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Planet der Affen: Survival

Planet der Affen: Survival
scifi-action , usa 2017
original
war for the planet of the apes
regie
matt reeves
drehbuch
mark bomback, matt reeves
cast
andy serkis,
woody harrelson,
steve zahn,
karin konoval,
amiah miller, u.a.
spielzeit
140 Minuten
kinostart
3. August 2017
homepage
http://www.planetderaffen-survival.de
bewertung

8 von 10 Augen
Planet der Affen: Survival - Poster

Am Ende von "Planet der Affen: Revolution" hatte Affen-Anführer Caesar ("verkörpert" von Motion-Capture-Großmeister Andy Serkis) seinen rachsüchtigen Kontrahenten Koba getötet, um die finale Eskalation im Konflikt mit den Menschen zu verhindern, musste jedoch erfahren, dass die Überreste der amerikanischen Armee bereits auf dem Weg waren, um sich ihn und seine Affenhorde vorzunehmen. Grob an diesem Punkt setzt nun der finale Teil dieser Prequel-Trilogie zum SciFi-Klassiker "Planet der Affen" an und eröffnet mit einer fulminant inszenierten Sequenz, in der es den Affen gelingt, einen Angriff der menschlichen Soldaten zurückzuschlagen. Planet der Affen: SurvivalNoch immer verzweifelt darum bemüht, einen Weg der friedlichen Koexistenz zu finden, schickt Caesar die überlebenden menschlichen Gefangenen dieser Schlacht zurück zu ihrem Kommandanten, um seinen Willen zur Gewaltlosigkeit zu unterstreichen. Doch der namenlose Colonel (Woody Harrelson) antwortet mit einer weiteren, hinterhältigen Attacke, die in Caesars Affenhorde so schmerzliche Verluste fordert, dass Caesar nun selbst von jener fatalen Rachsucht gepackt wird, die er im vorherigen Film dem unversöhnlichen Koba noch unbedingt austreiben wollte. Anstatt sein Affenvolk selbst beim Zug in eine neue, sichere Heimat jenseits der Berge anzuführen, macht sich Caesar in Begleitung einer handvoll getreuer Gefährten auf einen Rachefeldzug, um den Colonel zu töten. Eine Entscheidung, die sich bald auch für Caesars ganzes Volk rächt...


Die "Planet der Affen"-Prequels hatten anno 2011 mit einem überraschend klugen und tiefsinnigen ersten Teil begonnen, und dieser Linie bleibt man auch mit diesem Abschluss treu: Inmitten der Masse von Hollywoods Big-Budget-Produktionen, die sich fast nur noch für ihre Schauwerte interessieren und sich inhaltlich auf nicht mehr als einen kleinsten gemeinsamen Nenner verlassen wollen, ragt diese Prequel-Trilogie hervor als intelligentes Mainstream-Kino, das entschlossen darauf besteht, auch noch etwas zu sagen zu haben. Ganz in der Tradition seines Genres, denn wirklich gute Science-Fiction dreht sich eben nicht einzig um ein hübsches optisches Spektakel in einer entfernten Zukunftswelt, sondern versteht sich als eine zeitlose Allegorie über das menschliche Miteinander an sich. Dies gilt umso mehr, seitdem Matt Reeves mit dem zweiten Teil den Regiestuhl und die inhaltliche Führung dieser Reihe übernommen hat. "Revolution" war im Kern eine Abhandlung darüber, wie schnell ein Konflikt zwischen zwei gegensätzlichen, aber an sich friedliebenden ethnischen Gruppen durch das Handeln einiger weniger gewaltbereiter Individuen zu einem handfesten Krieg eskalieren kann. Planet der Affen: SurvivalIn "Survival" nun ringen die Affen als ein unterdrücktes und ausgebeutetes Volk um ihr Überleben und ihr Recht auf Freiheit. Die Parallelen zu düsteren Kapiteln der Menschheitsgeschichte werden spätestens dann offensichtlich, als sich die Handlung in ein Quasi-Konzentrationslager verlagert, in dem die Affen Zwangsarbeit leisten müssen. Und auch die alttestamentarischen Motive der Handlung - Stichworte: Befreiung aus der Sklaverei, Aufbruch ins gelobte Land - sind unverkennbar. 

Man könnte, wenn man denn unbedingt wollte, dies "Survival" vorhalten als wenig subtilen Symbolik-Holzhammer, es lässt sich jedoch kaum verleugnen, dass der Film bei dem, was er tut, enorm wirkungsvoll ist - vor allem wenn man bedenkt, wie er es tut. Denn schließlich sind die tragenden Protagonisten und Identifikationsfiguren dieser Geschichte allesamt per CGI und Motion-Capture erzeugte Affen, die nicht nur in ihrer Gestik und Mimik erstaunlich menschlich wirken, sondern in ihren Emotionen und Handlungsmotivationen sogar menschlicher als ihre feindseligen Kontrahenten auf der Seite der "echten" Menschen. Noch mehr als seine Vorgänger ist der Film darum vor allem ein Triumph der Tricktechnologie, die solch eine Darstellungstiefe und Glaubwürdigkeit überhaupt möglich macht. In der Verlagerung hin zu den Affen als eigentliche Helden und Identifikationsfiguren geht "Survival" zudem den finalen Schritt der Trilogie: War der erste Teil noch von menschlichen Protagonisten bestimmt, hielt sich dies in Teil Zwei bereits die Waage, während die Seite der Menschen im dritten Teil nun gar keine eigenständige Darstellung mehr erfährt, sondern nur aus Perspektive der Affen erlebt wird. Konsequenterweise gibt es außer dem anführenden Colonel keine tragende Figur auf Menschenseite, und selbst der Colonel bleibt letztlich namenlos. Planet der Affen: SurvivalDie einzige menschliche Figur, die einen Namen erhält, ist ein kleines Mädchen, das Caesar und seine Gruppe auf ihrem Weg auflesen und das eben nicht als Teil der feindseligen Menschen, sondern als Teil der Affenhorde wahrgenommen wird. Was dieses Mädchen repräsentiert und welchen Namen es erhält, schlägt übrigens für die Kenner den Bogen zurück zum Ursprungs-"Planet der Affen" von 1968 (ebenso wie der Name von Caesars jungem Sohn).

"Survival" legt viel Wert darauf zu zeigen, dass die intelligent gewordenen Affen immer mehr Merkmale einer Spezies mit höherem Bewusstsein (sprich: genau wie Menschen) zeigen. Sie sind sich ihrer individuellen Identität bewusst, sie zeigen Familiensinn und tiefe Liebe für ihre nächsten Angehörigen, und die Angst vor dem eigenen Tod lässt sie zum Teil sehr menschliche Entscheidungen treffen: Eine ganze Reihe von Affen hat quasi Verrat an der eigenen Art begangen und sich auf die menschliche Seite geschlagen, dort dienen sie freiwillig als bessere Arbeitssklaven im Glauben, damit auf der Seite der Sieger zu sein und das eigene Überleben zu sichern. Die metaphorische Botschaft hinter dieser zunehmenden Vermenschlichung der Affen ist klar: Konfrontiert mit einer fremdartigen Gruppe, die eigentlich genauso ist wie sie, wollen die Menschen das Fremde doch lieber als minderwertig ansehen und es systematisch ausrotten, als die Gemeinsamkeiten zu erkennen und friedliche Koexistenz zu suchen. Selbst, wenn sie der eigenen Auslöschung direkt ins Auge sehen. 

Planet der Affen: SurvivalDas alles macht den Film zu einer ziemlich finsteren Angelegenheit, und die existenzialistische Kälte wird von Regisseur Matt Reeves sehr effektiv atmosphärisch umgesetzt, nicht zuletzt dadurch, dass "Survival" in einer frostigen Bergwelt angesiedelt ist, in der niemals die Sonne scheint. Die Ausbrüche aus dem grimmigen Grundton sind spärlich, jedoch gekonnt gesetzt in Person von "Böser Affe", ein in einem Zoo aufgewachsenen Affen (per Motion Capture gespielt von Steve Zahn), der zu Caesars Gruppe stößt und einen sehr gelungenen "Comic Relief"-Kontrast zu seinen kampferprobten Artgenossen darstellt. "Bad Ape" ist nur einer der Gründe, warum "Survival" trotz seiner thematischen Ernsthaftigkeit und seines inhaltlichen Anspruchs immer noch als exzellent gemachtes Unterhaltungskino funktioniert, denn trotz allem ist das hier immer noch eine Mainstream-Großproduktion, die beachtliche Schauwerte auffährt und einige ziemlich beeindruckende Action-Sequenzen. Allerdings nicht so groß, wie vielleicht angenommen: Auch wenn im Originaltitel von einem Krieg die Rede ist, kommt es jenseits der Eröffnungssequenz nie zu einer wirklichen Schlacht zwischen Affen und Menschen. Der finale Showdown bedient sich anderer Elemente, die für die tiefergehenden Aussagen des Films sicherlich treffend sind, manch einen Zuschauer jedoch enttäuscht zurücklassen könnten, wenn man hier irgendwie mehr erwartet hatte. 

So besteht die Gefahr, dass "Survival" manche Zuschauer doch etwas ernüchtert zurücklässt, die sich für den Abschluss der Trilogie etwas deutlich Epischeres versprochen hatten. Letztlich operiert der Film für eine Produktion seiner Dimension auf einem überraschend bescheidenen Level. Doch andererseits ist es gerade das, was "Survival" genau wie seine Vorgänger zu einem wohltuenden Ausreißer aus der breiten Blockbuster-Masse macht - einem Film, dem es viel wichtiger ist, was er erzählen möchte, als den schnellsten Weg zur nächsten Action-Sequenz und einer möglichst großen Materialschlacht zu suchen. Es könnte eine ganze Weile dauern, bis wir so etwas das nächste Mal zu sehen bekommen. 

Frank-Michael Helmke

Danke, Herr Helmke. Das war

9

Danke, Herr Helmke. Das war mal wieder eine erste Sahne Kritik, die mich wirklich erfreut hat und mich voll guter Erwartung in den Film hat gehen lassen, die auch nicht enttäuscht wurde. Trotz des lästigen 3D habe ich zum dritten mal einen Film "Ape"ischen Ausmasses gesehen (sorry, konnte nicht widerstehen auf den "Ape"ocalypse Now Gag einzugehen), der nahtlos, oder beinahe nahtlos an die beiden ersten anknüpft. Nicht nur von der Story sondern auch von der Athmosphäre und der CGI- MC- Schauspielleistung, erfüllt der Film ein ganz hohes Niveau. Nicht nur für einen Mainstreamfilm. Da hat auch die Tatsache, dass sich Cesars Armee merkwürdigerweise sehr schnell wieder aufgefüllt hat, der Hauptwohnsitz im Wasserfall liegt und ein weisser Affe Namens "Winter" plötzlich aus dem Nowhere bis in die Herrschaftsriege der Affen hochgearbeitet hat, nicht gestört. Oder der Hauself-Gollum-Affe "Bad Ape", der wohl belustigend wirken soll, aber den Film trotz aller ernsthafter Bemühung nicht zu crashen vermag. Oder die etwas an den Haaren herbeigezogene Erklärung des Wahnsinns des Colonels (er ist übrigens nicht Namenlos, Herr Helmke, lesen Sie doch bitte das Namensschild auf der Uniform.). Einzig das Schicksal des "Donkey" Gorillas hat meine Hochstimmung ein wenig gedämpft. Ich hätte mir ein anderes Schicksal für ihn gewünscht. Er war so ein toll ausgearbeiteter Charakter. Ich fand den Film überaus gelungen, er wird in meiner Sammlung stehen, sobald er auf DVD raus ist. Ganz klare Empfehlung.

Ich hoffe doch nicht das dies

10

Ich hoffe doch nicht das dies der Letzte teil der Planet der Affen war, ich würd gern sehen wie es weiter geht, was die Zukunft bringt und ob die Affen so werden wie Menschen und in Städte leben etc etc... ^^

War schon immer Begeistert von den alten PoA Filmen, obwohl mir nur der erste am besten gefiel, die anderen wurden zu Extrem und verrückter... den noch für 70iger Jahre ok.

Aber heute dank CGI will ich eben weiter Interessante Geschichten sehen wie sich die Affen weiter entwickeln und immer Zivilisierter werden, was mit den Menschen passiert die nun kaum mehr verstand haben oder doch haben ?!? Ob die Devise wieder Gilt Affe tötet nicht Affe, was wird aus Nova... wird Sie die Menschliche Frau die den Affen beiseite steht ?! Wie wird die Erde nur mit Affen aussehen, hoffe besser als die mit Menschen ^^

Man könnte noch viel heraus holen aus diesen Affen... bin ich der Meinung ! Ach genau und was passiert wenn dann irgendwann eine Rakete dort landet auf dem Planet der Affen worin dann eben Menschen sind, wie wird man diesmal mit den nun wieder schlaunen Menschen umgehen ?! Viele Frage die ich hoffentlich in weiteren Filmen sehen werde... hoffentlich !!!

Hab Erfahren das es weiter

Hab Erfahren das es weiter geht , nur halt nicht mehr mit Caesar... Freu mich schon auf weitere Abenteuer der Affen und hoffentlich bald.

Affen sind die besseren

6

Affen sind die besseren Menschen. Zu diesem Schluss muss man wohl kommen, wenn man vorher den neuesten Teil der "Planet der Affen"-Trilogie gesehen hat. Es ist wie in der Rezension bereits beschrieben kein Action-Film der einen hier erwartet und das obwohl der Trailer deutlich mehr in diese Richtung suggeriert. "Planet der Affen: Survival" verlässt sich sehr auf seine animierten Hauptdarsteller. Sehen die Affen toll aus? Ja. Soll der Zuschauer sie für real halten? Ja. Kann man sie tatsächlich für echte Menschenaffen halten? Nein.
Es ist faszinierend zu sehen wie ähnlich Mimik und Gestik echter Affen dem Menschen sind. Diese Figuren im Film sollen eine Mischung aus beiden darstellen. Letztendlich sind sie aber von beidem nichts richtig und man ist sich der Illusion stets bewusst. Das holt mich nicht ab wie man so schön sagt. Da die Identifikation mit den Figuren dadurch für mich komplett wegfällt bleibt unterm Strich nur ein ziemlich düsteres Melodrama, bei dem die Hauptdarsteller statt aus der echten Welt aus dem Computer kommen und statt echter Gefühle Imitationen davon zeigen, die eben in ihren besten Momenten dann mal kurz an die Realität herankommen.

Grade gesehen und fand ihn

Grade gesehen und fand ihn erstaunlich storylastig, was ich positiv finde, er lässt sich viel zeit für die figuren, sieht man heutzutage bei blockbustern leider viel zu selten ... toller film

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