Under Suspicion - Mörderisches Spiel

krimi, usa 2000
original
under suspicion
regie
stephen hopkins
drehbuch
claude miller
cast:

gene hackman,
morgan freeman,
monica bellucci,
thomas jane, u.a.

spielzeit
111 min.
kinostart
3.5.2001
homepage
http://www.undersuspicion.com
bewertung

(7/10 augen)

Plakat


 

 

 

 


 

Ein Duell alter Männer. Seit ein paar Jahren Lieblingsdisziplin von in Ehren ergrauten Hollywoodstars, allen voran Oberbrummbär Clint Eastwood. In "Absolute Power" trat er gegen Gene Hackman an, und in seinem oscarprämierten Spätwestern "Erbarmungslos" standen sich Morgan Freeman und Gene Hackman bereits als Feinde gegenüber. Damals behielt Hackman als korrupter Sheriff die Oberhand und durfte den aufrechten Outlaw Freeman kalt machen und der Lächerlichkeit preisgeben. Jetzt der Rückkampf mit verdrehten Vorzeichen. Der Cop Freeman gegen den vermeintlichen Verbrecher Hackman, ein Kampf um versteckte und gebrochene Identitäten, um Moral und Gewissen, die Suche nach Wahrheit, die bei des Psychospielen der Konkurrenten verloren zu gehen droht.

Die Geschichte ist relativ simpel gehalten, ein menschliches Schachspiel zwischen den Königen des Spiels, Cpt. Victor Bezenet (Freeman) und dem reichen Steueranwalt Henry Hearst (Hackman), dazu der Bauer Det. Owens (Thomas Jane) und später die Dame des Spiels, Hearsts junge Frau Chantal (Monica Bellucci). Die Eröffnungszüge des Spiels sind Geplänkel: Bezenet bittet seinen alten Freund Hearst, der auf einem Empfang erwartet wird, kurz ins Polizeipräsidium zu kommen, um ein paar offene Fragen zu beantworten. Schließlich hat dieser am Vortag die Leiche eines jungen Mädchens gefunden, bereits die zweite mit der sich Bezenet beschäftigen muss. Und natürlich wird aus dem freundlichen, kurzen Zusammentreffen ein langes zähes Ringen um die Wahrheit. Die Spielzüge
Morgan Freeman und Thomas Jane als der
liebe und der fiese Polizist..
sind offensichtlich: Bezenet und Owens starten mit den üblichen Good Cop - Bad Cop -Spielchen, die Hearst mit Arroganz und Unmut pariert, aber je länger sich das Umkreisen um Schuld und Unschuld hinzieht, desto mehr verstrickt sich Hearst in eine Lüge nach der anderen ...

Als klassisches Kammerspiel inszeniert, zelebriert "Under Suspicion" natürlich das Aufeinandertreffen der Kontrahenten, aber die Show gehört hier eindeutig Gene Hackman. Mit seinem mittlerweile zum Markenzeichen gewordenen aggressiven Machismostolz liefert er hier eine Glanzleistung ab. Sein Henry Hearst verliert erst Toupet und Anzug, dann Selbstsicherheit und Beherrschung, bis das vermeintliche Ungeheuer im Biedermann enthüllt ist, die Brüche in seinem Charakter das Ungeheuerliche vermuten lassen. Leider bleiben die anderen Figuren Statisten. Freeman schaut hauptsächlich müde drein, ist mehr Moderator als Agitator. Und führt damit schon zu einem Problem des Filmes: Zu wenig wird auf das Duell der beiden vermeintlichen Freunde eingegangen, besagte Freundschaft existiert eh nur als Behauptung, gerade das Zusammenspiel dieser
Nicht sehr langsam mit seinen jungen Pferden:
Detective Owens wird Hearst gegenüber etwas aggressiv.
beiden herausragenden Darsteller kommt nie wirklich aus den Startlöchern. La Bellucci ist zwar in ihrer ersten Szene halbnackt, darf hier aber zumindest mehr als nur Püppchen sein. Leider wirken sowohl ihr Charakter, wie auch der des jungen Heißsporns Owens ein wenig verschenkt, die Dramaturgie verhindert volle Entfaltung der Figuren.
Gleichzeitig stellt diese auch ein Dilemma von "Under Suspicion dar, das - je nach Sichtweise - sowohl Stärke als auch Schwäche sein kann. Die ständige Enthüllung neuer Lügen der Hearst-Figur und seine immer tiefergehende Verstrickung sind aus Charakterstudienwarte höchst interessant. Wie Hackman sich immer wieder herauswindet, nachbessert, vor- und zurückargumentiert, das hat Klasse und ist durchaus spannend anzusehen. Aber der Gesamtspannungsaufbau leidet etwas unter dieser Verhackstückung. Die enge kammerspielartige Atmosphäre wird aufgebrochen durch Rückblenden, bei denen sich der ansonsten im
Immer gut für unkontrollierte
Sabber-Anfälle beim männlichen
Publikum: Monica Bellucci.
Actiongenre ansässige Regisseur Stephen Hopkins ("Lost in Space" "Der Geist und die Dunkelheit") offenbar wohler fühlt als beim genauen Beobachten im Polizeipräsidium. Sie verleihen dem Film Dynamik und Agilität, die die reinen Dialogszenen, das Darstellerkino, manchmal vermissen lassen, aber sie stellen auch unbeantwortete Fragen. Warum zum Beispiel wird darin das Setting des Films - Puerto Rico - zwar ausgiebig gezeigt, aber nicht im Geringsten thematisiert?

Dieser Film ist so ambivalent wie seine Hauptfigur. Dementsprechend fällt auch das Ende aus, das - je nach Einstellung - entweder enttäuscht oder brilliert. Hervorzuheben wäre eben jene moralische Ambivalenz, die diesem Film eine einfache Lösung nach Schema F verweigert. Zu kritisieren allerdings, daß die präsentierte Lösung nicht wirklich schlüssig ist und (zu) viele Fragen offen lässt. Wer sich diesen Film als Charakterstück mit einem hervorragend aufgelegten Gene Hackman anschaut, wird zufrieden sein, wer einen Krimi mit dementsprechender Auflösung erwartet, eher enttäuscht. Denn die übliche Suche nach dem Täter, das whodunnit, wird zu einem whoishe, dem Sezieren des Tieres im Mann. Das ist spannend anzusehen und intelligentere Unterhaltung als vermutet, hundertprozentig überzeugen kann es nicht. Womit wir wieder beim Thema Ambivalenz angelangt sind. "Under Suspicion" bietet zwei hervorragende Darsteller, eine grandiose One-Man-Show, und ein paar interessante, unangenehme Fragen. Das ist schon mehr, als man von vielen vergleichbaren Filmen behaupten kann. Nur schade, daß hier mit etwas präziserer und sicherer Regie mehr drin gewesen wäre.


Bilder: Courtesy of 20th Century Fox, Copyright 2000
S. Staake
 


 


Name: Martin
Email: pisces_mb@hotmail.com
Bewertung:       (2 von 10 Digital Eyes)

Gäähhhnn!!



Name: MS
Email: leider noch keine
Bewertung:                       (10 von 10 Digital Eyes)

der film ist echt spitze, er ist total spannend und dazu spielen gute schauspieler mit. Morgan Freeman und Gene Hackman. es lohnt sich wirklich diesen film zu sehen.
Ciao



Name: Tamrun
Email: TamrunAbbrunk@aol.com
Bewertung:               (6 von 10 Digital Eyes)

Wie mag man denn nun das Ende deuten? Ich versuch's mal: (Achtung: SPOILER) Hearst/Hackman wusste nicht mehr ob, er im Rausch das erste Mädchen umgebracht hatte. Um sich ein Alibi zu verschaffen, bringt er das zweite Mädchen um. Wird dann freigelassen, weil er Mädchen 1 nicht getötet hat und der wahre Täter beim Versuch Nummer 3 umzubringen, gefasst wird. HAT JEMAND EINE BESSERE AUFLÖSUNGSIDEE???



Name: Rene
Email: info@neworx.de
Bewertung:             (5 von 10 Digital Eyes)

Ich bin bei diesem Film in einem zwiespalt geraten! Ich kann somit auch nur fünf von zehn Augen als Wertung gelten lassen!
Das Ende, wie es "Tamrun" von seinem Blickwinkel her beschreibt wäre eine Lösung, aber keine Erklärung für das Ende, es ist einfach nicht plausibel und logisch, ich kann es nicht nahvollziehen oder gar verstehen, der Film ist mir suspekt!
Wichtig ist, der jenige der gefasst wurde und die Bilder von Nummer 1 und Nummer 2 dabei hatte, hat somit auch Nummer drei umgebracht, aber warum hat sich dan Gene Hackmann immer wieder in Lügen und falsche aussagen verstrickt! Eine Frage bleibt für mich nochnicht erklärt: "Was war mit seiner Frau??? Und der Cousine von Ihr???" Eifersucht, aber bitteeeeee!!



Name: Yvi
Email: sunshine-yvi@gmx.de
Bewertung:                 (7 von 10 Digital Eyes)

Hallo Leute,
ich fand den Film eigentlich nicht schlecht, bloß das was mich an diesem Film verwirrte war der Schluss. Bitte schickt mir eine Auflösung per E-Mail.



Name: braf
Email: brafbraf@gmx.at
Bewertung:                       (10 von 10 Digital Eyes)

Hi Leute,
Ich hab den schluss leider auch verpasst, kann mir jemand mailen wie der Film geendet hat?!
Danke!



Name: Martin
Email: superschinken@gmx.at
Bewertung:                 (7 von 10 Digital Eyes)

Meine Version des Endes: Er war unschuldig im Sinne von er hat keines der Mädchen vergewaltigt und/oder umgebracht. Aber er ist ein tendentieller Päderast, das heißt er hatte Kontakt mit den Mädchen und hat sie fotographiert. Daher hat er sich auch beim Verhör immer wieder versucht durch Lügen besser darzustellen, weil er Angst hatte, weil er natürlich verdächtig war, dadurch das er Kontakt mit den Mädchen hatte.

Warum hat er am Ende gestanden? Mein Erklärung: Sein Leben war so und so scheiße, und er wollte sich damit an seiner Frau rächen, weil als Frau eines Kinderschänders und Mörders wäre sie gesellschaftlich auf der Insel natürlich untendurch gewesen.

Reine Vermutung, über andere Interpretationen wäre ich dankbar!



Name: berufsjugendlicher
Email: emailblaschi@gmx.de
Bewertung:                       (10 von 10 Digital Eyes)

Wie ich sehe, bin ich nicht der Einzige, der sich den Kopf über das Ende zerbricht.
Meine Lösung: Er war es! Nur hatte er (als reicher Anwalt) die Möglichkeit, sich ein Alibi bzw. einen Mörder zu kaufen. Der dritte Mord wurde so inszeniert, daß der Mörder (am Anfang sieht man ja, wie gleichzeitig im Präsidium ein Mann verhört wird) diese Tat so beging, wie die anderen von dem Anwalt zuvor.
Der Polizist wußte, daß es (was der Anwalt während des Verhörs aussagte) nicht ausreichen würde um ihn zu verurteilen. Beide wußten, daß er es war und trotzdem mußte er ihn gehen lassen.

Die Rolle der Frau? Vielleicht, daß sie ihn los werden wollte (ohne ihn umzubringen) und dabei die fette Kohle der Scheidung zu kassieren. Sagte der Anwalt während des Verhörs ja auch, daß er sich nicht scheiden lassen kann.
Vielleicht liebte sie ja wirklich ihren Schwager und einige Sachen wurden auch von ihr inszeniert!



Name: Ham
Email: Solo
Bewertung:                       (10 von 10 Digital Eyes)

Ich tendiere auch zu der version von berufsjugendlicher. der typ von der stadt hat dem einen mörder klar gemacht oder so.



Name: sene
Email: email@marcusschenkenberg.info
Bewertung:     (1 von 10 Digital Eyes)

meine auflösung: gene hackman will nur austesten, inwieweit seine frau zu ihm hält. wie die morde vor sich gingen, bekam er ja quasi von den polizisten erzählt. die frage bleibt trotzdem offen: wer ist der tatsächliche mörder? ein film ohne akzeptablen schluß ist scheiße.



Name: o.-le
Email: tobi_paulsky@web.de
Bewertung:                   (8 von 10 Digital Eyes)

Also ich fand den Film ganz gut.
Meine Meinung:
Er wars nicht ! Er ist zwar gerne mit kleine Mädchen zusammen aber hat keine getötet und/oder vergewaltigt. Am Ende bekommt er mit das seine Frau es ihm zutraut und das er die Morde begangen haben soll und dann bricht für ihn eine Welt zusammen. Er gibt es nur zu, weil seine Frau Ihn nicht mehr liebt und sein Leben so oder so den Bach runter gegange wär.
Für Kritik bin ich immer offen..



Name: Andi
Email: andi@sofort-mail.de
Bewertung:     (1 von 10 Digital Eyes)

der katastrophalste sinnloseste langweiligste Film den ich jemals gesehen habe. Mehr als 2 Stunden totale Zeitverschwendung



Name: Jean-Pierre Jeunet
Email: angel-rock@gmx.de
Bewertung:                   (8 von 10 Digital Eyes)

Alles im allem ist der Film doch ganz spannend. Hackman ist glänzend. Freeman manchmal ein wenig blass aber spielfreudig. Bellucci bemüht um vom "Wichsvorlagenstatus" weg zu kommen. (Entschuldigt, die krasse Formulierung, aber ist es nicht so?)
Die Kritik, dass das Ende nicht zufrieden stellt, kann ich nur minder nachempfinden. Gerade die ominöse Auflösung zwingt einen, die charaktere im nachhinein - noch mal -zu reflektieren. Dies führt zu einer nachhaltigen Erinnerung. Kann man von einem Film mehr erwarten?
Dass es zum Ende kontroverse Erklärungsansätze gibt, kann ich verstehen. Dennoch kristallisiert sich für mich raus: Er war es nicht.
1.) Die Photos der mädchenleichen sind mit einer Poraroid kamera aufgenommen worden !( nicht mit seiner silbernen "normalen Kamera")
2.) Henry wirkt überrascht, fast schon geschockt, als erfährt ,dass die mädchen vergewaltigt worden sind!
3.)Henry resigniert am Ende und gesteht weil er erfährt, dass seine Frau selbst an seine Schuld glaubt. Auch wenn seine Ehe schon lange kaput ist, stirbt für ihn hier der letzte Hoffnungsschimmer auf besserung. Denn ob er den langen 20 meter Koridor in seinen Haus oder den Gefängnisskoridor entlang muß, macht für ihn keinen Unterschied mehr. Denn, so oder so wird ihm keiner mehr die Tür aufmachen," da können sie noch so oft klopfen, keiner macht auf"

einen schönen gruß



Name: geht-euch-nix-an
Email: dito
Bewertung:               (6 von 10 Digital Eyes)

Hallo allerseits, wie ich aus euren stellungnahmen sehe, ist auch für euch das ende des filmes nicht ganz eindeutig. verständlich. habe allerdings auch keine eindeutige lösung; einiges ist schlüssig. aber wer sich daran festgefressen hat, solle sich dochmal das original zu dem film ansehen, denn der mit Hackman/Belluci ist das Remake von "Garde à vie". wie dem titel zu entnehmen ist, ein französicher film. Jahr: 1981 Regie: Claude Miller Dauer: 84min(ca.) Darsteller: Lino Ventura (als Polizist), Michel Serrault (als Ehemann) und Romy Schneider (als dessen Frau).



Name: Peter Produzent
Email: usw@aon.at
Bewertung:                   (8 von 10 Digital Eyes)

so gehören thriller gemacht. Inhaltliche spannung, ein echtes verwirrpsiel bis zum schluss. und toller cast.



Name: Edda
Email:
Bewertung:                      (9 von 10 Augen)

Für mich war das Ende ebenfalls überraschend, regte mich jedoch zum Nachdenken an:
Hearst gibt seine Leidenschaft für blutjunge Mädchen offen zu, auch seine Frau hat er bereits elfjährig kennen gelernt, mochte sie, kümmerte sich um sie, als ihr Vater starb, ohne die Situation auszunutzen. Sie heirateten später, als sie erkannte, dass sie mit jungen Männern nichts anzufangen weiß. Erst als sie beobachtete, dass er ihrer zwölfjährigen Nichte die gleiche Aufmerksamkeit entgegenbrachte, wie seinerzeit ihr selbst, erwachte Eifersucht und bittere Enttäuschung, was sie bewog, sich ihm völlig zu verschließen. Er suchte Trost im Alkohol, bei Prostituierten und bewunderte nach wie vor junge unschuldige Mädchen, die er gern fotografierte. Verständlich, dass er als angesehener Steueranwalt den Schein der Makellosigkeit aufrechterhalten wollte.

Vielleicht fand er die Leiche Nr. 2 tatsächlich beim Joggen, meldete den Fund aber erst, nachdem er sich zu Hause umgezogen, die Kamera geholt und das Mädchen liebevoll hergerichtet hatte. Wer sollte ihm das glauben?

Erst als seine Frau beginnt, an seiner Unschuld zu zweifeln, sieht er die Sinnlosigkeit des Festhaltens an dieser längst zur Farce gewordenen Ehe ein und gibt apathisch alles zu, was man ihm zur Last legt. Für seine Frau kommt die Einsicht zu spät – er wendet sich von ihr ab.

Tolle Leistung von Gene Hackman – wie immer !



Name: Ali
Email:
Bewertung:              (5 von 10 Augen)

Hab den gerade gesehn und bin froh, dass es diese Seite gibt. Ich habe selbst erstmal ne Weile nachgedacht. Also Gestik von Gene Hackman besagt am Ende klar er ist unschuldig, also hat er die Morde gestanden obwohl er es nicht war. Er liebte seine Frau über alles. Sie wurde eifersüchtig weil er sich mit Mädchen abgab die so alt waren wie sie selber war als sie sich kennenlernten. Daraufhin hat sie ihm den Sex untersagt, dass ließ ihn zu Huren gehen. Warum hat er ein Geständnis abgegeben ? Das verstehe ich nicht ? Und warum bei seinem Auftritt wo er die Rede halten muß der Satz zu dem anderen Typen"ich hoffe ich hab die 2 Mädchen für dich umgebracht......" Seltsam Selstam, gibt es denn keine schlüssige Lösung ?



Name: kelevra
Email: kelevra08@googlemail.com
Bewertung:   

Bin mir auch nicht sicher wie das Ende zu sehen ist. Dennoch finde ich dass Schlüsse wie diese hin und wieder für Abwechslung sorgen. "Ja wie denkst du über den Schluss?" - "Kennst du den Film… wie siehst du den Schluss?"
Eine gute Abwechslung zu den "SO-IST-ES-UND-NICHT-ANDERS"-Schlüssen.

"ich hoffe ich hab die 2 Mädchen für dich umgebracht......"
Das ist schon mal falsch außer ich hab einen neu synchronisierte Version vom Film gesehen, denn der Wortlaut ist: "Ich bete für dich, dass ich diese Mädchen wirklich getötet habe. Denn wenn ich es getan habe können deine Jungs ein Monster überführen und die Sache unter den Teppich kehren. Aber wenn es nicht so ist. Wird das Monster die Seiten wechseln..."

Er war vor der Ansprache angespannt, nervös und verwirrt warum er (ein angesehener Bewohner der Insel) sich mit so was herumschlagen muss und bei kleinsten Fehlern der Gegenpartei seine Schlüsse ziehen wird.

Für mich steht fest: Er war’s nicht! Klar kommt er rüber, korrigiert mich wenn ich falsch liege, wie ein perfider Motherfucker, der auf feste, junge Mädchen steht(übertrieben ausgedrückt). Aber dennoch nicht den Mut hat eines zu vergewaltigen geschweige umzubringen obwohl man's hin und wieder vom Henry denken könnte.

Nach dem ausgesprochen Wort: "Farce" war’s für Ihn klar. Es gibt nichts mehr zu retten was es zu retten gibt, wenn schon die eigene Ehefrau nicht zu einem steht. "Wie in guten und auch schlechten Zeiten". Die Blamage vor dem "Freund" (Victor) plus die Aufzeichnungen. War das fehlende Pünktchen auf dem "i"?

Ansonsten stimme ich Eddas Schluss zu.

Was ich mich frage warum hat Henry nicht gleich seine Rottweiler auf sie gehetzt, wenn er wirklich schuldig war? War er so verwirrt, dass er nicht mehr klar denken konnte? - Ja! Aber so klar dass er Schlüsse ziehen konnte wie die Szene als beide Ehepartner auf getrennten Bänken sitzen und die Erde drehte sich weiter!

Hat jemand das Buch zum Film gelesen bzw. die zwei Bücher? Mich würde der Schluss im Buch interessieren.



Name: Mara
Email:
Bewertung:                        (10 von 10 Augen)

Kennt jemand die offizielle Version vom Ende? Wurden mal die Macher dazu gefragt?



Name: Gerald
Email: ger.bauer1@gmx.net
Bewertung:                    (8 von 10 Augen)

Wow, interessant, dass es so viele Gedanken zum Schluss des Films gibt. Für mich macht der ganze Film nur auf eine Art Sinn - bitte lest und kommentiert, weil mir wirklich viel an dieser Erklärung liegt:

Der unschuldige Henry liebt seine Frau über alles. Er weiss natürlich, dass er unschuldig ist. Nachdem ihm alle Beweise vorgelegt werden, dass er der Mörder ist und seine Frau gegen Ende hier ins Spiel kommt und die Hausdurchsuchung zulässt, kommt er zu dem Schluss, dass sie ihm eine Falle gestellt hat und womöglich auch die Morde in Auftrag gegeben oder durchgeführt hat. Aus Liebe zu ihr opfert er sich und gibt die Morde zu. Im letzten Moment wird der echte Täter gefasst. Beide stehen sich am Schluss des Films gegenüber und wissen, dass sie sich selbst das grösste Verbrechen zugetraut hätten, wobei Chantal erkennen muss, dass Ihr Mann sich für sie geopfert hätte - aus Liebe.

Also für mich macht der ganze dramaturgische Aufbau des Films nur so Sinn, die Präsenz von Chantal durch den ganzen Film hindurch, die Dialoge zwischen Victor und Henry. Letzendlich steht auch Victor am Balkon und weiss, dass er Henry der grössere Charakter ist, weil er sich trotz seiner Fehler für einen anderen Menschen vollständig aufgeben kann.

Der Film ist eine spannende Suche nach dem Mörder und entpuppt sich am Ende als einer grossartigsten Liebeserklärungen der Filmgeschichte.

LG
G.



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Bewertung: von 10 Augen