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Escape Plan

Escape Plan
action-thriller , usa 2013
original
escape plan
regie
mikael hafström
drehbuch
miles chapman, arnell jesko
cast
sylvester stallone,
arnold schwarzenegger,
jim caviezel,
vincent d'onofrio,
vinnie jones, u.a.
spielzeit
115 Minuten
kinostart
14. November 2013
homepage
http://www.escapeplan-derfilm.de
bewertung

6 von 10 Augen
Escape Plan

Neues aus der Rubrik "Berufe, die es nur im Film gibt": Ray Breslin (Stallone) berät Gefängnisse in Sachen Ausbruchssicherheit, und zwar indem er sich als vermeintlicher Häftling dort einsperren lässt und dann auszubrechen versucht. Escape PlanWeil Breslin so verdammt gut in seinem Job ist, ist er bisher noch aus jedem Gefängnis wieder raus gekommen - dass er dafür manchmal Monate hinter Schloss und Riegel verbringen muss, gehört da zum Berufsrisiko. Als ein neuer Auftraggeber an ihn heran tritt, um ein supergeheimes Hochsicherheitsgefängnis auf Herz und Nieren zu prüfen, sagt Breslin trotz der Bedingung zu, dass sein Team und sein Geschäftspartner aus Geheimhaltungsgründen nicht erfahren dürfen, wo sich besagtes Gefängnis eigentlich befindet. Dass nun keiner weiß, wo genau er jetzt hingebracht wird, erweist sich bereits als Problem, als Breslin auf dem Transport bezeugt, wie ein anderer Gefangener brutal umgebracht wird. Als er den Auftrag darum sofort abbrechen will, muss er indes feststellen, dass der Gefängnisdirektor Hobbes (Jim Caviezel) sich vom "Abbruchcode" völlig unbeeindruckt zeigt und Breslin in seine vorgesehene Zelle wirft. Dem Ausbruchsexperten dämmert, dass er reingelegt wurde und er tatsächlich in diesem Gefängnis verrotten soll. Der Ausbruch wird zur zwingenden Notwendigkeit, wenn Breslin hier jemals wieder lebend raus kommen will. Um das zu schaffen, braucht er einen Verbündeten, und findet ihn in dem geheimnisvollen Mitgefangenen Emil Rottmayer (Schwarzenegger).

Stallone! Schwarzenegger! Im selben Film! Es gab mal eine Zeit, da hätte allein diese Tatsache ein phänomenales weltweites Medienecho und einen nicht minder heftigen Besucheransturm ausgelöst. Escape PlanAllerdings liegt diese Zeit ungefähr 25 Jahre zurück, und im Jahr 2013 müssen "Sly" und der ehemalige "Governator" feststellen, dass sich die Zeiten wirklich sehr geändert haben. Wäre ihr erster gemeinsamer Kinofilm (als der "Escape Plan" trotz Schwarzeneggers Auftritten bei den "Expendables" beworben wird) früher ein Blockbuster gewesen, ist es heute nur noch ein B-Film. Und die Leute kratzt es auch nicht mehr: Nicht mal zehn Millionen Dollar spielte "Escape Plan" an seinem Startwochenende in den USA ein und muss bereits als Flop verbucht werden. 

Es wäre sehr wohlmeinend zu sagen, dass der Film mehr als das verdient hat, denn ernsthaft bemerkenswert ist er wirklich nicht. Abgestraft zu werden tut ihm allerdings auch Unrecht. Denn das, was "Escape Plan" tun will, tut er zumindest ganz anständig und solide. Einem wahren Genre-B-Film entsprechend sind die eigenen Ansprüche aber halt auch recht bescheiden kalibriert, großes und spektakuläres Kino sollte man also nicht erwarten. Zu den originellsten Details gehört hier bereits, dass Ober-Gangsta-Rapper 50 Cent in seiner Zweitkarriere als Schauspieler hier nicht etwa einen oberharten Knastinsassen spielt, sondern in der "Außenwelt" als Teil von Breslins loyalem Team einen zurückhaltenden Computer-Nerd gibt. 

Escape PlanBreslins ausgefuchste Ausbruchspläne verblüffen auch nicht gerade durch ihre Genialität, zu auffällig legt sich das Drehbuch die entscheidenden Details zurecht und lässt das Drumherum dafür bequem schwammig. In Sachen Logik sollte man hier sowieso nicht so genau hinschauen, weder bei der Architektur des vermeintlich echt total ausbruchssicheren Super-Gefängnisses, noch bei den Rahmendetails, die dessen bloße Existenz erklären sollen. Das alles ist höherer Blödsinn, überoffensichtlich darauf hingebogen, dass man die angepeilte Ausbruchs-Mär so erzählen kann, wie man gerne möchte. 

Wenn man sich den Spaß von so etwas nicht grundsätzlich versauen lässt, ist "Escape Plan" durchaus unterhaltsam. Und das ist, jawohl, seinen beiden Hauptdarstellern zu verdanken, deren abgeklärte Routine hier so exzellent zur Geltung kommt, dass man es fast schon als cool bezeichnen könnte. Während Stallone als tragende Hauptfigur sich noch ein bisschen mehr mühen muss, hat Schwarzenegger sichtlich entspannten Spaß an der Sache, vor allem wenn sein Rottmayer und Slys Breslin sich selbstironische Sprüche um die Ohren hauen und sich z.B. attestieren, schlauer zu sein als sie aussehen. Schwarzeneggers beste Szene entfaltet allerdings nur in der Original-Version ihre volle amüsante Note: In einer Strafzelle startet Rottmayer ein Ablenkungsmanöver, indem er einen klaustrophobischen Anfall vortäuscht und plötzlich in seiner (und Schwarzeneggers) Muttersprache zu fluchen und klagen beginnt. 

Immerhin kann man dem Drehbuch zugute halten, dass es im Zwischenspiel seiner Charaktere weitaus bessere Arbeit leistet als bei der kruden Konstruktion seines Grundkonzepts, und die Backstory, mit der Breslins Motivation für seinen sehr eigenwilligen Beruf erklärt wird, ist in ihrer Auflösung richtiggehend rührend. Dass so etwas in einem Stallone/Schwarzenegger-Film als bemerkenswerter Höhepunkt angeführt wird, spricht indes auch Bände darüber, dass die Action hier so übersichtlich ausfällt, dass man sie kaum in die Genre-Bezeichnung aufnehmen mag. Ansprechend flott und gefällig inszeniert ist "Ecape Plan" trotzdem. Der schwedische Regisseur Mikael Hafström, der einst mit dem herausragenden "Evil" das Ticket gen Hollywood löste und seitdem mit verlässlicher Konstanz saubere Genre-Auftragsware abliefert ("Zimmer 1408", "The Rite", "Entgleist"), legt hier gewohnt beanstandungsfreie Arbeit hin - nicht wirklich toll, aber auch nicht wirklich schlecht.

Das bleibt dann auch das Fazit für den ganzen Film: Ehrliches, bodenständiges Mittelmaß. Kann man sich angucken, muss man aber nicht. Für einen seichten Abend mit Unterhaltung aus dem Regal der Leih-Videothek tut "Escape Plan" definitiv nicht weh. Dass man so einmal den ersten gemeinsamen Kinofilm von Stallone und Schwarzenegger resümieren würde, hätte man sich vor 25 Jahren allerdings auch nicht erträumen lassen.

Frank-Michael Helmke

Ach die guten 80er. Schade

Ach die guten 80er. Schade das die Zusammenarbeit so lange auf sich hat warten lassen, dennoch freu ich mich schon tierisch auf den Film, wird sicher ein netter Kinoabend.

Es sei noch der Hinweis

Es sei noch der Hinweis erlaubt, dass Arnold Schwarzenegger einen neuen Synchronsprecher bekommen hat. Wie vielleicht nicht bekannt, werden Arnie und Sly von Thomas Danneberg gesprochen. Im Gegensatz zu den "Expendables"-Filmen traute man sich hier nicht, dass der Sprecher beide spricht (der Sprecher hat eine unglaubliche stimmliche Reichweite, so dass es möglich gewesen wäre). Des Weiteren hat der neue Sprecher Arnie einen Ösi-Akzent verpasst. Bei youTube findet man Ausschnitte aus dem Film (zum Vergleich kann man sich den Trailer angucken, in dem Danneberg noch beide spricht).

Hier die Begründung vom Filmverleih:
"Hallo zusammen,

wir haben uns vor Beginn der Synchronarbeiten lange mit der Sprecherproblematik von Sylvester Stallone und Arnold Schwarzenegger auseinander gesetzt. Während „Doppeldanne“ (Thomas Danneberg synchronisiert in der Regel sowohl Stallone als auch Schwarzenegger) im Rahmen des Trailers zu ESCAPE PLAN und auch der EXPENDABLES-Reihe noch richtig gut funktioniert, ist es hier komplizierter. Die beiden Schauspieler haben sehr viele gemeinsame Szenen und Dialoge. Nach einem umfangreichen Casting haben wir uns für eine Umbesetzung der etwas kleineren Rolle des Emil Rottmayer (Arnold Schwarzenegger) entschieden, um niemandem im Kinosaal aufgrund der an manchen Stellen sehr ähnlichen Stimmlaute zu verwirren. Dass dies für euch zunächst ungewohnt erscheint und vielleicht sogar verärgert, verstehen wir gut. Wir sind jedoch von der deutschen Fassung überzeugt und würden uns freuen, wenn ihr euch selbst ein Bild hiervon im Kino macht.

Euer Team vom Concorde Filmverleih"
(der Facebook-Seite des Films entnommen)

Na sowas, dass der

Na sowas, dass der Schwarzenegger einen Synchronsprecher braucht hätte man ja auch nicht gleich gedacht! haha Vielleicht geht es Daniel Brühl ja demnächst auch so :o)

@Vorposter: Dann versuche mal

@Vorposter:
Dann versuche mal einen Arnie-Film im Originalton zu sehen. Dann fragt man sich schon, wie der in den USA ein Star werden konnte. Die dt. Synchro rettet da sehr viel.

Jo, immer wieder erstaunlich,

Jo, immer wieder erstaunlich, wie WENIG Sprachtalent der Arnie hat.

Da rollen sich einem die Zehennägel wenn man den auf Englisch hört.

Ein launiger, angenehm

7

Ein launiger, angenehm altmodischer Actionthriller mit zwei souverän agierenden 80er Jahre-Topstars. Tolles Script, das auf das mittlerweile fortgeschrittene Alter der Hauptprotagonisten erfreulicherweise viel Rücksicht nimmt und statt auf bombastische Actionfeuerwerke auf Spannung setzt. Zum Finale gibt es dann aber doch noch mal "Arnie" und "Sly" in gewohnter Manier zu bestaunen, wobei vor allen Dingen Schwarzenegger besonders cool auftrumpfen darf.

Der mit Abstand dümmlichste

1

Der mit Abstand dümmlichste Film, den ich in den letzten 10 Jahren absitzen musste! Unglaublich bescheuert, unvorstellbar lachhaft, unerträglich öde. Diesen Schwachsinn als B-Film zu bezeichnen kommt einer Adelung gleich. Sly, Arni - und zur Krönung auch noch Sam Neill - was ist bloss aus euch geworden?

Fängt schwach an, wird dann

Fängt schwach an, wird dann richtig schlecht und zum Ende schmerzhaft.

Einen Kracher hat niemand

6

Einen Kracher hat niemand erwartet, aber dennoch übertrifft der Streifen meine Erwartungen. Es ist auch der bislang beste Film mit Old-Arni, wenn man in den Vergleich aktuellen Schrott wie z.Bsp. Terminator: Genisys setzt. Da wird man wirklich ordentlich unterhalten, ohne deswegen auf dem Tisch zu tanzen.

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