinostart
24. März 2005
homepage
bewertung

8 von 10 Augen

 

Frankie Dunn (Clint Eastwood) hat einen Großteil seines Lebens im Ring verbracht und etliche Boxer betreut. Dabei ist er ein besserer Trainer als Manager, denn zu oft hielt er seine Kämpfer von den großen Titelkämpfen fern, da er meinte, sie seien noch nicht reif dafür. Ein Beschützerinstinkt, der sich ins Extrem ausgebildet hat seit sein Boxer Scrap vor vielen Jahren beim Kampf ein Auge verlor. Heute ist Scrap (Morgan Freeman) eine Art Maskottchen in Frankies Trainingscenter und er erzählt uns eine Geschichte. Die Geschichte wie der antriebslose Frankie eine neue Lebensaufgabe findet, indem er die ehrgeizige Boxerin Maggie (Hillary Swank) unter seine Fittiche nimmt. Eine Aufgabe, die der alte Hase erst nach langem Zögern annimmt, denn erstens trainiert er prinzipiell keine Frauen und zweitens ist Maggie mit Anfang Dreißig eigentlich auch schon viel zu alt für eine große Karriere. Und so ist der tatsächliche Grund für Frankies Engagement denn auch wohl ein ganz anderer. Seit Jahren hadert er mit der Tatsache, dass sich seine leibliche Tochter von ihm losgesagt hat und auch nicht auf seine zahlreichen Briefe antwortet. Maggie dagegen braucht ihn und vertraut ihm. Ein Vertrauen, dass schon bald auf die Probe gestellt wird, denn nach den ersten Erfolgen im Boxring beginnt sich das Leben aller Beteiligten dramatisch zu ändern.

Was Clint Eastwood in der Spätphase seiner Karriere abliefert ist schon mehr als beeindruckend. Da hatte der ehemalige Italowestern- und "Dirty Harry"-Star doch bereits vor rund zehn Jahren sein großartiges Alterswerk abgeliefert und mit "Erbarmungslos" eine bemerkenswerte Selbstreflexion zum eigenen Image inszeniert. Das wurde entsprechend abgefeiert, mit einer Handvoll Oscars belohnt und Auf Wiedersehen in den verdienten Ruhestand. Haben wir so gedacht, denn Mr. Eastwood denkt gar nicht daran, sich auszuruhen. Auch nicht, nachdem er mit "Mystic River" vor gerade mal einem Jahr den Herren Robbins und Penn zu ihrem verdienten Darsteller-Oscar verhalf. Jetzt will Eastwood es sogar noch einmal selbst wissen und übernimmt auch wieder die Hauptrolle in seiner Adaption einer Kurzgeschichte über das Schicksal einer Boxerin.
Aber obwohl das daraus entstandene Werk nun "Million Dollar Baby" heißt, geht es darin weder in erster Linie ums große Geld, noch um den Star im Ring. Es ist ganz eindeutig die traurige Lebensgeschichte des Frankie Dunn, die der Film in den Mittelpunkt stellt, und es ist zweifellos auch die beste Rolle, die Eastwood seit langem oder auch überhaupt je gespielt hat. Ein sowohl äußerlich als auch innerlich gezeichneter, alter Mann, der auf ein Leben zurückblickt, in dem er viele Möglichkeiten hatte und fast genauso viele auch vertan oder verloren hat. Mit rauer, manchmal (zumindest im Original) kaum verständlicher Stimme verkörpert Eastwood eine glaubwürdige Figur, die unendlich weit von den coolen Ikonen entfernt ist, die ihn einst zum Star gemacht haben. Man mag behaupten, dass die Oscar-Academy mit der erneuten Nominierung als Regisseur und auch als Hauptdarsteller einen der ihren zum persönlichen Liebling erkoren hat und vielleicht stimmt das sogar. Aber das ändert letztendlich überhaupt Nichts daran, dass vor allem die Darstellernominierung hier völlig zu Recht erfolgt.
Schon eher diskutieren darf man aber über die Entscheidung, im Überschwang der Begeisterung auch gleich die Kollegen Swank und Freeman mit aufs Tableau zu hieven. Denn Hilary Swank macht ihre Sache in einer dankbaren Rolle zwar sehr gut, hatte aber bei ihrem Durchbruch mit "Boys don't cry" sicher eine schwierigere Aufgabe zu bewältigen. Dass es Morgan Freeman scheinbar nicht möglich ist, überhaupt mal eine wirklich schwache Leistung abzuliefern, ist bekannt, aber ob sein Part als lakonischer Erzähler, der einen Großteil seines Textes aus dem Off spricht, nun wirklich eine der besten Leistungen des gesamten Filmjahres war, nun ja.

Wen es überrascht, dass ein Film der sich vornehmlich um eine öffentliche Randerscheinung wie Frauenboxen dreht, eine derart große Aufmerksamkeit genießt (selbst wenn er von Clint Eastwood stammt), dem sei gesagt, dass dieser Eindruck eben auch nur die halbe Wahrheit ist. Zwar überzeugen die Ringszenen durch ihre Dynamik und bei manchen Kamerabewegungen hat der Zuschauer sogar fast das Gefühl "mitzuschlagen". Doch nach etwas mehr als der Hälfte der Laufzeit vollzieht sich beim "Million Dollar Baby" eine einschneidende Plotwendung, die den Film ein ganzes Stück weg vom Sportgeschehen und mehr in Richtung "großes Sozialdrama" rückt. Das hat dann alles Nichts mehr mit den in einschlägigen Sportlerfilmen üblichen kurzen Rückschlägen auf dem Weg nach ganz oben zu tun, sondern setzt sich recht beeindruckend mit den Themen Verlust, Heimat und Geborgenheit auseinander. Beeindruckend, wie gesagt, aber auch nicht ganz frei von manchmal etwas dick aufgetragener Rührseligkeit, die bei der Schilderung von Maggies Familie sogar recht heftig in die typischen Klischees eines "White Trash"-Umfeldes abgleitet.

"Million Dollar Baby" ist ganz zweifellos ein sehr guter Film mit drei erstklassigen Hauptdarstellern, dazu einer berührenden, tragischen Geschichte. Die unglaubliche Spannung und Dichte, die Eastwood uns kürzlich mit seinem "Mystic River" bescherte, erreicht dieser Film aber nicht. Aber das muss er auch nicht, damit wir nicht trotzdem vor einem ganz großen Künstler respektvoll den Hut ziehen können. Chapeau, Mr. Eastwood!

Volker Robrahn

10

Hab den Film grad eben zu Ende geguckt!!

Einer der wenigen Filme die mir echt ziemlich nah gekommen sind und jederman gesehen haben sollte. Es ist halt ein anderer tragischer Film als die herkömlichen Tragödienfilme - perfekt gemacht.

Von mir gibts die Höchstzahl einfach super (traurig)!

10

Genial!

9

@TopSpeed:
Merkwürdig das du gerade den fehlenden Witz/Humor anmerkst, denn es gab für mich einige Szenen, in denen ich ein paar mal schmunzeln oder auch lachen konnte. Dies gilt vor allem für die Dialoge zwischen Eastwood und Freeman.

Das einzige was mich gestört hat, war die "schwarze Ex-DDR-Prostituierte", weil das nun doch etwas arg konstruiert klint (sollten hier evtl. ein paar Klischess bedient werden?).

Davon abgesehen, bin ich sehr zufrieden mit dem Film.

10

der Film ist erste Sahne....selten hat mich ein Film so bewegt wie dieser.

Großes Lob an Clint Eastwood...

Clint Eastwood: "Make my Day" (Dirty Harry) wohl einer seiner besten Sprüche :)
musste auch mal erwähnt werden!

10

Genialer Streifen.
Aber Schnotten und Tränen geheult.

9

Also ich finde den Film sehr gut bis auf einige Mankos....wie z.B die maslos übertriebene Family von Maggy und die " Endgegnerin"...ein ehemalige schwarze Nutte aus Ostbelin....ääähhmmm ja..... ich musste ernsthaft schmunzeln, zumal der Film in den 80ern spielt! Zu den Boxszenen kann ich nur sagen (ich denke ich kann das beurteilen, da ich selber Amateur Boxerin bin), das Eastwood ganz schön geschummelt hat....die Haken, Schweiner und uppers sehen aus als würden sie mit 200kmh angeschossen kommen....was real unmöglich ist (bei nFrauen auf jeden Fall)! Ansonsten mag ich den Film sehr und denke das es ein gelungenes Unterhaltungswerk mal ohne Happy End ist!

10

wirklich bewundernswerter film !!! Wow hab lange nicht mehr so mitgefierbert :)

10

Hab mir den film gester im fern reingezoge ein HAMMA film
ps: Ich heul imma noch

10

einfach der beste film den ich je gesehn hab...RESPECKT !!
..ich liebe diesen film..und so geheult hab ich auch noch nie!!

10

Ein absoluter wahnsinnsfilm! nachdem ich ihn gesehen hatte konnte ich die ganze nacht nicht schlafen, er regt so zum nachdenken an und ist einfach nur so tiefgehend. Neben den tollen Darstellern ist die Story auch noch umwerfend. Für mcih eindeutig ein Meilenstein!

mein gott war der langweilig. Im Prinzip ganz gute HAndlung aber viel zu lang gezogen!Ende war schon ziemlich früh abzusehen, daher kaum Spannung!

Im Prinzip ganz gute HAndlung aber viel zu lang gezogen!Ende war schon ziemlich früh abzusehen, daher kaum Spannung!

10

Spitze Film!

10

warum vergleicht ihr eigentlich dauernd million dollar baby mit anderen filmen? macht ihr das immer so, na ihr macht es euch ja schwer!jeder film ist einzigartig und somit gibts auch keine vergleiche.....

wenn ihr amerikanische filme seht mit amerikanischen "bösewichten" sagt keiner was,aber bei deutschland.....oh gott was für eine gemeinheit blablabla

10

hab am ende geweint so toll war es

10

Was ist ein guter Film ? ... Wenn man darüber nach 2 Tagen noch nachdenkt.. und dieser gehört eindeutig dazu.

10

einer der besten filme, die ich gesehen habe, boss…

9

Super Film,hab geheult,besonders am Ende...der Film bewegt sehr emotional...und das kann nicht jeder Film!!!Super Werk von Clint Eastwood

9

10/10 wenn, wie schon gesagt, die Weltmeisterin und die Familie realistischer gewesen wären,
aber das tut dem Film keinen Abbruch.
Wenn man wie ich sich von einem Film den kompletten Abspann anschaut,
und nachdenklich sitzt, dann MUSS er gut gewesen sein.
Ich hatte aber auch das große Glück, von dem Film vorher NICHTS gewusst zu haben.
Nicht einmal, daß es ein Drama ist.
Und das sind die besten Voraussetzungen für einen großen Filmgenuß.
So ging es mir schon bei Vanilla Sky und Collateral.
(nur zufällig beide mit Tom Cruise, vielleicht auch deswegen so überraschend)

10

geiler film .. gute story !! Kann man echt nur weiter empfehlen ;o)

10

ich habe den film etwa 20 mal angeschaut aber er gefällt mir immer noch

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