Solaris

science-fiction, usa 2002
original
solaris
regie
steven soderbergh
drehbuch
steven soderbergh
cast:

george clooney,
natascha mcElhone,
jeremy davies,
viola davis, u.a.

spielzeit
98 min.
kinostart
06.03.2003
homepage
http://www.solaristhemovie.com
bewertung

(4/10 augen)








 

 




 

Nach dem filmischen Erholungsurlaub "Ocean's Eleven" kehrt Hollywoods Kritiker- und Cineasten-Liebling Steven Soderbergh (Regie-Oscar für "Traffic", Nominierung für "Erin Brockovich") mit "Solaris" nun zum anspruchsvolleren Kino zurück und fährt dafür auch gleich ein besonders schweres Geschütz auf: ein Remake von Andrei Tarkovskys unzugänglichem Filmklassiker aus dem Jahr 1972, der als eine christliche Reaktion auf Stanley Kubricks vermeintlich atheistischen "2001 - Odyssee im Weltraum" verstanden werden wollte und wiederum auf einem Roman des polnischen Sci-Fi Autoren Stanislaw Lem beruhte. Lem, dessen Werke mit den üblichen Genreausstößen ungefähr soviel gemein haben wie Dostojewski mit John Grisham, gilt als einer der anspruchsvollsten und literarischsten Schriftsteller seiner Zunft. Seine Bücher und Erzählungen befassen sich in einem oftmals sehr nüchternen Stil mit grundlegenden philosophischen, religiösen und wissenschaftlichen Problemen, ohne aber je in platte "Star Trek"-Gefilde abzudriften.
Dementsprechend introspektiv und handlungsarm (nicht gerade die besten Voraussetzungen für einen Film...) ist die Geschichte des Psychologen Kris Kelvin (George Clooney), der nach dem Tod seiner Ehefrau in den Orbit des Ozeanplaneten Solaris berufen wird, weil die Besatzung einer Raumstation von traumatischen Erfahrungen und Selbstmorden geplagt wird. Dort angekommen erfährt Kelvin, dass sich hinter Solaris eine unbekannte Intelligenz verbirgt, welche ohne erkennbares Motiv bestimmte Erinnerungen der Crew zum Leben erweckt. Und tatsächlich: kurz nach seiner Ankunft auf der Station begegnet Kelvin seiner verstorbenen Frau Rheya. Hin- und her gerissen zwischen dem Verlagen, diese zweite Chance zu nutzen, und den Zweifeln an der Authentizität seiner Erlebnisse, versucht er das Mysterium von Solaris zu ergründen. Dabei muss er sich selber mit der unangenehmen Frage konfrontieren, wie gut er Rheya wirklich gekannt hatte und wie ähnlich diese fleischgewordene Erinnerung der realen Person tatsächlich ist.

War Lem schon nicht mit der 1972er Version zufrieden (was nicht viel heißen soll...), würde er bei diesem Remake wahrscheinlich schreiend aus dem Kino stürmen, denn Soderberghs "Solaris" ist leider nichts anderes als ein narzisstischer Langweiler der übelsten Sorte: unendlich lange Close-ups der Charaktere, bedeutungsschwangeres Schweigen, zähflüssiges Erzähltempo, fragmentarische Dialoge, regungslose Gesichter und noch mehr Schweigen. Es scheint beinahe so, als hätte Soderbergh mit aller Kraft versucht, sämtliche negativen Assoziationen, die man mit dem Begriff "Autorenfilm" verbindet, in 98 Minuten Laufzeit zu packen.
Aber leider macht Stille alleine eben noch keinen interessanten Subtext, wenn die Dialoge dazwischen nur aus pseudo-intelligentem Gesülze bestehen. Auch reichen Close-ups nicht aus, den Betrachter emotional zu involvieren, wenn sie das Innenleben der Charaktere nicht offenbaren, weil selbige sich nur wie wiederkäuende Kühe anstarren. Und Langsamkeit ist noch lange nicht mit Anspruch gleichzusetzen, besonders dann nicht, wenn jedes philosophische, moralische oder spirituelle Problem, das der Film anschneidet, früher oder später von einem der Protagonisten auch noch in aller Ausführlichkeit artikuliert wird.
Soderberghs Versuch, großes Kopfkino in der Tradition des europäischen New Cinemas zu inszenieren, führt zu einigen ziemlich lächerlichen Szenen. So rennt Natascha McElhone auf der Suche nach ihrer Identität die ganze Zeit mit aufgerissenen Rehaugen durch die Raumstation und nervt die anderen Protagonisten sowie das versammelte Publikum mit solch hoch existenzialistischen und unglaublich tiefgehenden Fragen wie "Woher komme ich?", "Was bin ich?", "Wohin gehe ich?". Super! Dass man spätestens nach einer Stunde der Leinwand nur noch ein heftiges "Ist mir doch scheißegal!" entgegen schleudern will, ist symptomatisch für den ganzen Film, denn die Charaktere und ihre Dilemma lassen einen seltsam kalt. Soderberghs schier panische Angst, sein Film könnte aufgrund der Thematik allzu melodramatisch und kitschig ausfallen, führt zu einer extrem distanzierten Erzählweise, deren Endresultat ein Desinteresse auf Seiten des Publikums ist (Soderbergh selber hat mit "Traffic" und "Erin Brockovich" gezeigt, dass Gefühle und Kitsch auch ohne eine emotionale Radikal-Sterilisierung sehr effektiv voneinander getrennt werden können).

Clooney-Fans dürfen sich zwar über die ein oder andere medienwirksame Aufnahme seines nackten Hinterns freuen, aber seine Mimik bleibt dafür um so ausdrucksloser. Die Tatsache, dass dieses minimalistische Spiel eine durchaus bewusste Entscheidung war und nicht auf einen Mangel an Clooneys Talenten zurückgeführt werden kann, macht die Sache auch nicht erträglicher. Die Einsamkeit und Isolation der Figur wird so zwar merkbar nach außen gekehrt, aber auf eine Art und Weise, die auf der Leinwand nur bedingt funktioniert. Wenn diese Fassade am Ende bröckelt, dann geschieht das zu einem Zeitpunkt, an dem man schon jedes Interesse an dem Protagonisten verloren hat.
Die obligatorischen Nebenrollen-Exzentriker geben ebenfalls nicht sehr viel her: Jeremy Davies soll als nervöser Computer-Nerd für ein bisschen melancholische Komik sorgen (wobei der Humor darin besteht, dass der Charakter keinen einzigen kohärenten Satz von sich geben kann und sich minutenlang durch seine Zeilen stottert. Hahaha. Zum Brüllen) und Viola Davis darf als introvertierte Wissenschaftlerin Kelvin gelegentlich eine ihrer Solaris-Theorien vortragen, damit der Plot auch mal ein paar Zentimeter weiter kriechen kann (die Rolle ist letztendlich so irrelevant, dass sich einem fast schon der unangenehme Begriff "Quoten-Schwarze" aufdrängt).

Auch die Optik, die wohl als eine Hommage an Kubricks "2001 - Odyssee im Weltraum" verstanden werden soll, ist dermaßen ideenlos, dass sie nur als eine amateurhafte Imitation daherkommt. Sämtliche Kostüme, Kulissen und Kameraeinstellungen sind nichts weiter als billige Kubrick-Plagiate, die zeigen, dass Soderbergh trotz seines Rufes nie in diese Dimensionen vordringen wird. Er hätte diesen Vergleich einfach nicht so offensichtlich erzwingen sollen. Zwar versucht der Regisseur dem Look seinen persönlichen Stempel aufzudrücken, indem er wieder einmal seine berühmten Farbfilter bemüht, aber die Einteilung (grobkörnige Brauntöne für die Flashbacks, steriles Neonlicht für die Raumstation) entbehrt sich jeglicher Kreativität und sieht aus, als würde sich Soderbergh auf verzweifelter Stilsuche nur noch selber kopieren. Während "2001" ein technisches und visuelles Meisterwerk war, langweilt "Solaris" nur mit nichtssagenden Aufnahmen des Ozeanplaneten (der sich im Film einzig als flackerndes Diskolicht mit Blitzen und Nebelwolken präsentiert; so eine Art planetarischer Rohrschach-Test) und endlosen Weltraumeinstellungen, die gerne meditativ wären, aber in ihrer Redundanz letztendlich nur zur allgemeinen Langweile beitragen.

Zu allem Überfluss wurde der Film in den Staaten noch als großes, von James Cameron produziertes Starkino beworben (so eine Art "Titanic" im Weltraum), was zu regelrechten Massenfluchten aus den Kinosälen geführt hat. Zwar sind solche Publikumsreaktionen nicht unbedingt als Qualitätsurteil zu werten, aber sie zeigen dennoch, dass es dem Film nicht gelingt, sein Publikum zu fesseln. Christopher Nolans "Memento" hatte z.B. eine ähnliche Thematik (Identitätssuche und Erinnerung), benutzte eine weitaus kompliziertere Erzählweise und hat die Zuschauer trotzdem unterhalten können.
Sicherlich werden einige Feuilletons den Film als cineastisches Meisterwerk mit Mut zur Langsamkeit loben, als Liebesfilm ohne falsche Sentimentalität, als erwachsenen Science-Fiction Streifen oder als kaltes Porträt menschlicher Vereinsamung, aber die gleichen Publikationen würden auch "Jackass: The Movie" als eine dadaistische Demontage narrativer Konventionen anpreisen, solange sich ein namhafter Kultfilm-Regisseur für den Müll verantwortlich zeichnet. "Solaris" wäre gerne ein unheimlich cleverer und vertrackter Film, aber Soderbergh bemüht so viele Plattitüden, dass man sich schon beim Zusehen schämt, und der Streifen letztendlich zu seiner eigenen Satire verkommt. Die inszenatorische Coolness, die in "Traffic", "Ocean's Eleven" oder "Out of Sight" brillant funktioniert hat, wirkt in "Solaris" nur noch deplaziert, da sie ein dramaturgisches Paradoxon produziert: einen emotionslosen Film über große Emotionen.
"Solaris" krankt letztendlich an der Eitelkeit des Regisseurs und seiner Hauptdarsteller. Herausgekommen ist ein absolut unbedeutender, hochnäsiger und vermeintlich elitärer Film, der trotz einer knappen Spielzeit von nur 98 Minuten Kubricks überlanges Sternenepos wie einen amphetamin-gespeisten Videoclip erscheinen lässt. Spätestens bei der verkitscht-religiösen Auflösung sollte schließlich jedem klar werden, dass der Film tatsächlich so platt ist, wie er die ganze Zeit über schien.

J.D. Kucharzewski

 



Name: Dalusia
Email: Dalusia@gmx.net
Bewertung:                   (8 von 10 Digital Eyes)

Oha, so gehen meinungen auseinander. Anscheinend war ich eine der wenigen die diesen film genossen hat:)
Die cinematography war in meinen augen der hoehepunkt des filmes. Ein vergleich mit kubrick ist angebracht und ja, dieser film geht da gnadenlos unter. Trotz allem ein wunderschoen gefilmter streifen, wenn auch nicht sonderlich originel.

8 von 10 augen, sicherlich nicht jedermans sache.



Name: Der Soziopath
Email: triple_baconcheeseburger@web.de
Bewertung:               (6 von 10 Digital Eyes)

Naja, ich möchte jetzt eigentlich nicht allzuviele Worte über diesen Film verlieren; mit 2001 zu konkurrieren, vermag der Film wahrlich nicht; ich glaube auch nicht, dass er das wirklich versucht, geht er doch mit seiner Einfachheit eher in die engegengesetzte Richtung. Doch genau da liegt der Punkt. Was will er denn dann eigentlich? Mit brillanter Charakterdarstellung (und cinematographischer Visualisierung derer innerer Konflikte) kann/will dieser Streifen ja wohl auch nicht glänzen, esseidenn ich bin blind für irgendwas Wesentliches...
Dennoch war der Film irgendwie dann trotzdem kurzweilig, ich kannte vorher weder den Originalfilm noch das Buch, und so dachte ich immer, dass irgendwann doch etwas nennenswertes, die Handlung umkrempelndes passieren müsste, sozusagen das retardierende Moment. (In Anbetracht dieser Tatsache ist die ausgesprochen langatmig-zähe Langsamkeit des Films sogar positiv zu erwähnen, da diese zumindest teilweise atmosphärisch-spannende Elemente fördert.)
Bei dem, wie oben erwähnt, zugegebenermaßen (ein wenig) platten Ende jedoch wurde auch ich enttäuscht bzw. eines besseren belehrt, um dann, trotz des vielen Popcorns, den Kinosaal mit einem leeren Gefühl im Magen, sagend, dass irgendwas einfach fehlte, zu verlassen.
Dennoch ein, vor allem vom technischen Aspekt her durchaus solider, aber meines Erachtens nach nur Pseudo-ausdrucksstarker (man hätte auf jeden Fall mehr draus machen können) Sci-Fi Film.
Einmal anschaun, am besten am Kinotag wo der Eintritt nur die hälfte kostet, kann auf keinen Fall schaden, aber bevor man ihn sich ein zweites mal antut, sollte man sein Geld dann doch lieber sinnlos versaufen oder den Mormonen schenken.

6 von 10 möglichen Wertungseinheiten, da mir der Soundtrack gefiel (obwohl der eigentlich auch nur 08/15 Gedudel ist)...



Name: Max Hardcore von den Ponypoppers aus dem Elbenwald
Email: maxhardcore@hotmail.com
Bewertung:                   (8 von 10 Digital Eyes)

Verehrter Autor,
wer,glaubst Du eigentlich, wird Deine ellenlange Kritik bis zum Ende lesen? Wer seine Meinung öffentlich zum Ausdruck bringt,sollte nicht mit dem Anspruch grenzenloser Geduld an die Rezipientenschaft spekulieren. Mich interessiert eigentlich weniger die Spekulation darüber, wann Stanislav Lem "wahrscheinlich schreiend" aus dem Kino rennen würde, sondern mehr, welche (emotionalen) Eindrücke und Impulse der Film bringen könnte.
Es tut mir ein wenig leid für Dich, dass SOLARIS Dir nicht intelligent genug war; ich empfand ihn gedanklich anregend. Der Film hat mir etwas (persönliches) vermittelt.
Im Sinne dieser Kritik: Unter Heranziehung Deiner Intelligenz lässt sich der tiefere Sinn Deines Lieblingswortes "Pseudo" möglicherweise ganz neu überdenken.



Name: Holger Legler
Email: Holger.Legler.Solaris1@gmx.de
Bewertung: -

nur eine frage : wie kann man so arrogant sein, ein so belangloses
filmchen als tarkowski -" remake " zu vermarkten ?



Name: Jean
Email: sicher
Bewertung: -

Hier würde mich doch mal spontan die Filmbewertung eines anderen Filmszene-Schreiberlings interessieren...



Name: Tamrun
Email: TamrunAbbrunk@aol.com
Bewertung:           (4 von 10 Digital Eyes)

Wozu die Aufregung? J.D. Kucharzewski hat doch recht. Am Ende interessiert sich eh niemand mehr für die Story, weil sie sich in Langweiligkeit verliert... Natürlich ist das alles optisch brillant, aber das reicht nicht aus...



Name: karo
Email: crash-override@gmx.li
Bewertung:                       (10 von 10 Digital Eyes)

also ich kann auch eindeutig sagen, dass sich meine meinung vom film sehr von der des autors unterscheidet.
ich kenne die erste verfilmung nicht aber ich kenne das buch und fand es klasse. die bücher von lem lese ich im übrigen sehr gerne und der film bringt die stimmung des buches sehr gut rüber.
wo sich das buch in langen wissenschaftlichen abhandlungen über das wesen solaris verliert so tut der film sein besten dem zuschauer die grundhandlung des buches zu zeigen.
die leistungen der beiden hauptakteure fand ich sehr überzeugend.
und ich würde mich auch nicht so sehr herablassen und den film mit "2001" vergleichen. mal abgesehen davon das beide filme im all spielen haben sie keine gemeinsamkeiten, die man vergleichen könnte, ist es auch völlig unangebracht. solaris kommt in meinen augen nicht als billiges plagiat von 2001 daher allein aus der sicht das es eine romanadaption ist, die sich mit wenigen ausnahmen sehr ans buch hält.
wer das buch kennt wird den film mögen und auch die hintergründe erkennen dass der rest ihn nicht mögen wird kann durchaus sein tut aber dem film keinen abbruch.
ich werd ihn mir dann auch mal auf deutsch ansehen und vielleicht auf meine dvd wunschliste nehmen.
tip an den autor: lies das buch noch mal und dann denk mal drüber nach...

in diesem sinne
karo



Name: shog
Email: nullbock@web.de
Bewertung:                     (9 von 10 Digital Eyes)

klasse film,welcher es vermag bei dem zuschauer einige essentielle frage über die liebe,das sein und das was kommen wird aufzuwerfen....



Name: Biosemiotiker
Email: oliver-grimm@gmx.net
Bewertung:             (5 von 10 Digital Eyes)

Liebe Diskuttanten! Ich habe den Film zwar nicht gesehen, fand aber alle Eure Beiträge ganz wunderbar. Als Konsensbedürftigber Deutscher schlagee ich deshalb 5 von 10 als Bewertung vor. Ausserdem würde man wohl ohne Hollywoodeskes Marketing auch Tarkovskys "Solaris" nicht über Kazaa bekommen, insofern ist Soderbergh schon zu danken ;-)



Name: stalker
Email: blaxxter@gmx.de
Bewertung:                       (10 von 10 Digital Eyes)

herrschaften,

bei den meisten ist es nun ja zu spät aber ich kann nur empfehlen das buch zu lesen, das buch nochmals zu lesen, tarkowskis original zu sehen, soderberghs remake zu sehen und dann zu urteilen.
meines erachtens nach ist das der beste sf-streifen der seit "event horizon" zu sehen war.



Name: david westlake
Email: n/a
Bewertung:             (5 von 10 Digital Eyes)

der film war eine große enttäuschung für mich. die nebenrollen waren wirklich sehr nervig und die szenenanschlüsse haben oft nicht harmoniert. man hat als zuschauer kaum die möglichkeit sich mit dem protagonisten zu identifizieren und humorvoll oder spannend ist die handlung leider auch nicht.
jedoch 5 punkte für das philosophische thema.



Name: Hardman
Email: diginamix@web.de
Bewertung:     (1 von 10 Digital Eyes)

Soderbergh hat eigentlich nichts vom Inhalt des Romans verstanden.
Macht aber nix - das Thema 'Liebe' läßt sich ja grundsätzlich immer gut verheizen. Somit ist aus einer wirklich intelligenten Buchvorlage erneut ein hollywood-konformer Film entstanden, auch wenn uns Soderbergh mit seiner Erzählweise gerne etwas anderes vorgaukeln möchte.
Soderberghs Version eignet sich daher ganz gut für pseudo-tiefschürfende Betroffenheitskünstler, die in dem Film Dinge sehen werden die es gar nicht gibt. Einen tieferen Sinn beispielsweise. Den hat Soderbergh mit seiner eigenen 'Solaris'-Version leider verspielt.



Name: superduper
Email: superduper@gmx.com.hk
Bewertung:     (1 von 10 Digital Eyes)

Hallo,

gerade war ich in dem Film.
Ich war vorher völlig unbelastet bzw. voreingenommen, denn ich habe NICHT das Buch, den Originalfilm oder vorher überhaupt etwas über den Film gehört. Kurz gesagt, ich wusste vorher nicht über den Film. Nach dem Film weiss ich allerdings auch nicht mehr. Ich habe den ganzen Film die sehr spärlich bereitgestellten Informationen zum Sinn des Filmes im Geist gesammelt in der Hoffnung, dass diese irgendwann einen tieferen Sinn preisgeben würden, da die oberflächliche Handlung gegen Null ging.
Leider habe ich mich da getäuscht und ich quälte mich umsonst durch 98 Minuten ewig lange nichtssagenden Gesichtsausdrücken und pseudotiefsinnigen langatmigen Dialogen untermalt mit schrecklicher Musik. Die Musik vermittelte aber im Gegensatz zu den Personen wenigstens etwas Athmosphäre, welche ich aber als teilweise sehr unpassend fand.
Wie gesagt sammelte ich die Informationen (was nicht unterhaltend war), aber für mich schloss sich der Kreis der Informationen nicht zu einem erhoffte wirklich tiefsinnigen Inhalt.
Die Informationen, dass es vielleicht noch eine andere Existenzform gibt und dass man selbst vielleicht nur ein Plagiat sein kann und dieses Plagiat gekoppelt/erzeugt mit (vielleicht falschen) Vorstellungen (auch Liebe) ist, scheint mir etwas sehr billig. Ausserdem gibt es auch keine tiefere Fragestellungen, die der Film aufwerfen will. Es stellt sich für mich nach dem Film nur folgende Frage: Was soll das alles?

Falls es aber noch einen wirklich tieferen Sinn des Films geben sollte, der bis jetzt von keinem hier dargestellt wurde, dann ist dieser mir vorschlossen geblieben.
Mein Eindruck ist, dass es mir aber nicht alleine so gegangen ist.

Mein Urteil lautet: Der letzte Mist!
Schade, dass man hier nicht 0 Punkte/Augen geben kann.



Name: Wutzhans
Email: ostilo@uni.de
Bewertung:                     (9 von 10 Digital Eyes)

hallo,

tja...so gehen die meinungen auseinander. fangen wir mal an kurz zu rezensieren:
1) der soundtrack ist wirklich klasse und stimmig, wegen dem ich auch bis zum schluss im kino blieb
2) typisch für soderbergh: die komplementären farbkombinationen
3) überzeugende schauspielerleistungen (in keiner szene zweifel ich an den dargestellten personen)
4) aber das wichtigste: man kommt mit einem schweren herzen und vielen fragen aus dem kinosaal,.., und ein film der zu diskussionen anregt ist (meiner meinung nach)ein sehr guter film (ich erinner da an kubricks eyes wide shut)

fazit: ich freu mich, dass man aus hollywood noch so etwas zu sehen bekommt und gerade die dünn gehaltenen dialoge, die nicht zu dick aufgetragen und aufgesetzt wirken, zeigen doch, dass der film nicht pseudointellektuell u.ä. ist



Name: superduper
Email: superduper@gmx.com.hk
Bewertung:     (1 von 10 Digital Eyes)

Zu 4)
Welche Frage stellt der Film bzw. zu welchem Diskussionsthema regt der Film an?

Ich sehe nur: "Welchen Sinn hat der Film" oder "Warum habe ich so viel Geld und Zeit darin investiert?".
Wandfarbe bei Trocknen ist genau so spannend und man kann darüber auch scheinbar hintergründige Fragen stellen. Es fragt sich nur, ob man dort nicht dann zu viel hineininterpretiert.

Danke!



Name: EMZ
Email: nigga@uboot.com
Bewertung:                       (10 von 10 Digital Eyes)

Einige Leute haben wirklich Probleme. Soderbergh hat den Inhalt wohl verstanden. Nur wollte er mit seinem Solaris nicht das gleiche ausdrücken wie Lem. Ich halte Soalris für ein Meisterwerk seines gleichen. Die Filmszenekritiker werden mir langsam unheimlich. Es ist wieder so ein Film der die Leute spaltet. Genau wie damals als 2001 in die Kino kommen. Die große Maße befand ihn als langweilig, doch zehn Jahre später wurde erkannt, daß es ein Meisterwerk ist. Jetzt traut sich keiner der Möchtegernkritiker mehr 2001 zu kritisieren. Glaubt mir Solaris wird in einigen Jahre auch zu diesen Meisterwerken gehören. Alle die den Film langweilig finden, sollten sich lieber Armageddon anschauen.



Name: XILEF
Email: n/a
Bewertung:                       (10 von 10 Digital Eyes)

hervorragender Film



Name: Chridanian
Email: asffg
Bewertung: -

Wenn ich mir diese erhitzte Diskussion hier anschaue, stellt sich mir doch die Frage: Was kann einem Film überhaupt besseres passieren??



Name: Paul Orno
Email: paul_orno@freenet.de
Bewertung: -

Zuschauer!



Name: Mohikaner
Email: mohikaner@barfuss.ch
Bewertung:                   (8 von 10 Digital Eyes)

um erstmal die diskussion zum vergleisch soderbergh/lem/tarkovski

soderbergh wollte keinenfalls ein "remak" von solaris drehen, in einem interview (auf kino.de hab ichs glaub gelesen) bezeichnet er das werk als "neue inszinierung, wie es auch im theater gemacht wird"... neuer fokus, neuer film

meine meinung von dem film (habe weder buch gelesen[obwohl ich lem lese], noch den alten solaris gesehen [hab ihn nur auf russisch an der hand...]):

genialst anzusehen, egal bei wem er kopiert oder sonst was... endlich mal wieder jemand, der langsame und stille weltraumszenen dreht

der soundtrack ist zwar gewöhnungsbedürftig, aber eigentlich nicht unschick

story: obwohl es wie eine platte aneinanderreihung von szenen wirkt, dienen viele der rückblenden dazu, fragen gegenüber des (ok... schon sehr kurzen) handlungsstrangs zu stellen

beispiel: (spoiler)
bei tisch diskutieren die chris' freunde mit dessen frau über gott... denken wir den gedanken des einen tischgenossen weiter (gott ist eine vom menschen nach dessen verständnis geschaffene illusion [in etwa]) und nehmen nun die existenz einer "höheren macht" über dem menschen an (im folgenden gott genannt), so stossen wir darauf, dass die ziele und handlungen, genauso wie die absichten gottes für den menschen nicht verständlich sind... versteht jemand von euch die handlungen solaris'? sie werden nie aufgeklärt, es wird auch nie aufgeklärt, ob die "besucher" gutwilliger oder böswilliger natur sind.

nur mal so als beispiel für einen lösungsansatz für diese fein eingestreute andeutung...

genauso finde ich es angenehm, dass sich die handlung fast nur auf kelvins konflikt beschränkt... dies gibt möglichkeiten, zwar relativ unwichtige, aber sehr schöne/amüsante/sympathische szenen in die rückblenden einzubauen.

zur emotionellen kälte:
die ist mir nur in der "blauen" phase, im all, IN DER KÄLTE aufgefallen, die liebesszenen finde ich einfach mit dem durchsetzt das jeder von uns hoffentlich aus angenehmen beziehungen kennt: eine gewisse witzige wärme, genauso wie aus zerbrochenen beziehungen: eine erschreckende kälte in den schlussszenen...

alles in allem:
endlich mal wieder ein leiser film, ohne den grossen anspruch, direkte aussagen zu machen, oder die welt zu verbessern
nicht der beste (deswegen keine 10), aber sehenswert

und als letztes noch ein paar grüsse an meinen freund dr. trottelrainer aus der schweizer futurologengruppe



Name: Elroy
Email: dummy@dummy.net
Bewertung:               (6 von 10 Digital Eyes)

Bilder, Kamera und Töne: 10 Augen. Ich konnte mich nicht stattsehen und -hören an diesem meditativem Kunstwerk. Absolute Meisterklasse. Um Längen besser und zeitgemäßer als Kubricks LSD-Trip in 2001 (wenn man schon vergleichen will: 2001 fand ich sterbenslangweilig - beim ersten Mal bin ich nach 30 min. rausgegangen und Strauß-Walzer konnte ich noch nie ertragen. Bei Sonderberghs Solaris dagegen wird das Mysterium des Lebens direkt sinnlich erfahrbar. Einfach genial.

Story: 3 Augen, da ziemlich unglaubwürdig und obendrein kitschig. Der Film mit einer halbwegs plausiblen Story wäre insgesamt ein Meisterwerk gewesen. Schade, dass Sonderbergh sich da nicht mehr zugetraut hat (oder er hat sich mit der Story schlichtweg übernommen).



Name: Shaggz
Email: Killer@Clown.de
Bewertung:             (5 von 10 Digital Eyes)

Eigentlich lässt sich dieser Film mit 2 Worten beschreiben:



!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! MEGA-Schickig !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Hab weder Vorgänger gesehen, noch das Buch gelesen.
Daher (oder bin ich etwa zu blöd) war ich mir hinterher über Sinn oder Unsinn dieses Films nicht ganz im klarem und hab so ziemlich gar nix verstanden!Ein paar Dinge sind für mich einfach nicht schlüssig (Sollte ich hier allerdings wohl nicht näher drauf eingehen).

Fazit: Solaris bewegt sich (für mich) auf einem schmalen Grat zwischen "übelst beschissen" und "sollte man gesehen haben".Die Story ist dermaßen konfus - liefert allerdings tonnenweise Gesprächsstoff.Ich fands ziemlich spaßig hinterher den ganzen Film mit ein paar Kumpels noch mal aufzudröseln um irgendwie auf den Trichter zu kommen
War jedoch (größtenteils)vergebens...



Name: Cineast
Email: nosp@m
Bewertung:                   (8 von 10 Digital Eyes)

Für Leute die das geniale Buch gelesen haben, ist der Film auf alle Fälle den Eintritt wert! Ansonsten glänzt Solaris durch das Spiel der Charaktere und den hervorragenden Soundtrack. In fast allen anderen Belangen enttäuscht er. Der Film hat letztendlich nicht viel mit dem Buch gemeinsam.



Name: Thomas
Email: blond-83@gmx.de
Bewertung:                     (9 von 10 Digital Eyes)

Ich gehe mal so weit den Film hoch zu loben, da es sicherlich schwer durchzusetzen war, einen solchen zu drehen, in einer Zeit, in der man eigentlich unter einem dutzend Explosionen, Laserwaffen und Alieninvasionen gar nicht über die Produktion zu debattieren braucht.

Doch allmählich scheint sich eine Gegenbewegung zum Actionkino zu entwickeln (Oceans Eleven, Insomnia, ...), in der es wieder etwas beSINNlicher zugeht. Und ich denke, dass das auch die Intention des Films war; Leute zum Mitdenken anzuregen.
Der Normal-Kinobesucher ist es doch eigentlich gewohnt, die Handlung auf einem Silbertablett serviert zu bekommen.

Nett fand ich die Anspielungen auf 2001 (eher als Hommage zu sehen) und die ausdrucksvolle Farbgebung der Real-/Traumszenen.

Die Musik fand ich eher schwach. Zu synthie, etwas mehr klassisches Orchester hätte (auch mit Syth-Support) besser gepasst.

Schade, dass in den Weltraumszenen immer nur der Solaris zu sehen war.

Teilweise fand ich den Film zu sprunghaft, zum Beispiel am Anfang, als Clooney abkommandiert wurde. Da war kein wahrer Grund dahinter und plötzlich saß er schon in der anfliegenden Kapsel.

Aber, wer mal wieder ein bissl was denken mag, anstatt sich von daredevil das Großhirn aus dem Schädel ballern zu lassen: Reingehen, ansehen!

"Es gibt keine Antworten, nur Alternativen."



Name: Michael
Email: space.monkey@gmx.de
Bewertung:           (4 von 10 Digital Eyes)

Zu allerersteinmal: ich finde, der Film ist insofern gelungen, da er eine wohlige Atmosphäre verbreitet. Die ruhigen, düszteren Momente wären wie geschaffen für plötzliche Schock-Momente à la Event Horizon etc., aber nichts dergleichen passiert, man verlässt den Kino-Saal mit einem wohligen Gefühl im Bauch.

Allerdings hat sich Soderbergh meiner Meinung nach zuviel für diesen Film vorgenommen. Die Story mag einladend erscheinen, das Thema Liebe zu besprechen/darzustellen. Allerdings sagt Lem selbst über seine Buchvorlage (ohne Soderberghs Remake gesehen zu haben): "Ich wollte einzig den Kontakt des Menschen mit etwas, das durchaus existiert, sich aber nicht in menschliche Konzepte, Vorstellungen oder Ideen einordnen lässt, darstellen. Darum nannte ich das Buch 'Solaris' und nicht 'Love in Outer Space'."

Vielleicht hätte Soderbergh sich etwas näher an das Buch halten sollen, dann wäre der Film zwar um einiges anders geworden, aber wahrscheinlich nur besser.



Name: Michael
Email: space.monkey@web.de
Bewertung: -

Für alle, die es interessiert:

http://cyberiad.info/english/kiosk/kiosk.htm

Weiter unten auf der Seite, bei "The Solaris Station", schreibt Lem über die Verfilmung (ohne sie gesehen zu haben...). Ganz Interessante Einblicke, allerdings eher bezüglich des Buchs.



Name: Plurks
Email: ka@web.de
Bewertung:     (1 von 10 Digital Eyes)

bin eingeschlafen..



Name: RedFox
Email: roter-falke@web.de
Bewertung: -

Hey leude !!!

Ich kenn den ersten Film net

Ich kenn das Buch net

aber eins weiss ich alleine die ersten 20 min des Filmes waren so ziehmlich die langweiligsten 20 min meines lebens gewesen, und der film is somit meiner meinung nach einfach nur, um es gelinde auszudruecken, fuern popo.

ich hab ne gerade gesehen und er is eincfach nur a a.

I wuensch eu noch viel spass beim diskutieren, wie REALTIV gut er doch ist

greetZ

RedFox



Name: Ulli Ziegenfuß
Email: ulli1105@nexgo.de
Bewertung:               (6 von 10 Digital Eyes)

Ich habe den ganzen Film darauf gewartet zu erfahren, was denn der Planet "Solaris" oder die höhere Lebensform, welche auf diesem Planet "lebt" mit der Materialsisierung von Personen aus den Gedanken der Crew bewirken möchte. Leider wird hierauf nur sehr wenig eingegangen und leider war auch die erste aufgestellte Theorie wie die Personen materialisiert werden auch gleich die richtige (als Helen Gordon Snow sagt er solle raten).

Weiterhin wird mir viel zu wenig auf die anderen "Besucher" eingegangen. Offensichtlich ist auch Gibarian's Sohn auf dem Schiff materialisiert, aber man sieht ihn nur selten und über ihn wird auch fast nicht gesprochen. Über Gordon's Besucher wird nur gesprochen, gesehen wird er nicht. Wer ist ihr Besucher?

Bevor Chris Kelvin auf das Schiff geschickt wird, wurde ein Sicherheitstrupp hingeschickt? Wo sind die alle verblieben? Wo sind deren Leichen?

Also man sieht, mir bleiben zu diesem Film zu viele Fragen offen und daher eine schlechtere Bewertung. Dazu kommt die wirklich schlechte Musik und die sich langziehende Handlung.
Schade nur, daß man zu wenig von dem gut gemachten Schiff und dem Weltraum sieht.



Name: anne müller
Email: kontra.pro@web.de
Bewertung:                   (8 von 10 Digital Eyes)

gestern sah ich den film im KINO.(nicht auf einem monitor in einer wg-küche,wo nebeher noch wer nudeln kocht.)ich saß ganz allein in meiner reihe und konnte mich vollends auf BILD und TON konzentrieren,denn
sowas braucht RAUM und ZEIT.

als lem-verehrer las ich in meiner frühen jugend fast alles von ihm,auch SOLARIS.damals gefiel mir das buch aufgrund der theorie,daß eine andere intelligenz nichts weiter tut,als die gedanken der besucher zu materialisieren.scheinbar ohne hintergründe,ohne offensichtlichen zweck.wir menschen erwarten ohnehin zuviel von allem,
also auch von diesem film..ich persönlich finde ihn gelungen,das thema
wird sehr emotional-im emotionslosen raum-dargestellt.die sparsamen worte sind ein sehr gutes mittel um die innere leere der protagonisten
darzustellen.selbst das wirre gestikulieren und stammeln des quasi-auch-replikanten an bord erklärt sich als absolut logisch,denn er selbst outet sich als solcher und kann demzufolge nicht anders.

ich denke,filme wie dieser sind geeignet,der überreizten spezies
mensch anregungen zu vermitteln,welche nachhaltig zu einer überdenkung
der eigenen existenz/erinnerung/emotion beitragen könnten..

der soundtrack hat mich übrigens ebenso berührt und gehört ab demnächst unbedingt in mein repertoire,gleich neben MULHOLLAND DRIVE..
(das war ein film,wo jemand im kino sagte:DAS WAR DER DÜMMSTE FILM
DEN ICH JE SAH..wahrscheinlich war es ein kritiker von einem echten fachjournal-die müssen ja wissen,was menschen wirklich nicht verstehen dürfen)



Name: Matthias
Email: matthiasengmann@gmx.de
Bewertung:                     (9 von 10 Digital Eyes)

Hi leute,

also es ist jetzt schon ne weile her, dass ich den film sah. es war kaum jemand im kino und ich dachte mir, „ach du liebe scheiße, entweder dass wird großes kino, weit weg vom mainstream, oder es wird der letzte mist, auch weit weg vom mainstream.“ Was es in meinen augen wurde, seht ihr an meiner augenzahl. Ich habe das orginal von tarkowskij nicht gesehn, kann also keine vergleiche zeihen.
Zu den filmischen mitteln kann ich nur sagen, obwohl ich es fast das erste mal als voll daneben empfinde darüber zu sprechen, weil ich den film in seiner aussage so sehr gut finde, sie sind sehr gut. Die musik ist enorm, das drehbuch empfand ich keineswegs als langweilig, die schauspieler waren gut, wobei mich clooney mit seinem minimalismus am meisten überrascht und überzeugt hat. die bilder: ich muss ehrlich sagen, dass ich seit „der schmale Grat“, „the insider“ und „road to perdition“, sowie „traffic“ in den letzten 6 jahren nichts vergleichbares gesehen habe. So ein gespühr für bildaufbau, licht und komposition haben nur wenige. Die farbfilterwahl war wieder mal genial (wobei ich zugeben muss, dass mir blaue und grüne farbfilter generell besonders gut gefallen (siehe „the insider“)). Das blau hat wunderbar zur einsamen atmosphäre und generell zum weltraum gepasst. Der vergleich zu 2001 drängt sich auf, das stimmt; es sind sogar einige motive fast 1:1 übernommen worden, aber ich halte es für arg daneben diese photographie gegenüber der von 2001 so schlecht zu machen oder sogar nur als billige kopie zu bezeichnen. Sie ist viel mehr als nur eine kopie. John alcott war damals enorm gut, das ist nicht zu bestreiten, aber nur weil es 2001 und wahrscheinlich der(!) kultfilm (habe 2001 erst vor kurzem wieder im kino gesehen und muss wie immer sagen, genial in jeder hinsicht) schlecht hin ist, sollte man doch versuchen objektiv zu bleiben. Im auge des objektiven betrachters ist die photographie soderberghs auf keinen fall besser als die von alcott, aber ebenbürtig. Und das heist: Genial. Die regie ist in meinen augen über jeden zweifel erhaben. Der schnitt? Sehr gut, endlich hat sich mal wieder jemand zeit gelassen eine geschichte zu erzählen.
Es ist auf jeden fall erst einmal keine 1:1 umsetzung gegenüber dem buch. Ich will nicht erst anfangen aufzuzählen, wer das buch kennt, weiß was ich meine.
Das ende als er mit dem ozean kontakt aufnimmt, fand ich genial gelöst von soderbergh. Das eigentliche ende des films hat mich doch überrascht, obwohl ich auf das happy end auch gut hätte verzichten können.
Das soderbergh den focus auf die liebe setzte fand ich erst nicht so gut, aber die frage die sich drum aufbaut fand ich sehr nachdenkenswert. Ein künstlich aus erinnerungen erschaffenes wesen, in dem fall ein mensch, wird sich bewusst das es künstlich erschaffen ist und es kann tun was es will, es wird immer wieder repliziert. Allein schon der gedanke, dass ein mensch erfährt, dass er erst seit 24h lebt, obwohl er erinnerungen über jahre hat, fand ich extrem packend. Ich bin nicht gläubig, aber was wäre wenn ich feststellen würde das es mir oder dir genauso gehen würde, mich aber an die letzten 19 jahre erinnern kann? Dazu fällt mir im moment nur eins ein: oh man, woher komme ich?! Über diese und andere fragen haben wir nach dem film „philosophiert“. Und dabei maße ich mir nicht mal an zu sagen, dass ich den film verstanden hätte.
Für mich geht der film sehr tief in seiner subtilen fragestellungen. Deswegen ist er in meinen augen ein sehr wichtiger/guter film. Es stimmt einfach vieles: fragepotenzial, stilmittel (wobei die story in dem fall inbegriffen ist) und die idee von lem.
Ein film der sich von der masse abhebt.

p.s.: ich fand es gut, dass soderbergh sein focus auf die story legte und nicht auf die meist oberflächlichen technikticks der zukunft und die dazugehörigen spezialeffekte. und: „solaris“ sah einfach nur genial aus.




Name: Oliver
Email: neonoto@hotmail.com
Bewertung:                       (10 von 10 Digital Eyes)

Toller Film. Tolle Bilder. Meditativ ist das richtige Wort. Die Bestandteile sind alle absolute Luxusklasse und alle entsprechen dem Thema, sind aber so noch nie zusammen kombiniert worden. Natürlich kennt man ähnliche Musik seit Steve Reich und Philipp Glas oder ähnliche Werbeästhetik Bilder seit Seven. Was mir gut gefallen hat, sind die ganzen fehlenden Übergangsbilder. Es klingelt und Clooney geht zur Türe, in der nächsten Einstellung stellt ihm jemand eine Frage, den man nicht zu Gesicht bekommt, in der nächsten Einstellung fliegt die Fähre schon auf die Solaris Station zu. Toll.
Und trotz allem Hollywood EInfluss im Film, spürt man noch so eine russische Kargheit in der Story und in der Intimität der Liebesgeschichte. Ein Film, der einen länger beschäftigt und nicht von einer Marktforschungsabteilung a la Star Wars zusammengestrickt wurde.



Name: Martin Gembus
Email: maikwies@gmx.de
Bewertung:     (1 von 10 Digital Eyes)

Bin vielleicht etwas spät dran - habe den Film erst beim Film-Festival meiner Tageszeitung für 3,50 € gesehen - leider waren auch die rausgeschmissen...



Name: Tchekov
Email: tchekov@freenet.de
Bewertung:                       (10 von 10 Digital Eyes)

Ein absolut tiefsinniges Meisterwerk ohne Krach, Bumm, Peng, den viele "oberflächliche" Menschen nicht verstehen werden. Solaris birgt nach dem ansehen, sehr viel Diskussionspotential. Das viele Zeitgenossen mit diesem Film nichts anfangen können, zeigt eigentlich nur wie wenig Einfühlungsvermögen in unserer gefühlsverarmten Roboterarbeitswelt noch vorhanden ist. Aber wer verlangt schon von einem 3 Klässler Abiturentenstoff zu verstehen. Der Film ist eine anspruchsvolle Perle unter den SF-Filmen. Wirklich gut.



Name: Shawn
Email: A.Jakob@gmx.net
Bewertung:                       (10 von 10 Digital Eyes)

Ich bin sicher kein 'künstlerischer', oder sehr intellektueller Fanatiker. Im Gegenteil. Ich mag Action und Abendteuer. Und dennoch bin ich gezwungen kleinlaut zuzugeben, wie der Film auf mich wirkte:

Eindrucksvoll.
Erleuchtend (jedem das seine).
Absolut überwältigend.



Bleibt gesund Leute...



Name: Dirk
Email: dibein@web.de
Bewertung:       (2 von 10 Digital Eyes)

Meine Güte, ist der Film langweilig. So etwas soll erleuchtend sein? Hollywood-Kacke. Tiefsinnig ist das Machwerk in keinster Weise. Der Regisseur wird leider völlig überschätzt. Zwei Augen bekommt er nur wegen der wirklich bezaubernden und wahnsinnig hübschen Natasha McElhone.



Name: Aragorn
Email: Aragorn@.com
Bewertung:     (1 von 10 Digital Eyes)


Ich muss Dirk Recht eben. Dieser pseudo-amerikanische Film
will unbedingt europäisch sein. Die guten Ansätze gehen schnell unter.
Dieser Film ist einfach nur öde. George Clooney als Schlaftablette.
Wenn interessiert denn so etwas. Zum erfrieren schlecht.Nur Dialoge.
Null Handlung. Sorry aber zu recht an der Kinokasse baden gegangen



Name: Aragorn
Email: Aragorn@.com
Bewertung:           (4 von 10 Digital Eyes)


Also ich weiß nicht. Gute Ansätze sind vorhanden, aber der Rest?
Ich muss sagen dass der Film etwas entäuschend ist



Name: Martin Wessel
Email: martin.wessel@t-online.de
Bewertung:   (- von 10 Digital Eyes)

Ich weiss nicht warum es Leute gibt die so einen Film für gut halten.
Nur weil es etwas zum Nachdenken gibt, tolle Musik, tolle Farben ?

Nach 25 Minuten wollte ich den Player eigentlich schon ausschalten, blieb aber dran, da es eigentlich nur besser werden konnte.
Pustekuchen, der Film blieb trocken, totlangweilig und a...fade !!!!

Sicherlich gibt es hintergründiges, aber muss man denn dies so todlangweilig inszenieren.

Ich sage nur folgendes:
todlangweilig, fade Dialoge, Aneinanderreihung wirrer Szenen und und und.
Die Musik war teilweise ganz nett, aber oft nicht vorhanden. Schöne Farben des Planeten, super !! Wars das?

Meiner Meinung schlechtester Film den ich jeh gesehen habe !!

Anschliessend schaute ich mir "Lautlos im Weltall" an. Das ist Story, super Musik und Unterhaltung !!



Name: Manuel
Email: jmrcde@yahoo.com
Bewertung:                       (10 von 10 Digital Eyes)

Viele Zuschauer fühlen sich verarscht oder sind beleidigt, wenn ein Film nicht alles erklärt und vieles offen lässt. Dieses Phänomen ist bei jedem David Lynch Film eindrucksvoll zu beobachten, wenn die Leute schon in der ersten halben Stunde reihenweise aus dem Kino fliehen.

Andere stehen gerade auf diesen Freiraum für die eigene Phantasie und individuelle Möglichkeiten der Auslegung. Ich zähle mich zu letzteren und sehe den Film aufgrund seiner Mysteriösität in der Tradition von Mullholland Drive und Memento, und damit in bester Gesellschaft.



Name: Manuel
Email: jmrcde@yahoo.com
Bewertung:                       (10 von 10 Digital Eyes)

Viele Zuschauer fühlen sich verarscht oder sind beleidigt, wenn ein Film nicht alles erklärt und vieles offen lässt. Dieses Phänomen ist bei jedem David Lynch Film eindrucksvoll zu beobachten, wenn die Leute schon in der ersten halben Stunde reihenweise aus dem Kino fliehen.

Andere stehen gerade auf diesen Freiraum für die eigene Phantasie und individuelle Möglichkeiten der Auslegung. Ich zähle mich zu letzteren und sehe den Film aufgrund seiner Mysteriösität in der Tradition von Mullholland Drive und Memento, und damit in bester Gesellschaft.



Name: piranhaz
Email: -
Bewertung:     (1 von 10 Digital Eyes)

Würde lieber Null geben. Nichts für Männer/Jungs! Buärks!



Name: dom
Email: -
Bewertung:                       (10 von 10 Digital Eyes)

Ein sanfter, empathischer, romantischer, philosophischer und melancholischer Film über Liebe, Verluste und das Leben.

Ästhetisch, profiltief und ausdrucksstark umgesetzt.

Ein Film, der in die Tiefe geht...




Name: Borno
Email: DerBorno@gmx.de
Bewertung:                       (10 von 10 Digital Eyes)

weiterhin der beste Science-Fiction seit 1990. Er beeindruckt vor allem durch einen Schnitt, der endlich auch mal den Begriff "Montage" verdient hat, da durch eben diesen Schnitt im Zuschauer Bilder/Ideen/Dinge "montiert" werden.
Dazu noch die Beste Leistung Clooneys in seiner gesamten Karriere, ein großartiger Soundtrack und wunderbar klare Bilder.

Grandios.

Borno



Name: m.
Email: urbane.buschfrau@web.de
Bewertung:                       (10 von 10 Digital Eyes)

der film ist genial!



Name: Peter Produzent
Email: usw@aon.at
Bewertung:                   (8 von 10 Digital Eyes)

Totale schöne und gleichzeitig schräge Stimmung während des gesamten Films. Hab aber glaub ich das Ende nicht verstanden.



Name: Deathsoldier
Email: daniel.ruehl@t-online.de
Bewertung:     (1 von 10 Digital Eyes)

ALSO: das ist der kränkste und beschissenste film, den ich je gesehen habe...überhaupt KEINE handlung, ist langweilig wie sau und ist einfach nur Geld und Zeit verschwendung !!!!!!!! bin total entteuscht...einen schlechteren film kann man gar nicht drehen ..... bin beinahe eingeschlafen, wenn ich die DVD nicht aus meinem DVD Player genommen hätte....hab den film am nächsten Tag verschenkt, weil ihn keiner mir abkaufen wollte...



Name: Bommel
Email: -
Bewertung:        (2 von 10 Augen)

Habe den Film gerade zum ersten Mal im Fernsehen gesehen. Ich kann jetzt der Rezension nur zustimmen und danke nochmal dafür, dass ich dank derselbigen vor vier Jahren kein Geld für die Kinokarte verschwendet habe.



Name: kessler
Email: sachakessler@hispeed.ch
Bewertung:                      (9 von 10 Augen)

ich fand den film SUPER mal was anderes nicht immer diese aufgeblasene nervtoetende music und das gemuetliche dahingleiten war fuer mich mal eine angeneme ueberaschung sicher hat er einige schwaechen aber.........



Name: -
Email: -
Bewertung:                        (10 von 10 Augen)

Moderner Klassiker! Wie oben schon jemand schrieb: Der beste Science-Ficton-Film seit 20 Jahren. Keine Laser, keine Explosionen, kein (fließendes) Blut. Dafür sehr guter Soundtrack(wenn auch nicht sehr abwechslungsreich), sehr gute Kamera (ja einige Einstellungen sind eine Hommage an 2001), oftmals genialer Rhythmus in den Dialogen (ich meine die DEUTSCHE Fassung), tiefgreifende Story, überzeugende Darsteller (und nein, weil eine schauspielerin rehaugen hat, muss das nichts schlechtes heißen).

Ich kann verstehen das der Durchschnittskinogänger gelangweilt ist. Die Handlung ist ja auch sehr langsam, aber für MICH ist genau DAS der große Pluspunkt des Film. Keine Szene empfinde ich als langweilig, in jeder gibt es etwas zu entdecken, ob es nun eine Dialogzeile ("Wir suchen keine neuen Welten, wir suchen nur Abbilder"), das Licht (reijas gesicht kurzzeitig erleuchtet weil die Raumstation sich dreht), die Musik (kelvin schickt reija in den weltraum), ....

Leider habe ich den Film nicht im Kino gesehen. Ich mag Soderbergh nicht. Dann macht er auch noch ein Remake eines Klassikers mit Clooney in der Hauptrolle. Das kann gar nicht gut gehen. Dann hab ich ihn doch mal als DVD angeschaut und dann die nächsten 7 Tage jeweils nochmal. Der Rhythmus ist einfach sensationell.




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