Dark Blue

cop-thriller, usa 2003
original
dark blue
regie
ron shelton
drehbuch
david ayers
cast:

kurt russell,
ving rhames,
scott speedman,
michael michele,
brendan gleeson, u.a.

spielzeit
118 min.
kinostart
12.6.2003
homepage
>>>klick<<<
bewertung

(5/10 augen)








 

 



 

Blau ist die Uniform der amerikanischen Polizisten. Dunkelblau ist - so darf man vom Titel her mutmaßen - die Uniform derer Polizisten, auf die der Schatten von Korruption, Selbstjustiz und Kriminalität fällt. Einer von denen, die es mit dem Recht selbst nicht so genau nehmen, ist Veteran Eldon Perry (Kurt Russell). Dieser ist der rechte Arm von Polizeichef Jack Van Meter (Brendan Gleeson), der als Chef der Eliteeinheit SIS in so manch krummes Ding verwickelt ist und seine Untergebenen unterweist, in seinem Auftrag kaltblütig Beweise zu fälschen, Unschuldige ans Messer zu liefern oder unliebsame (weil ehrliche) Querulanten zu erpressen. Einer dieser Querulanten ist Deputy Chief Arthur Holland (Ving Rhames), der Van Meter und seine korrupte Polizistengang schon lange im Auge hat. Und neuestes Mitglied der "dunkelblauen Polizisten" ist Bobby Keough (Scott Speedman), der dem erfahrenen Perry zur Seite gestellt wird. Während Perry dem Neuling die schmutzigen Straßendeals beibringt, wird Bobbys Affäre mit Beth Williamson (Michael Michele) dadurch belastet, dass ausgerechnet diese auf Hollands Geheiß hin Keough und Perry und deren recht laxen Umgang mit tödlicher Gewalt im Dienst untersuchen soll. Zeitgleich sollen das Duo aus altem desillusionierten Routinier und unerfahrenem aber ehrgeizigen Jungpolizist einen vermeintlichen Raubüberfall aufklären, bei dem vier Menschen kaltblütig ermordet wurden. Und je mehr Perry und Keough sich in diesen Fall verbeißen und dabei auf Gegenstand von Van Meter stoßen, desto mehr müssen sie sich fragen, ob ihre Loyalitäten noch auf der richtigen Seite liegen.

Um das Geheimnis von "Dark Blue" herauszufinden, braucht es keinen Elitepolizisten: Korrupte Polizisten in L.A. und ein Raubüberfall, der keiner war, dazu ein Storycredit für James Ellroy. "L.A. Confidential" revisited, also. Dazu dann das Team aus korruptem Routinier und seinem Lehrling, angereichert mit Hiphop und ordentlich Straßenjargon. Klingt nach "Training Day"-Schreiber David Ayer, und siehe da, wer zeichnet für das Drehbuch verantwortlich? Eben. "L.A. Confidential" meets "Training Day" also.
Nur schade, dass "Dark Blue" qualitätsmäßig weder an den einen noch den anderen dieser Filme heranreicht. Denn "Dark Blue" ist zu offensichtlich, zu überraschungsarm, zu vollgebaut mit Klischees. Das alles hat man schon anderswo zu oft und besser gesehen und rechte Spannung will eigentlich zu keinem Zeitpunkt aufkommen. Denn während Charaktere und Konflikte von Anfang an viel zu durchsichtig konzipiert sind, so erhofft man sich von der als Zeitkolorit eingebauten Rodney King-Storyline vielleicht noch den ein oder anderen relevanten Impuls. Die Ereignisse des Films spielen nämlich während des Prozesses gegen die vier Polizisten, die King 1991 brutal und relativ grundlos krankenhausreif schlugen.
Leider verspricht der Film damit zuviel, denn Ayer (als Ex-Ghettobursche momentan Hollywoods heiß umworbenster Mann für tough guy scripts mit street credibility) vergaß, dieses Szenario konsequent zu durchdenken bzw. die Brisanz des realen Falls irgendwie angemessen zu würdigen. Er benutzt die durch diesen Prozess brodelnde Stimmung zwischen Schwarz und Weiss lediglich als im wahrsten Sinne des Wortes colourful backdrop, vor dem sich seine arg konventionelle Geschichte abspult. Und wenn dann am Ende die auf das Urteil folgenden Rassenunruhen lediglich dafür genutzt werden, den Showdown etwas größer und aufgemotzter zu präsentieren, dann sieht man: Chance kläglich vertan.

An dem Schauspielerensemble liegt es dann auch nicht, dass "Dark Blue" zwar durchgehend routiniert und ansprechend, aber über weite Strecken eben auch recht langweilig daherkommt. Kurt Russell zum Beispiel ist jemand, auf den Verlass ist. Hits hat der ehemalige Kinderstar zwar schon lange nicht mehr, aber seine Performances sind eigentlich immer recht gut. Gleiches gilt hier auch für die Kollegen Ving Rhames ("Pulp Fiction", "Out of Sight") und Brendan Gleeson ("Gangs of New York"). Quotenfrau Michael Michele wird dagegen verheizt, und dem als Ben aus "Felicity" zumindest einem Teeniepublikum bekannten Scott Speedman wird dramaturgisch und darstellerisch auch nicht grade viel abverlangt. Alle Rollen sind einfach zu konventionell, als das hier wirklich etwas hängen bleiben könnte.
Vielleicht lag es ja am Regisseur. Ron Shelton gilt eigentlich als Spezialist für Sportkomödien, und erledigt diese Aufgaben bravourös ("Annies Männer"), zufriedenstellend ("Weiße Jungs bringen's nicht") oder mäßig spannend ("Tin Cup"). Aber Thriller sind ganz klar nicht seine Sache, vielleicht ist das Ergebnis deswegen so uninspiriert und wirkt wie aus leidlich bekannten Versatzstücken relativ beliebig zusammengewürfelt.

Zu hart ist über "Dark Blue" trotzdem nicht zu urteilen, denn das Altbekannte wird zumindest ohne große Hänger und professionell dargeboten. Und dass dieser Film ausschließlich etwas für Leute ist, die vorher genau wissen wollen, was sie erwartet - tja, das macht ihn ja noch nicht vollkommen überflüssig. Aber eben auch alles andere als zwingend. Und so wird Dunkelblau dann recht schnell zu Fahlgrau. Definitiv nicht die filmische Modefarbe der Frühlingskollektion.

S. Staake

 


Name: Ventre
Email: danielschoenenberger@web.de
Bewertung:     (1 von 10 Digital Eyes)

EIn absolut schlechter Film in meinen Augen. Schlechte Story, Schlechte Regie...Schlechtes Schauspiel (mal abgesehen von ving rhames
scott speedman, die ihre rolle ganz passabel gespielt haben).
Also in meinen AUgen ist dieser Film absolut nicht empfehlenswert.



Name: Gecko
Email: -
Bewertung:                   (8 von 10 Digital Eyes)

Von einem Film, dem ein James-Ellroy-Roman als Vorlage diente, hätte man eine etwas vielschichtigere und komplexere Story gewünscht, für sich genommen gelang Ron Shelton jedoch ein realistischer, schonungsloser und fesselnder Cop-Thriller mit einem Kurt Russel, wie man ihn seit "Die Klapperschlange" nicht gesehen hat, einem mehr als soliden Darsteller-Ensemble, einer konsequent aufrecht erhaltenen Spannungskurve und einigen intensiven persönlichen Momenten, die das zerüttete Privatleben des Protagonisten auf durchaus berührende Art darstellen.
Anzumerken sei noch, dass man die Rahmengeschichte um Rodney King und die Rassenunruhen in Los Angeles noch etwas besser und v.a. ausführlicher in den fiktiven Kriminalfall hätte miteinbeziehen sollen.

Fazit: Kein zweiter "L.A.Confidential", aber allemal über dem Genre-Standart.



Name: McJ
Email: Mcj@Scotland.sct
Bewertung:             (5 von 10 Digital Eyes)

Kein schlechter Film... kein guter Film.
Obwohl ich ihn erst vor einigen Wochen an einem eindrucksvollen Ort gesehen habe (Kino am Broadway in New York), konnte ich mich schon gar nicht mehr recht an ihn erinnern. Wie hiess er noch im Original?
Um was ging es nochmal genau? Wer spielte da mit? Ach ja, die alte Klapperschlange...

Ist in vieler Hinsicht schlechter als z.B. 'Training Day': die Story, die Darsteller, die Intensität.
Reiht sich ein in die lange, lange Reihe von Cop-Filmen, die man sich ohne Abschaltreflex Sonntagabend auf Pro7 anschauen kann... aber für die man nicht ins Kino muss.



Name: kritiker
Email: dfb@web.de
Bewertung:                   (8 von 10 Digital Eyes)

die story ähnelt sehr der des films training day, aber es gibt mehr spannung und unerwartete wandlungen. wer vorher nichts über den film gelesen hatte -so wie ich- ist von kurt russels rolle ziemlich erstaunt.er leistet eine sehr gute schauspielerische leistung und auch der drehbuchautor bringt durch die brutalität der handlung eininge szenen zustande ,die man bei einem krimi einfach nicht erwartet, zb der überfall auf das geschäft oder als der junge polizist von kurt russel aufgefordert wird auf einen unbewaffneten zu schießen und....
ich habe in letzter zeit viele filme im kino gesehen (ua den schwachen matrix reloaded)und war endlich mal wieder begeistert.



Name: Bugsy der Consigiliere alle korrupten Polizisten
Email: What the fuck are you talking about?
Bewertung:                     (9 von 10 Digital Eyes)

Sehr guter und intelligenter Film, der die Welt der Korruption und des Rassismus perfekt wiederspiegelt! Ich hab ihn genossen!



Name: Hahlebob
Email: larifari@wix.com
Bewertung:                   (8 von 10 Digital Eyes)

Klasse Film, fand ich sehr gut!
Besonders gefallen hat mir, daß der Film trotz seiner Fiktion, auf mich wie ein Zeit-Dokument wirkte, der Ursachen und Begleit-Erscheinungen der Los Angeles Rassen-Unruhen glaubhaft wiedergibt.
Die Rahmengeschichte um Rodney-King und die Unruhen ist sehr oberflächlich, aber das passt auch ganz gut so. Viel wichtiger, es wird verständlich gemacht wie solche Ungeheuerlichkeiten erst entstehen.
Wenn man es nicht mal mit eigenen Augen sieht, glaubt man gar nicht wie tief die Moralvorstellungen anderer Menschen sinken können!



Name: T-X
Email: ka
Bewertung:     (1 von 10 Digital Eyes)

Ein wirklich schlechter Film. Von Kurt Russel hatte ich so etwas nicht erwartet. Kann aber nicht viel weiter dazu sagen, da ich nur die ersten 30 Minuten gesehen habe, denn länger konnte ich diese dummen Dialoge und das Fäkalgeschwätz nun wirklich nicht etragen.



Name: Matt
Email: mat.cuylen@usa.com
Bewertung:                     (9 von 10 Digital Eyes)

Sehr guter Film, der eindrücklich zeigt, dass Menschen auf der verzweifelten Suche nach Erfolg, Macht und Geld letztendlich doch nicht glücklich werden können.



Name: Toe
Email: k/a
Bewertung:                   (8 von 10 Digital Eyes)

Von der ersten Sekunde an sehr spannender Film. Kurt Russel war in diesem Film mehr als blos gut - eine brilliante Leistung.

Kann die schlechten Bewertungen nicht so ganz nachvollziehen.



Dein Kommentar zu diesem Film:
Name:
Email:
Bewertung: von 10 Augen