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Der Marsianer - Rettet Mark Watney

Der Marsianer - Rettet Mark Watney
science fiction , usa 2015
original
the martian
regie
ridley scott
drehbuch
drew goddard
cast
matt damon,
jessica chastain,
jeff daniels,
chiwetel ejiofor,
kate mara,
kristen wiig, u.a.
spielzeit
141 Minuten
kinostart
8. Oktober 2015
homepage
http://www.dermarsianer-derfilm.de
bewertung

8 von 10 Augen
Der Marsianer - Poster

Der Amerikaner Andy Weir ist eine echte Erfolgsgeschichte des E-Publishing. Weir ist eigentlich Software-Entwickler und das, was man klassischerweise einen Super-Nerd nennt. Für seinen ersten Roman über einen auf dem Mars gestrandeten Astronauten interessierte sich dann zunächst auch kein Verlag, bis Watney sein Werk als E-Book bei Amazon zur Verfügung stellte und binnen drei Monaten 35.000 Exemplare verkaufte. Bald darauf hatte er einen richtigen Buchvertrag und die Rechte an seinem Roman nach Hollywood verkauft. 

Der MarsianerDie Prämisse von "Der Marsianer" schreit im ersten Moment tatsächlich nach einer Verfilmung, trotzdem war die Adaption kein Selbstgänger. Was vor allem daran liegt, dass ein echter Nerd wie Andy Weir sich natürlich keinen Schwachfug zusammenreimt und sein Buch darum vor allem ein einziges großes wissenschaftliches Gedankenexperiment ist. Er hat mit "Der Marsianer" das Science zurück in Science Fiction getan und einen auf tatsächlicher Machbarkeit fundierten Beitrag verfasst zu einem Genre, das allzu häufig eher so etwas wie "Fantasy im Weltraum" ist. Weirs Roman besteht vornehmlich aus Quasi-Tagebuch-Einträgen, in denen seine Hauptfigur Mark Watney detailliert erklärt, mit welchen Problemen er bei seinem Überlebenskampf auf dem Mars konfrontiert ist, und wie er diese mit dem ihm zur Verfügung stehenden Equipment löst. So wird das Buch dann tatsächlich zu einer Art feuchten Traum für alle Wissenschafts-Nerds und passionierte Ingenieure, die hier haargenau aufgeschlüsselt bekommen, wie Watney durch den klugen Einsatz von Physik, Chemie, Botanik, Ingenieurskunst, Elektrotechnik etc. pp. ein ums andere seiner zahlreichen Probleme glaubwürdig und in jedem Schritt nachvollziehbar löst. Das Ergebnis ist ein Buch, das vor wissenschaftlichen Erklärungen und Tätigkeits-Beschreibungen aus allen Nähten platzt. Für eine Filmadaption ist das erstmal ein Problem, denn kein Kinozuschauer hat Lust einem Protagonisten zuzuschauen, der einem die ganze Zeit erzählt, was für clevere Wissenschafts-Tricks er jetzt wieder anwendet, um seine Versorgung mit Atemluft, Wasser und Nahrung zu sichern.

Der MarsianerDrehbuchautor Drew Goddard hatte darum vor allem damit zu ringen, die Romanvorlage auf ihre tatsächlichen dramatischen Höhepunkte hin zu entschlacken, die auch starke visuelle Momente ergeben. Und man muss sagen: Er hat einen sehr guten Job gemacht. Als Kenner der Romanvorlage wird man hier eine Menge Streichungen, Verknappungen und Vereinfachungen bemerken und vielleicht ein bisschen enttäuscht sein, weil man weiß, wie sehr viel tiefer der Roman in die tatsächliche Problematik von Watneys Überlebenskampf einstieg. Aber selbst wenn man die Vorlage kennt, kann man nicht leugnen, dass "Der Marsianer" auch dank der äußerst versierten Inszenierung von Altmeister Ridley Scott zu einem super-unterhaltsamen und mega-kurzweiligen Kino-Abenteuer geworden ist, bei dem sich das Ansehen mehr als lohnt und der lästig gewordene 3D-Effekt auch endlich mal wieder einen sinnvollen Einsatz erfährt.

Mark Watney (Matt Damon) bleibt allein auf dem roten Planeten zurück, nachdem seine bemannte NASA-Mission aufgrund eines großen Sandsturms plötzlich abgebrochen wird und bei der Evakuierung in die Rettungskapsel Watney auf eine Art und Weise verloren geht, die den Rest seiner Crew glauben lassen muss, dass er tot ist. Aber das ist er eben nicht, und damit hat er ein Problem. Denn während seine Crew in ihrem sicheren Raumschiff zurück auf dem Weg zur Erde ist, ist Watney nun völlig allein auf dem Mars, mit den überschaubaren Resten an Proviant, die von der vorzeitig abgebrochenen Mission übrig geblieben sind. Wasser und Nahrung können ihn vielleicht für ein paar Monate am Leben halten. Die nächste bemannte Mars-Mission, die ihn retten könnte, wird jedoch erst in vier Jahren eintreffen. Abgesehen davon, dass kein Mensch weiß, dass er überhaupt noch am Leben ist. Ja, man könnte sagen: Die Lage ist ernst.

Der MarsianerDass es beim "Marsianer" trotz der permanent lebensbedrohlichen Ausgangslage nicht allzu dramatisch zugeht, ist dem Grundton der Erzählung zu verdanken, welchen die Verfilmung direkt aus dem Roman übernommen hat. Denn Watney begegnet seiner äußerst prekären Lage mit einem gerüttelt Maß an Galgenhumor, viel Ironie und trockenem Augenzwinkern, und so hat man auch im Film so einiges zu lachen angesichts von Watneys Kommentaren, dem grandios aufgelegten Hauptdarsteller Matt Damon, der die Essenz seiner Figur wirklich perfekt verinnerlicht hat, und den teilweise wahrlich absurd-komischen Umständen von Watneys einsamer Existenz auf dem Mars. Die ebenfalls aus dem Buch entlehnte Idee, dass ihm zur musikalischen Unterhaltung nichts anderes zur Verfügung steht als ein von seiner Kommandantin zurückgelassener Daten-Speicher mit nichts außer 70er-Jahre-Disco-Musik sorgt zum Beispiel für einige sehr gut platzierte Lacher.

Diese immens gut gelungene Mischung aus hochdramatischer Grundsituation und sehr amüsantem Erzählton macht aus dem "Marsianer" eine nahezu perfekte Mischung in Sachen bester Kino-Unterhaltung. Die zum Teil grandiosen visuellen Eindrücke, welche die Effekte-Abteilung zusammengezaubert hat, um den erdfremden Handlungsort einzufangen, sind für sich ein permanentes kleines Spektakel. Und die nicht enden wollende Aneinanderreihung von Problemen, die zunächst Watney allein und dann die ihn retten wollenden NASA-Mitarbeiter Der Marsianer(nach dem jemandem aufgefallen ist, dass Watney doch nicht so tot ist wie gedacht) unter permanentem Zeitdruck lösen müssen, lassen die Handlung zu keinem Zeitpunkt durchhängen oder langweilig werden, und so schnurrt der Film nur so dahin auf einem konstant hohen Spannungslevel. Derart kurzweilig und blendend unterhaltend, dass man zu Beginn des Abspanns mit einigem Staunen auf die Uhr guckt: Wie bitte, das waren jetzt 140 Minuten?! 

Man merkt halt doch, dass hier echte Profis am Werk sind, allen voran Regisseur Ridley Scott. Bei dem hat man sich ja ein bisschen Sorgen gemacht, dass er mit seinen 78 Jahren nun doch so langsam nachlässt, nachdem seine letzten beiden Filme "Exodus: Götter und Könige" und "The Counselor" definitiv als Flops verbucht werden mussten und das "Alien"-Prequel "Prometheus" auch bestenfalls mittelprächtig daherkam. Hier beweist Scott (mit dem wir auch im Interview sprachen) indes, dass er mit dem richtigen Stoff in der Hand immer noch ein an Perfektion grenzendes Stück Kino schneidern kann. Das zwar nicht unbedingt tiefgründig und weltbewegend ist, aber alles bietet, was man sich von einem netten Kinoabend verspricht: Über zwei Stunden feinste Unterhaltung, die schneller vorbeifliegen als ein Raumschiff im Orbit.

Frank-Michael Helmke

wenn der Film auch nur halb

wenn der Film auch nur halb so gut ist wie das Buch, lohnt sich die Kinokarte

Kantenlose Dramaturgie,

2

Kantenlose Dramaturgie, enttäuschend! Ein schwaches Werk von Ridley Scott. Zu jedem Zeitpunkt durchschaubar und gegen Schluss unerträglich klebrig. Die Dramaturgie ist spannungslos und wenn nicht der nette Humor wäre und die schönen Bilder könnte man dieses Werk als große Enttäuschung des Jahres verbuchen.

Genial! Der Film ist

8

Genial!

Der Film ist handwerklich mehr als gelungen. Große Unterhaltung.
Ein Manko hat der Film: Er ist zu kurz. Einige Sachen werden einem nur klar, wenn man das Buch gelesen hat. Vielleicht bietet ja der Director's Cut dann mehr.

Der Film ist halt arg bemüht

5

Der Film ist halt arg bemüht die wissentschaftlichen Fakten richtig hinzubekommen, und dabei wird alles voll ausbuchstabiert... im Grunde buchstabiert der Film die ganze Zeit so durch.

Auf der einen Seite gefällt mir das sehr gut, ist halt was für Weltraumnerds die sich das gern mal hypnotetisch durchdenken wollen – auf der anderen Seite wird das dauernde durchbustabieren ziemlich schnell recht mühsam und trotz der tollen Mars-Bilder auch ein ziemlich langweilig.

Alles was passiert ist komplett vorhersehbar und größtenteils wenig aufregend.

Was ich an dem Film interessant fand ist sein versuch den Cast politisch korrekt zu gestalten was Frauen in Führungsrollen und internationale Zusammenarbeit im Weltraum angeht.
Da ist ein deutscher Astronaut im Team der mal eine leich andere Perspektive auf Germany herstellt.

Aber besonders wenn man an "Blade Runner" und "Alien" von Ridley Scott denkt bleibt einem dieses Filmische "durchdeklinieren nach Zahlen" vergleichsweise total ziemlich fremd.

Sehr unterhaltsamer Film ohne

9

Sehr unterhaltsamer Film ohne einen auch nur eine Minute
zu langweilen.
Klar, am Ende wird es wieder "amerikanisch", die Erklärungen sind
für Laien ausgelegt und werden vielleicht den einen oder anderen
doch langweilen, aber das sind dann die, die auch in der Schule schon
Schwierigkeiten mit der Aufmerksamkeit hatten. ;)
Klar, ist der Film eher für Science Fiction Fans gemacht, heute auch
gerne Nerds genannt, aber die sollen ja auch ihren Spaß haben.
Wer Non-Stop Action sucht und das Hirn nicht allzu viel leisten soll,
ist hier eher falsch.
Nur eine Sache hat mich gestört, wer kann wohl auf der Mission Bomben
bauen ? Na klar, der Deutsche ^^ (und dann noch nicht mal einen
deutschen Schauspieler nehmen...)

Ich kann mich den kritischen

5

Ich kann mich den kritischen Kommentaren anschließen: fast niemals hatte ich um den Hauptprotagonisten wirklich Angst oder habe mitgelitten / mitgefiebert. Wie es ihm denn gehen könnte, so alleine auf einem fremden Planeten, wurde von der Erde aus gefragt. Aber dabei blieb es dann schon. Wie es ihm wirklich geht, wird nicht tiefgehend thematisiert. Im Fokus steht sein Können und eine unglaubwürdige stabile Psyche. Es ist zu keinem Zeitpunkt eine wirkliche Spannung aufgekommen. Ein bisschen unterhaltsam war es dann trotzdem.

Seit zwei Jahren keinen Film

10

Seit zwei Jahren keinen Film kommentiert. Das muss jetzt einfach sein, denn dieser Film ist der Film des Jahres. Extrem witziger Film, thrillerhafte Spannung, Bilder zum Staunen. Es passt alles! Angucken, fertig aus

Toller Film ..3-D war

8

Toller Film ..3-D war sinnvoll ..kann man ja selten behaupten. Matt Damon muss mal wieder gerettet werden ( Good Will Hunting, Soldat James Ryan ) er steht wohl auf solche Rollen .... Spass beiseite ....er trägt den Film und er kann es !

für DVD Abend zu schade ..dafür visuell zu schön .....Sommer ist vorbei ..ab ins Kino ...auch tolle Musik .und sehr gute Nebendarsteller !

Großer Mumpitz Zitat:

4

Großer Mumpitz

Zitat: "...dass ein echter Nerd wie Andy Weir sich natürlich keinen Schwachfug zusammenreimt und sein Buch darum vor allem ein einziges großes wissenschaftliches Gedankenexperiment ist."

Ich kann nur hoffen das es signifikante Unterschiede zum Film gibt. Ansonsten stimmt diese obige Aussage nicht mal Ansatzweise. Das Ende, also die Rettung, ist sowas von nicht wissenschaftlich, das man einfach nur noch Lachen kann. Da werden die Zuschauer für extrem dumm verkauft. Gut, Hollywood produziert ja ausschließlich für den Heimischen Markt, aber das war einfach nur noch peinlich. Ich bin gerne bereit mal 5we gerade sein zu lassen (wie z.B. bei Gravity) aber hier gibt es nichts mehr schön zu reden. Alle wirklichen Experten/Nerds haben bei diesen Szenen angefangen zu weinen.

Der Film ist handwerklich solide, mit einem sehr guten Set. Die Schauspieler sind nicht schlecht aber auch nicht wirklich gut. Leider fehlt dem Film durchweg die Spannung. Das Gefühl völlig allein ohne Aussicht auf Rettung kommt noch nichtmal im Ansatz rüber. Das ist sehr schade. 3D war auch mehr oder weniger überflüssig.

8 von 10 Augen? Ich reibe mir

5

8 von 10 Augen? Ich reibe mir verwundert dieselben ! OK, eine Vollkatastrophe ist der Film nicht, aber von Ridley Scott ist man wahrlich besseres gewohnt. Die 1. Stunde plätschert relativ spannungs- und ereignislos vor sich hin, eine bedrohliche Stimmung will sich aufgrund der locker-flockigen Performance von Matt Damon, der als auf dem Mars gestrandeter Astronaut auf alle Widrigkeiten schwupps eine Antwort parat hat, einfach nicht aufkommen. Es werden Witzchen gerissen, Kartoffeln angebaut und alles, was kaputt geht, wird einfach mal so nebenbei mit Klebeband und Frischhaltefolie repariert. WoW, die Amis haben es echt drauf. Wenigstens in der 2. Hälfte des viel zu langen Films, kommt bei der Rettungsaktion ansatzweise etwas Spannung auf, das macht den Braten aber auch nicht mehr so wirklich fett. Ridley Scott und Matt Damon spulen ihre Jobs routinemäßig herunter, ohne dass etwas wirklich Originelles oder super Spannendes dabei herausgekommen ist. Mittelprächtig und leidlich unterhaltsam, kein Pflichtprogramm also.

Es ist ein schlechter Film -

1

Es ist ein schlechter Film - ein wirklich, wirklich schlechter, schlechter Film!

Ich kenne die Romanvorlage nicht und hoffe, sie hat mit diesem Film nichts zu tun! Das Drehbuch ist großer Mist, furchtbar vorhersehbar in all dem Unfug, den es über die gesamte (sic!) Spielzeit produziert! Wer das Science Fiction nennt, beleidigt ein Genre. Glauben Regisseur, Drehbuchautor oder NASA-Direktor (oder Publikum) wirklich, dass SO realistische und plausible Raumfahrt im 21. Jahrhundert abläuft? Mittelalterlich....

Den einen Punkt gibt es für's nette Aussehen.

Ich hoffe und wünsche mir sehr, dass sich JMS bei der Umsetzung der Mars-Trilogie nicht von dem für mich nicht nachvollziehbaren Radau um diesen Film beeinflussen oder beeindrucken lässt!

Unterhaltsam, ok. Aber ein

7

Unterhaltsam, ok. Aber ein detailverliebter, realitätsnaher Raumfahrerfilm, nein, so beginnt der Film vielleicht, aber am Ende ist dieser Film ganz sicher nicht realitätsnah. Zuerst ein alles gefährdender Sandsturm, der die eigentliche Mission abbrechen lässt, am Ende hält eine Plastikplane die Station über Wochen dicht, ein Lüftchen ab und zu. Ein Swing-By um die Erde zum Mars und am Ende werden die fehlenden 300 m völlig improvisiert geschlossen? Die Berechnung von einem Nasa-fremden Einzelgänger? Ein Loch im Raumanzug als Steuerdüse mit unbändiger Kraft über 30 Sekunden? Und der Raumfahrer lebt immer noch? Spätestens da ist auch alles vorige als billigstes Hollywood entlarvt. Schade.
Der Film ist ein unentschiedener Zwitter aus Gravity (Brillante Weltraumbilder! ultralebensbedrohliches Drama! Und immer wieder gehts gut aus für die Hauptrolle...) und Guardians of the Galaxy (eine Prise Humor alle 5 Minuten, dazu Feelgood-Musik aus den 1970ern). Ok: unterhaltsam ist der Film, dank dieses 0815-Rezepts und Matt Damon.

Der Film sieht gut aus. Das

5

Der Film sieht gut aus. Das war es bereits. Er leidet unter den schier übermenschlichen Fähigkeiten von Matt Damon. Der Humor sorgt dafür, dass dem Film dann nahezu die letzte Spannung ausgetrieben wird. Kinomax schrieb, dass alles voll ausbuchstabiert wird. Und das trifft es genau. Der Film ist viel zu lang.

Ich stehe auf solche Filme.

6

Ich stehe auf solche Filme. Deswegen will ich ihn mögen, aber es funktioniert nicht. Über Optik (toller Drehort) und die tolle Ausstattung braucht man bei Ridley Scott nicht reden: Die ganze Ausstattung macht einfach richtig Spaß, alles sehr interessant und cool entworfen. Der Drehort ist fantastisch. Und dann. Ja dann...

Es hätte ein Überlebenskampf auf dem Mars folgen müssen, der Robinson Crusoe richtig alt aussehen ließe. Jedoch wird es ein spaßiger Spaziergang. Ok, so einfach wird es nun auch nicht. Aber die Spannung, die man bei >Apollo 13<, >Cast Away< oder >Gravity< verspürt hat, ist hier gar nicht vorhanden. Millionen Kilometer entfernt auf einem fremden Planeten zurückgelassen, kaum Chance auf Überleben - aber Mark Watney, der ist so 'ne coole Sau, der lacht nur darüber und findet im Laufe des Films für alles eine Lösung. Okay, den Film kann man unter der Prämisse einer SF-Komödie annehmen. Der Film wird aber zunehmend auch noch unlogisch und unglaubwürdig. Auch das könnte man sich anschauen, wenn man zu Anfang nicht so verdammt wissenschaftlich dahergekommen wäre. Am Ende folgt der eigentlich dramatische Teil des Films, die 3,2 km-Reise zur einer abflugbereiten Rakete. Man war ich gespannt. Aber da der Film da schon fast zwei Stunden alt ist, drückt Scott auf Vorspulen und -plopp- er ist schon da. Schade.

Mal zu den Vergleichen:
In >Cast Away< war es unglaublich spannend, dabei zuzusehen, wie Tom Hanks überlebt, seinen Alltag meistert. Das beste dabei, er hielt seine Klappe. Mark Watney plappert in einer Tour und lässt keine Szene zu, die einen in Ehrfurcht erstarren lässt ob der Kulisse, der Gewalt des Alls, der brutalen Einsamkeit, das auf sich allein gestelt sein und des Heimwehs auf dem fremden Planeten. Es gibt auf den Seiten der NASA ein Foto, auf dem man am Marsabend die Erde als winzigen hellen Punkt im Himmel sieht. Dieses Bild verursacht mehr Emotionen als der ganze Film.
>Gravity<, ein wahnsinnig spannender und vom Timing her perfekter Film. hingegen ist man auf dem Mars nach 120 Min. durch und nimmt die Jubelszenen im Mission Control Center nicht mehr wahr. Oder ernst.
>Apollo 13< ist diesem Film ohnehin überlegen, aber der Vergleich macht vor allem deutlich, dass in "The Martian" alle Rollen und alle Szenen auf der Erde oder der Hermes Zeitfresser sind. Chastain, Daniels, Ejiofor, Bean - schlechte Rolle, somit schlecht gespielt, unspannend und insgesamt reichlich überflüssig. Die Köpfe der NASA sind übrigens junge, coole Teens, die die grauen Denker mit Rechenschieber komplett verdrängt haben (Vorsicht - NASA-Werbefilm...). Die ganze Crew der Hermes ist null interessant. In >Apollo 13< hat man den Schweiß gerochen, die Schlaflosigkeit gespürt und mit der ganzen Bodencrew mitgefiebert (Ed Harris = genial).

Fazit: Ein netter Film mit toller Optik. Keine Spannung, wissenschaftlicher Anspruch nur vorgegaukelt, keine besonders originellen Ideen.

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