Spotlight

Hier finden sich all unsere Texte, die keine Besprechung eines einzelnen Films oder Serie sind - Interviews, größere Specials und übergeordnete Gedanken zur Filmwelt.
Im Rapjargon würde man sagen, sie haben beef miteinander, der in einem battle endet, in dem sich beide dissen. Und während einer Partei im verbalen Scharmützel der letzten Tage und Wochen, dem Afro-Amerikaner Spike Lee, diese Begriffe wohl etwas sagen werden, so wird der fast 80-jährige Jazzfan Clint Eastwood mit Sicherheit damit nichts anfangen können.
Großartig! Überragend! Bombastisch! Das müssten so in etwa die Adjektive sein, die sich Deutschlands erfolgreichster Filmproduzent Bernd Eichinger samt seiner Firma Constantin Film für ihr neustes Megaprojekt "Der Baader-Meinhof-Komplex" wohl von Publikum und natürlich auch von den Journalisten wünschen.
Robert Redford knattert über die dicht befahrenen Avenues von New York. Am Lenker seines Mopeds baumelt eine Tüte voller Sandwiches. Es ist der Lunch für ihn und seine Kollegen einer kleinen, harmlosen CIA-Büroeinheit. Und wie es nun mal ab und zu so ist, benutzt Redford genau an diesem Tag nicht den üblichen Eingang, sondern kommt durch die Hintertür.
Pünktlich zum größten aller christlichen Feste mischt sich in den Weihnachtsumtrunk ein fader Beigeschmack - zumindest für Filmfreunde. Denn wenn man sich anschaut was in den USA gerade mit der Multimillionendollar -Produktion "Der goldene Kompass" passiert, könnte man durchaus mal kurz vom Glauben abfallen.
Dass die beiden Namen Sam Peckinpah und Monte Hellman zusammen gehören oder zumindest zusammen gehören können, erscheint auf den ersten Blick nicht offensichtlich. Aber da man bei beiden Männern dem ersten Blick nur bedingt vertrauen darf, macht es auch Sinn, dass man beim Betrachten des Vorspanns zur gerade erschienenen Peckinpah-Dokumentation "Passion & Poetry: The Ballad of Sam Peckinpah" von Mike Siegel liest "Narrated by Monte Hellman".
Vom 10. bis zum 20. Februar wird die deutsche Hauptstadt auch zum Zentrum der Filmwelt, denn in diesen Tagen findet zum 61. Mal die Berlinale statt. Unser Redakteur Patrick Wellinski ist mit dabei und berichtet täglich von den neuesten Ereignissen und wichtigsten Filmen des Festivals.
Filmkritiker gehören wegrationalisiert! Zumindest wenn es nach dem Willen von Brian Robbins geht, seines Zeichens Regisseur der allen Hinweisen nach unsäglichen Eddie-Murphy-im-Fettkostüm-Komödie "Norbit" und Produzent der vermutlich sauschlechten, aber in den USA trotzdem schweineerfolgreichen Biker-Klamotte "Wild Hogs".
Erstaunlich aber wahr, dass eine deutsche Sagengestalt im Jahre 2007 ihre Auferstehung feiert im unförmigen Körper eines Mafiosi-artigen amerikanischen Filmproduzenten. Gestatten: Harvey Weinstein, Reinkarnation des Baron von Münchhausen. Beruf: Lügenbaron (bisweilen auch Erpresser, Halsabschneider und Filmzerstörer). Sein neuestes Opfer: "Grindhouse".
Wenn Charlize Theron demnächst als leichtgeschürzte MTV-Heldin "Aeon Flux" über die Leinwände hopst, hat sich ein amüsanter Trend der letzten Jahre vollends bestätigt. Direkt nach dem Gewinn eines Oscars scheint es mittlerweile Usus zu sein, gleich einmal in einer absoluten Gurke mitzuwirken.
Das Filmszene-Tagebuch zu den 67. Internationalen Filmfestspielen von Venedig Vom 01. bis zum 11. September gastiert die Filmwelt in der italienischen Lagunenstadt und genießt zu mediterraner Sonne erstklassiges Kino. Und dieses Jahr ist zum ersten Mal auch Filmszene.de mit vor Ort. Unser Redakteur Patrick Wellinski berichtet täglich von den neuesten Ereignissen und wichtigsten Filmen des Festivals.
Pünktlich zum 28. Filmfest München war er auf einmal da, der Hochsommer. War das Wetter in der bayerischen Landeshauptstadt in den Wochen zuvor noch zum großen Teil trüb und verregnet gewesen, so stiegen die Temperaturen Ende Juni weit über dreißig Grad. Ideale Bedingungen also nicht nur für Fußballfans, die vor den Public-Viewing-Leinwänden in der Stadt quasi ihr eigenes WM-Filmfest feierten, sondern auch für Cineasten.
Vom 11. bis zum 21. Februar wird die deutsche Hauptstadt auch zum Zentrum der Filmwelt, denn in diesen Tagen findet zum 60. Mal die Berlinale statt. Unser Redakteur Patrick Wellinski ist mit dabei und berichtet täglich von den neuesten Ereignissen und wichtigsten Filmen des Festivals.
Vom 5. bis zum 15. Februar findet die diesjährige Berlinale statt, und macht die deutsche Hauptstadt für diese Zeit auch zum Zentrum der Filmwelt. Unser Redakteur Patrick Wellinski ist mit dabei und berichtet täglich von den neuesten Ereignissen und wichtigsten Filmen des Festivals.
Bereits zum achten Mal bot das Frankfurter "Nippon Connection"-Festival im April dieses Jahres Gelegenheit, sich mit aktuellen japanischen Filmproduktionen und vielen weiteren Aspekten der dortigen Kultur vertraut zu machen. Dass ein Event dieser Größenordnung nach wie vor rein ehrenamtlich organisiert wird, nötigt gerade dem regelmäßigen Besucher immer noch höchsten Respekt ab, allerdings verspürte der Filmszene-Korrespondent bei seinem inzwischen siebten Aufenthalt doch deutlich weniger Begeisterung für die von ihm gesichteten Beiträge als in der Vergangenheit.
Vom 7. bis zum 17. Februar findet die diesjährige Berlinale statt, und macht die deutsche Hauptstadt für diese Zeit auch zum Zentrum der Filmwelt. Unser Redakteur Patrick Wellinski ist mit dabei und berichtet täglich von den neuesten Ereignissen und wichtigsten Filmen des Festivals.
Das Britspotting Filmfestival 2007 präsentiert ein beachtliches Spektrum des britischen und irischen Kinos. Nach der Premiere in Berlin Ende April gastiert das Festival noch vom 10. bis 15. Mai in München (Cinema München) und vom 17 bis zum 23 Mai in Stuttgart (im Corso International Cinema).
Wenn man sich an einem Aprilmorgen in einem Frankfurter Hotel auf den Weg zum Frühstück macht und im Foyer Shinya Tsukamoto sitzen sieht, ist wahrscheinlich wieder mal "Nippon Connection". Dass man dort mittlerweile derart hochkarätige Gäste präsentieren kann - neben Takeshi Kitano, Takashi Miike und Hayao Miyazaki gehört Tsukamoto gewiss zu den in der westlichen Welt bekanntesten japanischen Regisseuren der letzten 15 Jahre.
Am. 4. Mai findet in Berlin die diesjährige Verleihung des Deutschen Filmpreises statt, der seit 1999 offiziell "Lola" heißt. Die nahe liegende Interpretation dieser Umbenennung war der Bezug auf den furiosen Erfolg von Tom Tykwers "Lola rennt", um aufzuzeigen, dass das deutsche Kino nach einer Durststrecke in den 90ern wieder international mithalten kann.

Fragt man heute nach den erfolgreichsten Science-Fiction-Kinoserien, fallen als erstes die Namen "Star Wars" und "Star Trek". Bevor jedoch George Lucas mit seinem Weltraummärchen einen neuen SF-Boom auslöste, ging dieses Prädikat an den "Planet der Affen": Fünf Kinofilme, zwei Fernsehserien sowie eine für die damalige Zeit beeindruckende Menge an Merchandising-Artikeln zeugen von der Popularität der Serie.

Das muss man sich schon fragen, angesichts der geballten Gaunerpower, die in den letzten Monaten nicht nur musikalisch auf uns niederprasselte, sondern demnächst auch auf der Leinwand überlebensgroß über uns herfällt. "Hustle and Flow" läuft dieser Tage an, die wenig verhüllte Starbiographie "Get Rich Or Die Tryin'" von Mega-Über-Super-Gangsta 50 Cent folgt demnächst. Und das Handy spielt dazu neben 473 weiteren coolen Klingeltönen aus dem Monatspaket immer noch "In dem Candy Shop von mein Block spielt neue deutsche Welle, Homie!".
Am Sonntag, den 14. August 2005 wurde einer der international berühmtesten deutschen Regisseure 60 Jahre alt. Dies allein wäre schon eine kleine Würdigung wert, aber Wim Wenders, dem 2005 bei den Filmfestspielen in Locarno ein Preis für sein Lebenswerk verliehen wurde, beschert uns dieser Tage auch noch mit "Don't Come Knocking" eine kleine filmische Perle über einen gealterten Western-Schauspieler (Sam Shepard). Nach dem Post-9/11-Meisterstück "Land of Plenty" aus dem letzten Jahr beweist Wenders, dass er auch weiterhin einer der wichtigsten Vertreter des deutschen Autorenfilms bleibt
Zwei Worte fassen die Emotionen des Zuschauers eines Films von Italiens Horrormeister Dario Argento zusammen: Faszination und Frustration. Kaum ein anderer Regisseur stimuliert die Sinne seiner Zuschauer wie Argento, gleichzeitig frustriert er ihren Intellekt mit absurden Plots, bizarren Dialogen und hölzernen Darstellern. Argento ist in erster Linie ein visueller und auraler Regisseur, dem Bildkompositionen, Musikuntermalung und Gesamtstimmung wichtiger sind als kohärente Geschichten oder tiefsinnige (oder auch nur sinnige) Dialoge.
Als 1968 etwas außerhalb von Pittsburgh der junge George A. Romero mit Bekannten und Investoren als Schauspieler seinen ultra-low budget-Film "The Flesh-Eaters" drehte, war keinem der Beteiligten klar, was Romeros Werk lostrat. Umbenannt in "Die Nacht der lebenden Toten" ("Night of the Living Dead") - der ursprünglich geplante Name war glücklicherweise schon vergeben - wurde dieser Schwarz-Weiß-Alptraum zum heiligen Gral des modernen Horrorfilms.